Bildfokus

Tomasz Markowski | Unfall

Diese Aufnahme erzählt eine tragische Geschichte. Sie entstand am Ende der ersten Etappe der Tour de Pologne, als der niederländische Rennradfahrer Dylan Groenewegen nur wenige Meter vor der Ziellinie nach einer Kollision mit seinem Landsmann Fabio Jakobsen in die Absperrung krachte. Die Emotionen sind den Gesichtern der Fahrer abzulesen. Man sieht die Wucht des Aufpralls, die beim Rennradfahren involvierte Kraft und Dynamik, die Verletzungen des Radfahrers sind jedoch nicht zu sehen.

Rennradfahrergruppe, die während eines Rennens in die Absperrung kracht © Tomasz Markowski | Sony α9 + FE 100-400mm f/4.5-5.6 GM OSS | 1/3200s @ f/6.3, ISO 1250

Wie üblich hatte ich mich in der Nähe der Ziellinie in einer Gruppe von Fotografen aufgestellt. Wir warteten alle gespannt auf das Ende des Rennens, und ich hatte meine Sony α 9 und das FE 100–400 mm G Master-Objektiv in der Hand, um die üblichen Jubelgesten des siegenden Fahrers einzufangen.

Wenn ich von Radsportveranstaltungen berichte, fahre ich mit dem Motorrad zu verschiedenen Stellen an der Rennstrecke. Deshalb ist es für mich wichtig, dass meine Kamera leicht ist und ich nicht zu viel Ausrüstung dabei habe. Aus diesem Grund eignen sich für mich die Sony α 9 und das FE 100–400 mm G Master-Objektiv hervorragend. Sie liefern eine großartige Bildqualität, aber auch die Größe und das Gewicht sind ideal für die Berichterstattung bei schnellen Radsportveranstaltungen wie der Tour de Pologne.

Als sich die Fahrer der Ziellinie näherten, wich Groenewegen von seiner Spur ab, scherte in Richtung der rechten Absperrung aus und ließ Jakobsen so wenig Platz, dass dieser über ein Absperrgitter stürzte. Die beiden hatten um den ersten Platz gekämpft und waren jeweils mit rund 80 Stundenkilometern unterwegs.

Da es aufgrund der Covid-19-Beschränkungen keine Zuschauer und keine Anfeuerungsrufe gab, konnten wir das Krachen der Fahrräder hören, die gegen die Metallbarrieren fuhren, und natürlich auch das Zusammenprallen der Fahrräder. Dann folgten ein paar beängstigende Momente der Stille. Die nächsten Stunden entschieden über das Leben von Fabio Jakobsen. Jakobsen erlitt schwere Verletzungen, musste sich einer fünfstündigen Operation unterziehen und lag eine Woche lang auf der Intensivstation. Groenewegen brach sich das Schlüsselbein.

Die gute Nachricht ist, dass sowohl Fabio als auch Dylan ins Peloton zurückgekehrt sind und wieder an Wettkämpfen teilnehmen. Für dieses Foto erhielt ich den 3. Platz im diesjährigen World Press Photo-Wettbewerb. Es veranschaulicht, dass man als Sportfotograf im Einsatz stets auf der Hut und in der Lage sein muss, alles einzufangen, was im Bruchteil einer Sekunde passieren kann. Alles kann sich unglaublich schnell ändern, daher ist es wichtig, dass wir Kameras und Objektive haben, die es uns ermöglichen, diese Sekundenbruchteile einzufangen.

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