kreis aus bäumen auf einem feld

Hoch hinaus

Joris Kuijper

Kurz vor Sonnenaufgang düst ein Hubschrauber über die Mojave-Wüste in Kalifornien. Als im Osten die Sonne den Horizont durchbricht, beginnt das Solarkraftwerk Ivanpah am Fuße der Clark Mountains zu funkeln und zu glitzern, weil 200.000 Spiegel das Licht auf die in der Mitte gelegenen Turmspitzen bündeln. Von oben betrachtet sieht es aus wie die Fantasie eines Science-Fiction-Autors. Doch würden Sie es vom Boden aus überhaupt wahrnehmen?

erleuchtete landschaft vom himmel aus gesehen © Joris Kuijper | Sony α7 IV + FE 24-70mm f/2.8 GM II | 1/400s @ f/8.0, ISO 640

„Das ist es, was ich an der Luftbildfotografie am meisten liebe: die Freude am Entdecken und die faszinierenden Details, die sie mit sich bringt“, erklärt Joris Kuijper, Passagier des besagten Hubschraubers und selbst ein erfahrener Berufspilot. „Ihre Seltenheit macht den Reiz dieser Ansichten aus, doch auch die Suche nach ihnen ist ein faszinierendes Abenteuer. Überall auf der Welt gibt es Anblicke, die man vom Boden aus einfach nicht wahrnimmt. Dieses Erlebnis ist der Grund, warum ich anfangs mit der Fotografie begonnen habe. Heute fühlt sich der Blick vom Himmel ganz natürlich für mich an.“

wolkenspirale am himmel © Joris Kuijper | Sony α7 IV + FE 24-105mm f/4 G OSS | 1/60s @ f/4.0, ISO 200

Obwohl er schon als Jugendlicher Spaß daran hatte, die Welt mit einer Action-Cam festzuhalten, hatte Joris‘ Beruf als Pilot den größten Einfluss auf seine Fotografieleidenschaft. Durch seine Tätigkeit bei der großen internationalen Fluggesellschaft KLM begann er, die Welt zu entdecken: „Oft wunderschöne Orte im herrlichen Licht der Morgen- oder Abenddämmerung. Da wurde mir klar, dass ich diese Momente festhalten wollte - nicht nur, um sie anderen zu zeigen, sondern auch, um später auf meine Reisen zurückblicken zu können.“ Als er seine Leidenschaft ernsthafter verfolgte und feststellte, dass viele seiner Bilder in der Luft entstanden, investierte er in seine erste Sony Kamera, eine Alpha 6500, dann in eine Alpha 7 III Vollformatkamera und jetzt in die neue Alpha 7 IV.

straßenbrücke zwischen zwei berggipfeln © Joris Kuijper | Sony α7 IV + FE 24-70mm f/2.8 GM II | 1/400s @ f/3.2, ISO 100

„Während des Lockdowns in 2020 verbrachte ich einige Zeit damit, den Amsterdamer Flughafen Schiphol zu fotografieren. Der Anblick des stillgelegten Flughafens mit all den auf der Landebahn geparkten Flugzeugen – Flugzeuge, die ich eigentlich hätte fliegen sollen – hat mich irgendwie gepackt. Also mietete ich einen Hubschrauber, um ihn aus der Luft zu fotografieren. Das war das erste Mal, dass ich solche Aufnahmen gemacht habe – und ich bin nie wieder davon weggekommen. Das Social-Media-Team von KLM hat die Bilder auf meinem Instagram-Account entdeckt und gefragt, ob sie sie verwenden dürfen, ohne zu wissen, dass ich zum Unternehmen gehöre!“

Jetzt, wo er die volle Unterstützung von KLM hat und von den Cockpits der Flugzeuge aus fotografieren darf – was normalerweise nicht erlaubt ist –, macht sich Joris mit der neuen Sony Alpha 7 IV und den Möglichkeiten vertraut, die sie ihm für seine Bilder eröffnet. „Natürlich ist die Schärfe eine Herausforderung, wenn man aus der Luft fotografiert, denn alles ist sehr wackelig und die Aufnahmeposition verändert sich ständig. Doch das Zusammenspiel der verschiedenen Funktionen der Alpha 7 IV hilft mir in dieser Hinsicht sehr. Eine große Rolle spielt dabei der kamerainterne Fünf-Achsen-Bildstabilisator (IBIS), mit dem ich bei bis zu 5,5 Blenden langsamer fotografieren kann und trotzdem scharfe Ergebnisse erziele.“

schneebedeckte berge vom weltraum aus gesehen © Joris Kuijper | Sony α7 IV + FE 24-105mm f/4 G OSS | 1/500s @ f/6.3, ISO 100

Die Cockpit-Aufnahmen von Joris zeigen, wie er bei Aufnahmen aus der Hand mit bis zu 1/13 Sekunden von den Schärfevorteilen des IBIS profitiert, auch wenn er die Kamera manuell stabilisiert – selbst auf einem Stativ, einer Halterung oder einem Beanbag sind die Vibrationen des Flugzeugs noch ein Einflussfaktor. Dank des IBIS der Alpha 7 IV kann er jedoch auch moderate Belichtungszeiten wie viel schnellere Einstellungen aussehen lassen. „Ich fotografiere im Shutter Priority Modus, und obwohl ich keine feste Regel für die Belichtungszeit habe, versuche ich bei den meisten Aufnahmen nicht unter 1/320 Sekunden zu gehen. Das hängt natürlich auch vom Objektiv ab. Je weiter das Objektiv ist, desto langsamer kann man fotografieren, da die Bewegung weniger sichtbar ist. Und was die Blende angeht, so ist das Motiv so weit entfernt, dass ich Einstellungen wie f/2.8 oder f/1.4 verwenden kann, um mehr Licht zu erhalten und trotzdem alles scharf zu bekommen.“

„Auch im Hinblick auf die Verschlusszeit ist die Alpha 7 IV mit ihrer ISO-Leistung einfach toll“, so Joris. „Normalerweise arbeite ich mit der ISO-Automatik und stelle abhängig von den Lichtverhältnissen das Maximum ein. In der Mojave-Wüste war es anfangs dunkel. Ich startete mit einem Wert von 3200, was ziemlich hoch ist, obwohl der Sensor der Alpha 7 IV auch hier hervorragende Ergebnisse liefert. Als es heller wurde, habe ich den Maximalwert gesenkt, und bei Tageslicht würde ich zwischen ISO 100 und ISO 640 bleiben, wobei die Ergebnisse fast identisch sind. Der Sensor der Alpha 7 IV ist eine gute Kombination aus Auflösung und Rauschverhalten, denn bei 33 Megapixeln werden auch sehr viele Details abgebildet.“

wolken in der dämmerung aus dem cockpit eines flugzeugs gesehen © Joris Kuijper | Sony α7 IV + FE 14mm f/1.8 GM | 1/50s @ f/1.8, ISO 100

Darüber hinaus ist für Joris die Bildrate in der Luft von entscheidender Bedeutung. Auch hier kann die Alpha 7 IV überzeugen: „Bei einem Hubschrauberflug wie dem in der Mojave mache ich sehr viele Aufnahmen. Der Serienbildmodus mit 10 Bildern pro Sekunde, der riesige Pufferspeicher der Kamera und die Verwendung einer ultraschnellen CF-Express-Karte sind genau das, was ich brauche – keine Verlangsamung. Die Zeit in der Luft ist so kostbar, dass man nichts verpassen darf. Beim Betrachten der Szenerie von oben stellt man auch fest, wie schnell sich das Licht verändert. Auf einem typischen Flug fliege ich mindestens ein paar Mal über das entsprechende Motiv hinweg, also muss ich unbedingt kontinuierlich fotografieren können.“

die milchstraße vom himmel aus gesehen © Joris Kuijper | Sony α7 IV + FE 20mm f/1.8 G | 4s @ f/1.8, ISO 3200

Auch in Zukunft möchte Joris die Welt aus der Luft entdecken. Im Moment konzentriert er sich auf die Veröffentlichung eines Buches mit Luftaufnahmen aus seiner Heimat, den Niederlanden. „Ich kann es nur wiederholen: Für mich war das Finden der außergewöhnlichen Orte, die ich fotografiert habe, das Schönste – doch es ist auch unglaublich spannend, unerwartete Ansichten zu entdecken. Der beste Blickwinkel ist oft der, mit dem man nicht gerechnet hat. Und in der Luft kommen und gehen die Gelegenheiten sehr schnell. Daher ist dies auch mein wichtigster Tipp für Luftaufnahmen: Halten Sie die Augen offen, fotografieren Sie immer weiter und genießen Sie die Welt um sich herum. Mit der Alpha 7 IV gibt es keine Ausrede, es nicht zu tun!“

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