Verkaufsautomaten in Tokio in der Abenddämmerung

Fernab der Massen: Japan im Detail

Gábor Erdélyi

Wenn Sie durch den Instagram-Feed von Gábor Erdélyi scrollen, sehen Sie eine Vielzahl unterschiedlicher Porträts und kommerzieller Bilder. „Grundsätzlich betrachte ich mich selbst als Porträtfotograf“, erzählt er uns. „Was mich besonders interessiert, ist der Mensch selbst, aber ich fotografiere auch Mode, Architektur, Innenarchitektur, mache Hochzeits- und Lifestyle-Fotografie. Ich konzentriere mich nicht immer nur auf ein Thema.“

 Japanische Badewanne vor einem Fenster

© Gábor Erdélyi | Sony α7R III + FE 12-24mm f/4 G | 1/400s @ f/7.1, ISO 1250

Gábor beschäftigt sich zu einem Großteil seiner Zeit mit Porträtfotografie. Daher ist es erstaunlich, dass er an einem persönlichen Projekt arbeitet, für das er jahrelang fotografiert hat und in dem praktisch keine Menschen vorkommen. Stattdessen besteht es aus Tausenden von Bildern kleiner, wunderschöner Details, die er auf seinen zahlreichen Reisen nach Japan fotografiert hat. Gábor reiste 2016 erstmals nach Japan und hat das Land seither jedes Jahr besucht. Und jedes Jahr hat er immer eine seiner Sony α Kameras dabei, mit der er gerade arbeitet und die er liebevoll als „Partner in Creation“, als seine kreative Unterstützung bezeichnet.

Ladenfenster in Tokio

© Gábor Erdélyi | Sony α9 + FE 50mm f/1.8 | 1/400s @ f/4.5, ISO 100

Nachdem er all die üblichen Touristenorte rund um Tokio fotografiert hatte, hatte Gábor nicht das Gefühl, das wirkliche Japan eingefangen zu haben. Also begann er, die ländlicheren Gegenden des Landes zu erforschen. „Wir fuhren in das Iya-Tal auf der Insel Shikoku, wo ich mich wirklich in Japan verliebt habe. Die trägen, halb leeren kleinen Dörfer, die freundlichen Menschen, die unglaublich sauberen, aber vielerorts abgenutzten Dinge und die Stille – all das hat mich gepackt. Dort begann ich, die kleinen Details zu fotografieren, die für andere vielleicht irrelevant sind, aber aus denen diese Reihe zusammengestellt ist.“

Weiches Licht durch ein Fenster, dahinter Blätter

© Gábor Erdélyi | Sony α9 + FE 50mm f/1.8 | 1/160s @ f/5.0, ISO 500

„Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich nicht Menschen im Fokus“, erzählt er, „sondern die Dinge, die sie hergestellt hatten, und ihre Vergänglichkeit, der Lauf der Zeit. Und die ganze Zeit wendete ich die Techniken an, die ich im Laufe meiner Karriere als Fotograf gelernt habe.“

Orange beleuchteter Turm in der Nacht, von Nebel umhüllt

© Gábor Erdélyi | Sony α9 + 135mm f/2.8 | 1/160s @ f/4.0, ISO 2000

„Ich nahm immer eine andere Kamera mit. Ich hatte die Sony α9, α7 RII, α7R III und auch die α7R IV. Ich liebe diese Kameras. Es begeistert mich, wie klein sie im Vergleich zu einer DSLR sind, denn Größe und Gewicht sind so wichtig, wenn ich auf solchen Reisen unterwegs bin. Aber es gibt auch die entscheidenden Funktionen: die Geschwindigkeit bei Aufnahmen für Straßenfotos, die Bildqualität bei hohen ISO-Werten, damit ich nachts fotografieren kann, und die atemberaubend schnelle Fokussierung, nicht zu vergessen der Augen-AF, wenn ich Porträts fotografiere. Das sind die Kameras, die ich hauptsächlich nutze, für das Reisen und auch für meine Arbeit.“

Mann auf einem Fahrrad, der auf sein Mobiltelefon blickt

© Gábor Erdélyi | Sony α9 + 18mm f/2.8 | 1/160s @ f/5.0, ISO 2500

Wie jeder Fotograf weiß, ist es immer das Ziel, mit leichtem Gepäck zu reisen. Aber der Impuls, „nur noch ein weiteres Objektiv einzupacken“, ist ein dauernder Konflikt. Obwohl auch Gábor versuchte, seine Objektive auf ein Minimum zu beschränken, nahm er doch die FE 24-70mm f/2.8 GM, FE 12-24mm f/4 G und FE 70-200 mm f/2.8 GM OSS Objektive mit.

Frau steht vor einem Gebäude mit gelber Front

© Gábor Erdélyi | Sony α9 + FE 50mm f/1.8 | 1/1600s @ f/4.5, ISO 100

„Ich würde immer morgens entscheiden, welches Objektiv ich an dem Tag mitnehme. Wenn ich nur eines mitnehme, dann ist das meistens das FE 24-70mm f/2.8 GM, das um meinen Hals hängt“, so Gábor.

Das Projekt besteht jetzt aus Tausenden von Bildern. „Bisher habe ich 2.300 Bilder von meinen Reisen nach Japan bearbeitet. Dann habe ich es geschafft, auszusortieren und auf rund 400 Bilder zu kommen. Letztlich möchte ich sie so bearbeiten und reduzieren, dass ich damit ein Album erstellen kann“, erklärt Gábor.

Wie alle Fotografen findet auch er es nicht leicht, die besten Bilder auszusuchen. „Ich verbinde mit jedem Bild eine persönliche Erfahrung, und es fällt mir schwer zu entscheiden, welches nur mir eine Geschichte erzählt oder auch anderen“, erklärt er.
2 Personen laufen in Tokio über Zebrastreifen

© Gábor Erdélyi | Sony α9 + FE 50mm f/1.8 | 1/640s @ f/8.0, ISO 320

An einem persönlichen Fotoprojekt zu arbeiten ist etwas, wozu Gábor alle Fotografen ermuntert. „Persönliche Projekte, die Freude der Fotografie und die damit verbundene Erfahrung machen einem bewusst, dass Fotografen einen der wunderbarsten Berufe auf der ganzen Welt haben“, erzählt er.

Kaputte Kinderschaukel in einem Park in Tokio

© Gábor Erdélyi | Sony α9 + 18mm f/2.8 | 1/250s @ f/5.0, ISO 400

„Etwas zu erschaffen hat eine fantastische Wirkung auf einen selbst. Es gibt Selbstvertrauen und das Gefühl von Erfolg. Es verleiht Energie und gibt einem die Chance, die eigene persönliche Vision zu zeigen“, fährt er fort. „Ich empfehle wirklich jedem, eine Kamera in die Hand zu nehmen, um dieses Gefühl erleben zu können. Sie müssen kein professioneller Fotograf werden, um unglaubliche Bilder zu kreieren.“

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Gábor Erdélyi

Gábor Erdélyi | Ungarn

„Es ist eine Sache, im Bild festzuhalten, wie jemand aussieht, aber eine ganz andere, im Portrait festzuhalten, wie jemand ist.“

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