Für John Makris stehen bei der Hochzeitsfotografie zwei Dinge im Mittelpunkt: „Einerseits geht es um die Liebe zwischen dem Paar, andererseits aber auch um die Momente mit ihrer Familie und ihren Freunden. Das sind die Hauptelemente der Geschichte, die ich zu erzählen versuche.“ Und diese Geschichte ist alles: Johns Bilder haben einen charakteristischen Stil, der an das Aussehen und die Atmosphäre des klassischen Kinos erinnert. „Ich liebe diesen Stil – er ist zeitlos elegant und ich möchte, dass sich das Paar wie in einer Filmszene fühlt, aber als sie selbst. Ich möchte nicht, dass sie sich verstellen oder sich anders geben, als sie wirklich sind.“
Bei Hochzeiten ist ein breites Spektrum unterschiedlicher Bilder gefragt, weshalb John seit kurzem das Sony FE 50-150mm f/2 G Master Objektiv mit seinen Sony Kameras Alpha 7 IV und Alpha 7R V Kamera verwendet. Bevor er auf das 50-150-mm-Objektiv umstieg, verwendete er ein 70-200-mm-Zoomobjektiv. „Ich fragte mich, ob ich diese zusätzlichen 50 mm von 200 mm auf 150 mm vermissen würde“, erinnert sich John. „Um sicherzugehen, ging ich Zehntausende meiner alten Hochzeitsfotos, die ich mit dem 70-200-mm-Objektiv gemacht hatte, durch, sortierte sie nach Brennweite und stellte fest, dass der größte Prozentsatz meiner Aufnahmen zwischen 100 mm und 150 mm gemacht wurde, und nur ein kleiner Teil mit 200 mm. Da wurde mir klar, dass dies ein sehr wichtiger Brennweitenbereich für mich ist.“
Inzwischen hat John zehn Hochzeiten mit dem 50-150mm-Objektiv fotografiert. Er sieht den Wert nicht nur im Brennweitenbereich, sondern auch in der großen Blende von F/2. „Ich habe festgestellt, wie wertvoll es ist, mit 50 mm zu beginnen“, verrät er. „Es gibt mir die Flexibilität, auch weitwinklige Porträts aufzunehmen und Momente festzuhalten, ohne das Objektiv wechseln zu müssen. Es ist ein Objektiv, mit dem ich die ganze Geschichte erzählen kann. Ich kann all die kleinen Details einfangen, ohne darüber nachdenken zu müssen, welches Objektiv ich als Nächstes verwenden soll. Dank der Qualität und Konsistenz über die Brennweiten hinweg kann ich mich auf das Wesentliche konzentrieren – die Emotionen, Verbindungen und authentische Momente.“
Der Unterschied zwischen Aufnahmen bei Blende f/2.8 und f/2 scheint zwar unbedeutend, hat jedoch einen enormen Einfluss auf Johns fotografische Fähigkeiten und darauf, wie er Bilder aufnimmt. „In einigen dunklen Kirchen hier in Griechenland oder bei einer schlecht beleuchteten Hochzeitsfeier bleibt das Objektiv schnell, scharf und zuverlässig. Oft gibt mir eine Blende von f/2 die Freiheit, natürlich zu bleiben, ohne zusätzliches Licht einsetzen zu müssen. Und natürlich das Bokeh, die Unschärfe im Vordergrund oder hinter dem Paar – das ist einfach fantastisch.“
John fotografiert Hochzeiten in ganz Europa, aber in seiner griechischen Heimat, erklärt er, ist es Tradition, Hochzeiten spät, oft gegen 20 Uhr, zu feiern. „Nach dem Gottesdienst ist es schon zu dunkel, daher ist es nicht ungewöhnlich, dass die Fotos vom Hochzeitspaar erst in den Tagen nach der Hochzeit gemacht werden.“
Eines dieser Shootings fand an einem Ort statt, an dem John noch nie zuvor gewesen war. „Wenn ich zum ersten Mal an einen Ort komme, bin ich kreativer“, erklärt er. „Ich versuche, eine geeignete Szene zu finden und mir die Aufnahme vorzustellen. Bei diesem Bild sah ich das Licht und erkannte das Potenzial. Ich bat den Bräutigam, ein wenig mit den Füßen zu schleifen, während das Paar über das staubige Land rannte. Ich leite die Paare gerne an, aber ich möchte auch, dass das Ergebnis natürlich wirkt und nicht gestellt. Ich finde, dass dieses Bild Freiheit und Energie ausstrahlt – es wirkt wie eine Filmszene.“
Kürzlich hat John ein Verlobungs-Shooting für ein Paar in Paris gemacht. Eine bestimmte Aufnahme vor der Kunstgalerie des Louvre stach dabei heraus. „Ich sah diese wunderschöne Reihe von Straßenlaternen. Ich platzierte das Paar am Anfang dieser Laternen, in der Hoffnung, dass die Lichter Führungslinien und einen Fluchtpunkt hinter ihnen bilden würden. Als ich jedoch bei einer Blende von f/2 auf 150 mm umschaltete, war das Ergebnis unglaublich. Das Paar ist perfekt scharf, aber der Hintergrund ist cremig; es wirkt fast magisch. Ich liebe es, dass ich die Emotionen zwischen den beiden zeigen und die gesamte Atmosphäre auf filmische Weise einfangen kann.“
Durch das Fotografieren mit 150 mm bei einer Blende von f/2 kann John noch kreativer sein und auf eine Weise fotografieren, die ihm zuvor nicht möglich war. „Es ist, als hätte ich eine neue Superkraft freigesetzt, besonders bei 150 mm und einer Blende von f/2. Diese Erfahrung ist etwas ganz Neues für mich.“
Die Belohnung für Johns Bemühungen, mit seiner Sony Ausrüstung schöne Momente festzuhalten, besteht darin, dass er seine Bilder mit dem Paar teilt. „Ich liebe es, ihre Reaktionen zu sehen. Ich möchte, dass sie diese Momente spüren, sich an sie erinnern, aber auch das Gefühl haben, schöner als je zuvor auszusehen."