Bildfokus

Luigi Baldelli | Erster Tag des Lockdowns

Es war der 9. März 2020 – der erste Tag des Lockdowns in Italien aufgrund der Covid-19-Pandemie. Ausgerüstet mit meiner Sony α 7R III und dem Sony FE 28 mm f/2 Objektiv streifte ich durch die bis dato belebten Straßen von Mailand. Ich wollte Reportagebilder aufnehmen, die das historische Ereignis und die Reaktionen der Menschen darauf festhielten. Ich erinnere mich, dass der Tag bewölkt und kalt war. Das Wetter spiegelte perfekt die Emotionen der Menschen in diesem Moment wider – die Ungewissheit über das, was folgen würde.

Plötzlich sah ich eine Frau auf mich zukommen, die einen – für damalige Verhältnisse – ungewöhnlichen Anblick bot: Sie trug eine Maske und Handschuhe. Sie hatte die Arme erhoben und bedeckte ihre Augen mit den Händen, als wollte sie sich schützen. Es war ein so surrealer Moment, der jedoch die Stimmung der Nation zu dieser Zeit treffend wiedergab – alles war völlig neu und ungewiss.

Eine Frau mit Schutzmaske verbirgt ihr Gesicht vor dem Fotografen

© Luigi Baldelli | Sony α7R III + FE 28mm f/2 | 1/50s @ f/8.0, ISO 125

Wenn ich Reportagebilder wie dieses aufnehme, muss ich in der Lage sein, schnell und diskret zu fotografieren. Daher ist die Kombination aus α 7R III und Sony FE 28 mm f/2 Objektiv perfekt für mich geeignet: Das Objektiv ist weit genug, dass ich einen Teil der Szenerie und der Stimmung einfangen kann, um die gewünschte Story zu erzählen. Andererseits kann ich dank der kleinen Kamera und des festen Objektivs sofort reagieren, wenn ich ein geeignetes Motiv sehe. In Verbindung mit der Schärfe des Objektivs, der hohen Auflösung und dem Dynamikbereich des Bildsensors der Kamera kann ich selbst in den Schattenbereichen detaillierte Bilder aufnehmen.

Ich habe das Foto mit einer manuellen Belichtung aufgenommen. Ich hatte dadurch die volle Kontrolle über das Licht an diesem trüben Tag. Außerdem verwendete ich eine langsame Verschlusszeit von nur 1/50 Sekunde und folgte der Frau nach. So konnte ich sie als Motiv festhalten und gleichzeitig eine leichte Bewegungsunschärfe im Hintergrund erzeugen, was zu mehr Spannung im Bild führt.

Für mich ist dieses Foto eine Erinnerung an die Angst und Ungewissheit, die während der ersten Phase des Covid-19-Lockdowns weltweit herrschte. Das Virus war damals noch unbekannt und wir hatten diese Angst, nicht genau zu wissen, wie wir uns vor ihm schützen können. Es hat unsere Gesellschaft verändert und noch heute, mehr als 1,5 Jahre später, können wir seine Auswirkungen spüren.

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Luigi Baldelli

Luigi Baldelli | Italy

„Fotografie vermittelt für mich keine Antworten, sondern Emotionen und Fragen“

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