Fotojournalist Gonçalo Delgado hat dieses eindrucksvolle Foto im Rahmen eines wichtigen Projekts für National Geographic in seiner Heimatstadt Braga aufgenommen. „Das Magazin wollte eine Ausgabe über das römische Erbe von Lusitania herausgeben, einer römischen Provinz, die Portugal und Teile Spaniens umfasste“, erklärt er. „Jedes Jahr findet in Braga die Braga Romana statt, ein Festival, das das römische Erbe der Stadt würdigt. Tausende von Menschen strömen dahin, um die alten Traditionen zu feiern.“
Delgado berichtet, dass Malatisch, die auf dem Foto zu sehende Zirkusgruppe, ihre akrobatischen Tänze inmitten einer berauschenden Kulisse aus Feuer und Pyrotechnik aufführt. „Ich wollte ein Bild machen, das die Energie der Darsteller zum Ausdruck bringt und eine aufregende Komposition zeigt. Es sollte mehr als nur ein dokumentarischer Schnappschuss werden.“
„Mit der Sony Alpha 1 und dem FE 14mm f/1.8 G Master konnte ich bei 20 Bildern pro Sekunde genau den Moment einfangen, in dem sich sowohl die Hände als auch die Füße des Darstellers in der Luft befanden, sein Rücken perfekt gekrümmt war und das Feuer die Umrisse seines Körpers erleuchtete. Durch die Wölbung des Rückens werden die Darsteller im Hintergrund perfekt in Szene gesetzt“, fährt Delgado fort. „Und dann ist da noch der andere Akrobat, ebenfalls in der Luft und umgeben von Rauch und Funken. Das Bild hat einfach alles.“
Die Dokumentaraufnahmen von Delgado sind immer schwarz-weiß. „Man könnte sagen, dass ich in Schwarz-Weiß auf die Welt gekommen bin“, scherzt er. „Ich stamme aus einer Familie von Fotojournalisten. Früher ging ich immer mit meinem Vater in die Dunkelkammer, um Bilder zu entwickeln. Deshalb habe ich mich für meine dokumentarische Arbeit für diese Bildsprache entschieden. Sie ermöglicht es mir und dem Betrachter, sich auf die Formen zu konzentrieren und sich nicht von Farben ablenken zu lassen.“
Delgado sagt, dass die Aufnahme ohne seine Sony Alpha 1 kaum möglich gewesen wäre. „Trotz der Dunkelheit habe ich die Empfindlichkeit auf ISO 1000 eingestellt und die volle Blende von f/1.8 eingesetzt.“ „Ich brauchte so viel Licht wie möglich, um das Geschehen mit einer schnellen Verschlusszeit einzufrieren. Die unglaubliche Bildwiederholrate des Suchers funktioniert auch bei schwachem Licht gut, sodass ich auch in dunklen Umgebungen den Fluss der Dinge sehen und die Aufnahmen komponieren kann. Was mir sehr geholfen hat, war die Möglichkeit, das Objektiv bei solch schwachem Licht genau zu fokussieren, und natürlich die Bildwiederholrate.“ Dies sind laut Delgado die beiden Hauptgründe, warum er die Alpha 1 bei seiner täglichen Arbeit einsetzt.
„Auch die Auflösung ist einzigartig“, fährt er fort. „Ich habe dieses Bild nicht ohne Grund mit dem 14-mm-Objektiv aufgenommen. In Situationen wie dieser kann man nur bedingt vorhersagen, wohin sich die Darsteller bewegen werden, und häufig bin ich in meinen Möglichkeiten, wo ich mich positionieren kann, eingeschränkt. Es ist also besser, ein Ultraweitwinkelobjektiv zu verwenden, sich auf die 50-Megapixel-Auflösung des Sensors zu verlassen und dann das endgültige Bild zuzuschneiden und genauer zu komponieren.“
Normalerweise fotografiert Delgado mit traditionelleren 35-mm- oder 50-mm-Objektiven, doch das 14-mm-Modell überzeugt noch durch einen weiteren Vorteil. „Es ist so leicht, dass es zu den Objektiven gehört, die ich immer in der Tasche habe, wenn ich Konzerte oder Events fotografiere. Dabei ist es sehr geradlinig – ich habe nie Probleme mit Verzerrungen, und mit f/1.8 eignet sich die Blende perfekt für die Arbeit in solchen Umgebungen.“