motorradfahrer wirbelt staubwolken in der wüste auf

Der kreative Kampf

Philip Platzer

Während sich der zweifache Enduro-Weltmeister Johnny Aubert durch einen ausgetrockneten See in der türkischen Provinz Ankara schlängelt, verfolgt Action-Fotograf Philip Platzer seinen Weg mit 30 Bildern pro Sekunde. Das Motorrad umrundet sonnenverbrannte Felsen und stürzt durch trockene Schluchten – und Philips Sony Alpha 1 ist die einzige Kamera, die schnell genug ist, um all das festzuhalten. Jedes Bild strotzt nur so vor Dynamik und Details ... doch fast wäre es gar nicht so weit gekommen.

Stunden zuvor, an einem anderen Ort, sah es nicht so gut aus. „Eigentlich wollten wir Aufnahmen an einem Salzsee machen, der extra für uns ausgesucht worden war“, erklärt Philip. „Doch uns fiel sofort auf, dass etwas fehlte: Es gab keinen Staub ... nur eine zarte Schicht aus Salzkristallen. Wunderschön, aber nicht das Richtige für uns, denn für diese Aufnahmen wollte ich Energie und Abenteuer. Und dafür brauchten wir einen Ort, an dem wir es richtig krachen lassen und Sand, Staub und Steine in die Luft schleudern konnten.“

motorradfahrer wirbelt staubwolken in der wüste auf © Philip Platzer | Sony α1 + FE 70-200mm f/2.8 GM OSS | 1/1000s @ f/2.8, ISO 50

Doch sich Fehler einzugestehen, wieder aufzustehen und weiterzumachen ist genau das, was im Sport die Grundlage für große Erfolge bildet – und in der Fotografie ist es nicht anders. „Das ist wahrscheinlich das Wichtigste, was ich durch meine Action-Shootings gelernt habe: Man muss immer nach dem Besten streben und sich nicht mit dem einfachen Weg zufrieden geben. Ich habe nie Angst, zu experimentieren. Die richtige Location zu finden ist dabei ein wichtiger Aspekt, genauso wie kreativ bei der Belichtung zu sein.“

„Bei meinen Experimenten geht es vor allem darum, durch Bewegung die Kraft und die Geschwindigkeit des Motorrads zu vermitteln“, fährt er fort. „Das gelingt häufig durch längere Belichtungszeiten, Effekte wie Schwenks und die Art und Weise, wie das Motorrad mit den Schotterpisten interagiert. Ich möchte, dass der Betrachter jede Bodenwelle und jede Beschleunigung der 200 km/h schnellen Maschine spüren kann.“

motorradfahrer mit rasanter geschwindigkeit in der wüste © Philip Platzer | Sony α1 + FE 70-200mm f/2.8 GM OSS | 1/60s @ f/16, ISO 50
„Für eine Aufnahme wie diese habe ich die Verschlusszeit bis auf 1/60 Sekunde reduziert, um die Bewegung zu verwischen und die Kraft des Motorrads zu verdeutlichen. Bei Schwenkaufnahmen geht es mir nicht um perfekte Schärfe, sondern eher darum, die Emotionen einzufangen. Es muss bloß ein klarer Punkt vorhanden sein, zum Beispiel der Helm oder die Vorderseite des Motorrads, den das Auge erfassen kann.“
motorradfahrer schlängelt sich mit seinem motorrad durch bäume hindurch © Philip Platzer | Sony α1 + FE 70-200mm f/2.8 GM OSS | 1/100s @ f/2.8, ISO 50

Als Johnny Aubert im Zickzack einen Schotterweg hinauffuhr, war eine andere Herangehensweise erforderlich. „Wir befanden uns hier auf einem anspruchsvolleren Terrain und ich wollte, dass meine Bilder zeigen, wie das Motorrad damit umgeht“, erklärt Philip. „An dieser Stelle ging es eher darum, mit der Komposition zu experimentieren, den Fahrer mit Hindernissen zu umgeben, um das Abenteuer zu verdeutlichen und gleichzeitig darzustellen, wie er den Widrigkeiten trotzt. Dazu habe ich eine geringe Schärfentiefe von f/2.8 eingesetzt.“

motorradfahrer auf seinem motorrad vor einem sonnenuntergang © Philip Platzer | Sony α1 + FE 35mm f/1.8 | 1/1000s @ f/2.5, ISO 500

Da es sich um ein Marketingprojekt handelte, wurden natürlich auch andere Arten von Aufnahmen benötigt. „Die Mischung muss stimmen“, erklärt Philip. „Neben der reinen Action ist es wichtig, dass Logos oder Lackierungen zu sehen sind, weshalb man bei der Wahl der Blickwinkel sorgfältig vorgehen muss. Auch hier war die Location wichtig. Wir hatten jede Menge Platz, um die Reifenspur zu perfektionieren, und das Licht hat zum Ende des Tages perfekt mitgespielt.“

Philip nennt drei Hauptvorteile der Sony Alpha 1, die es ihm ermöglichen, sich auf die Komposition und die Ausrichtung zu konzentrieren, anstatt sich um die Einstellungen Gedanken zu machen. „Der größte Vorteil der Alpha 1 ist der Autofokus. Auf ihn kann man sich zu 100 % verlassen. Man weiß einfach, dass er sich nicht von der Geschwindigkeit des Motorrads oder dem aufgewirbelten Staub irritieren lässt. Die meiste Zeit fotografiere ich mit dem 70-200mm f/2.8 GM bei offener Blende, sodass der Fokus punktgenau sein muss – und mit dieser Kamera verschiebt sich der Fokus nie nach vorne oder hinten. Das ist für die Sportfotografie ein gewaltiger Schritt.“

Außerdem erkannte Philip den Vorteil des Serienaufnahmemodus der Alpha 1 mit maximal 30 Bildern pro Sekunde. „Hier geht es in erster Linie um die Dramatik der Haltung“, erklärt er. „Denn innerhalb einer Serie von Einzelbildern gibt es immer eine Aufnahme mit dem besten Winkel oder der besten Pose. Es ist eine Sache von Sekundenbruchteilen, in denen das Rad in die perfekte Position driftet – und schon ist es wieder weg. Verwendet man die Alpha 1 in diesem Modus, ist es, als würde man ein Video einfrieren, allerdings mit der Qualität eines hochauflösenden Standbilds.“

Die 50-Megapixel-Auflösung der Sony Alpha 1 ist etwas, in dem Philip einen großen Vorteil sieht. „Die Möglichkeit, Action-Bilder zuzuschneiden, ist wirklich praktisch, doch es geht nicht nur darum, näher heranzukommen. Bilder, die für den Druck und das Internet im Quer- und Hochformat benötigt werden, lassen sich mit der Alpha 1 ganz einfach im Querformat aufnehmen und dann für das Hochformat zuschneiden. Beim Start eines Motocross-Rennens zum Beispiel bleibt keine Zeit, die Ausrichtung zu ändern – da ist das wirklich hilfreich.“

seitenansicht eines motorradfahrers auf seinem motorrad © Philip Platzer | Sony α1 + FE 70-200mm f/2.8 GM OSS | 1/800s @ f/3.5, ISO 2500

Im Rückblick auf das Projekt, das Philip mit der Sony Alpha 1 an seiner Seite erneut erfolgreich gemeistert hat, sieht er, dass er stetig dazulernt. „Dieses Shooting hat mich daran erinnert, wie wichtig die Location in der Action-Fotografie ist“, sagt er abschließend. „Und dass man sich nicht mit etwas zufrieden geben sollte, das sich nicht richtig anfühlt. Mit einigen Veränderungen und der Alpha 1 im Rücken befanden wir uns wieder auf Kurs und auf dem richtigen Weg zum Erfolg.“

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