Simone Moro an einer Felswand

Den Gipfel erreichen

Maki Galimberti

Mein Name ist Maki Galimberti, ich bin 53 Jahre alt und habe seit meinem 18. Lebensjahr fast nichts anderes getan als zu fotografieren. Zunächst habe ich als Fotojournalist für Lokalzeitungen gearbeitet, und auch wenn ich jetzt Porträtaufnahmen für Hochglanzmagazine fotografiere, ist der fotojournalistische Ansatz in meinen Bildern immer noch vorhanden.

Der realistische, fotojournalistische Stil ist mein Markenzeichen bei den Werbekampagnen, für die Bilder fotografiert werden. Ich schaue gerne über den Tellerrand hinaus und versuche, die Personen, die ich fotografiere, als Menschen zu verstehen und ihr wahres, eigentliches Ich in meinen Bildern zu zeigen.

Sie gehörten zu den ersten professionellen Fotografen, die die Sony α1 getestet haben. Was waren Ihre ersten Eindrücke und welche Funktionen sind Ihnen besonders aufgefallen?

Seit dem Aufkommen der digitalen Fotografie mussten sich Fotografen bei der Wahl ihrer Kamera immer entscheiden, ob sie schnell fotografieren oder Bilder mit hoher Auflösung machen und die entsprechenden großen Dateien erzeugen wollten. Ich glaube, dass beides bei der α1 zum ersten Mal auf einen gemeinsamen Nenner gebracht wurde (wie bei einer Sport- und Studiokamera). Darüber hinaus bietet die α 1 eine sensationelle Blitzsynchronzeit, eine für mich sehr wertvolle Funktion, die es früher nur bei sehr alten Kameras gab.

Simone Moro auf dem Gipfel eines Bergs

© Maki Galimberti | Sony α1 + FE 24-70mm f/2.8 GM | 1/250s @ f/11, ISO 100

Simone Moro, Extrembergsteiger und staatlich geprüfter Bergführer

 

Wie unterstützten diese technologischen Verbesserungen Ihrer Meinung nach Ihren Arbeitsablauf und Ihre Kreativität?

Ich verwende den Blitz gerne bei Tageslicht für Porträtaufnahmen. Was mir an der α1 am besten gefallen hat, ist die Synchronzeit von 1/400 s im Vollbildformat. Da ich die Mischung aus natürlichem und künstlichem Licht genau einstellen kann, habe ich, besonders bei beweglichen Motiven, mehr Möglichkeiten beim Fotografieren vor Ort, ohne mir Sorgen über zu viel Sonnenlicht zu machen.

Mann mit blauem Mantel auf dem Gipfel eines Bergs

© Maki Galimberti | Sony α1 + FE 24-70mm f/2.8 GM | 1/320s @ f/6.3, ISO 100

Welche anderen Funktionen sind Ihnen aufgefallen und in welchen Situationen haben Sie sie bemerkt?

Für mich sind die Verbesserungen der Kamera wichtiger als die Funktionen. Es hilft mir, einmal anders über meine Arbeit nachzudenken, um mehr Bewegung in meine Porträts zu bringen und mehr Qualität in improvisierte Situationen. Der Autofokus ist wirklich unglaublich – immer bereit, bei jeder Bewegung – als würde ich ein schnelles Auto mit einer hervorragenden Straßenlage fahren, das mich vor Unfällen bewahrt.

Bild: Mann mit gelbem Mantel auf dem Gipfel eines Bergs

© Maki Galimberti | Sony α1 + FE 24-70mm f/2.8 GM | 1/320s @ f/9.0, ISO 100

Objektive und Zubehör sind weitere wichtige Komponenten beim Fotografieren und Filmen – Welche Objektive und welches Zubehör haben Sie bei Ihrem ersten Test verwendet und warum?

Bei den Aufnahmen wollte ich Objektive verwenden, mit denen ich vertraut bin. Deshalb habe ich selbstverständlich nach meinem FE 24–70 mm f/2.8 GM gegriffen. Seine Qualität steht der eines Objektivs mit fester Brennweite in nichts nach, seine Flexibilität ist jedoch für Porträtaufnahmen vor Ort unerlässlich, wenn das Motiv und die Landschaft im Hintergrund schnell in Einklang gebracht werden müssen. Außerdem habe ich das FE 200–600 mm f/4.5–5.6 G OSS verwendet. Das ist vielleicht eine etwas überraschende Wahl, weil dieses Objektiv normalerweise eher für Sport- oder Tieraufnahmen verwendet wird. Wenn ich mein Motiv jedoch aus einer etwas größeren Entfernung fotografiere, kann es sich freier bewegen. Das Ergebnis ist ein Foto, das natürlicher und ungestellt aussieht. Die Fokusgeschwindigkeit ist unglaublich und ich habe nicht eine Gelegenheit für eine Aufnahme verpasst.

Mann mit Skiern, der auf einem Berghang steht

© Maki Galimberti | Sony α1 + FE 24-70mm f/2.8 GM | 1/320s @ f/6.3, ISO 100

Welchen Rat würden Sie angehenden Fotografen geben, die Ihrem Vorbild folgen möchten?

Langjährige Fotografen vergessen oft die Leidenschaft, die sie ganz am Anfang dazu veranlasst hat, ihren Beruf zu ergreifen. Deshalb ist die wertvollste Eigenschaft eines angehenden Porträt-Fotografen die Leidenschaft. Das Ziel sollte immer darin bestehen, die Fähigkeit zu entwickeln, Bestleistungen zu wiederholen. Jeder kann zufällig schöne Bilder machen. Ein guter Fotograf weiß jedoch, wie er schöne Bilder erhält. Deshalb lautet mein Rat, sich von anderen Fotografen inspirieren zu lassen und dann einen eigenen Stil zu entwickeln. Und noch ein Tipp: Versuchen Sie, Ihrem Motiv näher zu kommen, den Menschen besser kennen zu lernen, ganz egal, ob es sich um eine Person auf der Straße oder um einen Star handelt. Zeigen Sie nicht nur das äußere Erscheinungsbild, sondern wie Sie den Menschen wahrnehmen.

Mann geht einen Berghang hinunter mit Sonnenlicht im Hintergrund

© Maki Galimberti | Sony α1 + FE 24-70mm f/2.8 GM | 1/60s @ f/10, ISO 100

Möchten Sie noch einige abschließende Worte sagen – einen Dank aussprechen oder unseren Lesern einen letzten Rat geben?

Ich habe mich sehr gefreut, als ich gefragt wurde, ob ich die α1 testen und bei der weltweiten Markteinführung dabei sein wollte. Ehrlich gesagt stehe ich lieber hinter der Kamera, als davor, besonders, wenn ich Englisch sprechen muss. Trotzdem hat es mir Spaß gemacht und ich möchte dem Kamera-Team danken, das Simone Moro und mich gefilmt hat, das bereit war, uns bei dem Abenteuer im Schnee zu begleiten und das uns mit dem Hubschrauber auf den Gipfel des Bergs gebracht hat. Ich muss gestehen, dass ich etwas Angst hatte, aber er blieb so ruhig und professionell, dass ich fast bereit bin, die Erfahrung zu wiederholen.

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Maki Galimberti | Italy

„Fotografieren ist der beste Vorwand, um Menschen kennenzulernen“

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