Während der Sonnenuntergang über den verwirbelten Sandsteinformationen von White Pocket, Arizona, verblasst, wartet die Fotografin Stefanie Liebermann darauf, dass die Milchstraße über ihnen auftaucht.
Mit dem Sony FE 28-70mm f/2 GM Objektiv an Stefanies α 7R V muss sie nicht mehr in ihre Tasche greifen, um den Filter oder gar das Objektiv zu wechseln. Sie kann einfach von der goldenen Stunde bis in die Nacht hinein fotografieren. „Wenn man sein Objektiv wechseln will, muss man normalerweise auch die Filter wechseln“, erklärt die deutsche Fotografin. „Bei Nacht ist das immer besonders schwierig.“
Ihre Reise in die Vereinigten Staaten unternahm sie während der Monsunzeit, wenn sich das Wetter schnell ändern kann, aber auch einige der spektakulärsten Bilder entstehen. „Es gibt viel Regen, aber auch vollkommen stille Pfützen und spektakuläre Wolken, wie auf den Bildern von Joshua Tree, und diese erstaunlichen Sonnenuntergänge“, erklärt sie.
„Wenn sich auf meinen Reisen solche verrückten Bedingungen ergeben, vergesse ich alles um mich herum. Genau das liebe ich – mich treiben lassen, mit dem Wetter arbeiten und Spaß haben.“ Stefanie kennt die Gegend gut, denn sie war bereits zweimal in Utah und Arizona. „Ich habe insgesamt vielleicht vier Monate dort verbracht, aber ich finde immer wieder etwas Neues zum Fotografieren.“
Bei diesem Abenteuer stand White Pocket ganz oben auf der Liste der Orte, die sie besuchen wollte, da sie noch nie dort gewesen war. „Es ist wie ein Spielplatz“, sagt sie. „Man kann dort gut und gerne sieben oder zehn Tage lang den Sonnenuntergang, den Sonnenaufgang und die Nacht fotografieren.“ Stefanies Zeit war jedoch deutlich begrenzter: „Ich hatte nur einen einzigen Tag! Gewitter zogen auf, und es wurde eine Unwetterwarnung für Sturzfluten herausgegeben. Wenn solche Fluten einsetzen, musst man sofort verschwinden, denn genau diese Sturzfluten haben die spektakulären Schluchten und Felsformationen überhaupt erst geschaffen.“
Nächster Stopp war der berühmte Mesa Arch im Arches National Park, Utah. „Normalerweise trifft man bei Sonnenaufgang dort vielleicht auf hundert andere Fotografen, aber an diesem Morgen war nur ein einziger anderer Fotograf vor Ort.“
Man kann unmöglich, über Stefanies Landschaftsbilder sprechen, ohne die spektakulären Astrofotografieaufnahmen zu erwähnen, für die sie bekannt ist. Für diese Serie nutzte sie wie gewohnt das 28-70mm F2 Objektiv, darunter ein unglaubliches Bild, das ihr im Zion-Nationalpark gelungen ist. „Für den Himmel verwendete ich einen Sternsensor mit f/2.0, 120 Sekunden bei ISO 1000. Ich habe mit der Sony α 7 IV fotografiert. Der Vordergrund wurde mit einer f/2.0 Blende und 30-sekündiger Belichtung bei ISO 5000 aufgenommen. Das gesamte Licht auf den Felsen und den Wipfeln der Bäume ist also Umgebungslicht. Das Licht auf dem Berg, das wie ein Sonnenuntergang aussieht, ist eigentlich die Lichtverschmutzung einer Stadt, für mich aber der Beleg, dass das Bild abends aufgenommen wurde.“
Trotz der akribischen Erstellung ihrer Astrofotografieaufnahmen liebt Stefanie die Spontaneität des Lichts, das sich um sie herum verändert. „In Joshua Tree war ich spät dran. Der Himmel leuchtete bereits. Ich lief herum und dann kam mir die Idee für eine Aufnahme: das Licht, das von den Pflanzen reflektiert wurde – hell und leuchtend. Und ich habe einfach herumprobiert und versucht, interessante Aufnahmen zu machen. Ich liebe diesen Moment und das Gefühl, meiner Kreativität freien Lauf zu lassen. In White Pocket habe zwei Nächte kaum geschlafen, weil ich Streifzüge unternommen und nach Motiven gesucht habe.“
Das 28-70mm hat hat ganz neue Möglichkeiten für Stefanie und ihre Arbeit eröffnet und ermöglichte es ihr, ihre Liebe zur Landschafts- und Astrofotografie zu verbinden, was früher nicht möglich gewesen wäre. „Zoomobjektive habe ich früher stets angelehnt, da sie alle eine Blende von f/2.8 besitzen. Der Unterschied zu Aufnahmen mit einer Blende von f/1.8 ist gerade bei Nachtaufnahmen enorm. Aber das 28-70mm eröffnet erstaunliche Möglichkeiten. Es ist wie ein bester Freund, den man überallhin mitnehmen kann. Mit diesem Objektiv kann man alles fotografieren, und genau das liebe ich daran.“
„Es ist eine ganz besondere Art der Fotografie: für das menschliche Auge nicht sichtbar und dennoch real.“