Es gibt ein Objektiv, das Tierfotografen scheinbar immer in der Kameratasche haben – ganz gleich, wo sie unterwegs sind und was sie fotografieren: das Sony 100-400mm f/4.5-5.6 OSS G Master. Der spanische Tierfotograf Javier Aznar bildet da keine Ausnahme. Das 100-400mm ist fester Bestandteil seiner Ausrüstung.
„Das Sony 100-400mm ist ein unglaublich vielseitiges Objektiv, weil es so klein und leicht ist“, erklärt Javier. „Dank des optischen SteadyShot in Kombination mit dem geringen Gewicht lässt es sich leicht aus der Hand verwenden. Wenn ich ein Teleobjektiv mitnehmen muss, habe ich es immer dabei. Ich nutze es für viele Motive: Landschaften, Tiere, Vögel und sogar kleine Insekten!“
Javier setzt sein 100-400mm auf die Sony Alpha 7R IV und Alpha 7R V. Diese Kameras liefern eine fantastische Auflösung von 60 Megapixeln, sodass er die Bilder bei Bedarf zuschneiden kann. Im APS-C-Modus haben die Aufnahmen eine eindrucksvolle Auflösung von 33 Megapixeln, was für die Ansprüche der meisten Fotografen mehr als ausreichend ist.
Durch die hohe Auflösung und den geringen Fokussierabstand von weniger als einem Meter kann Javier mit dem Sony 100-400mm Tiere aus nächster Nähe fotografieren und dabei einen angemessenen Abstand zu seinem Motiv wahren.
„Die Aufnahme der Grünen Jararaca ist in Bolivien mit dem 100-400mm Objektiv entstanden. Ein Freund von mir hielt ein Blitzgerät über die Schlange, um sie auszuleuchten. Ich befand mich etwa einen Meter von der Schlange entfernt. Das war großartig, denn bei diesem Abstand konnte ich frei arbeiten und sicher sein, dass das Tier mich nicht angreifen würde. Ich verwendete eine Blende von f/8 und wusste genau, dass das Bild scharf sein würde, solange ich auf eine beliebige Stelle am Körper der Schlange fokussierte.“
Neben der Größe und dem Gewicht ist es die Bildqualität, die die Fotografen begeistert, weil sie die Erwartungen an ein Zoomobjektiv übertrifft. Javier zum Thema Bildqualität: „Wahnsinn – egal, welche Blende ich verwende, ich erhalte scharfe Bilder.“
Wie die meisten Fotografen nimmt Javier die Bildkomposition am liebsten so weit wie möglich in der Kamera vor. „Das Schöne an diesem Objektiv ist, dass ich meine Bilder mit dem Zoomobjektiv und dem kamerainternen Zuschneidemodus komponieren kann. So kostet mich die Nachbearbeitung am Computer weniger Zeit. Häufig stelle ich die benutzerdefinierte Taste am 100-400mm auf den APS-C-Zuschneidemodus ein. So brauche ich einfach nur diese Taste zu drücken, um einen engeren Ausschnitt des Motivs zu erhalten, wenn ich eine Nahaufnahme machen möchte. Das Ergebnis kann ich sofort durch den Sucher sehen, ohne in irgendwelche Menüs gehen zu müssen.“
Beim Fotografieren mit dem 100-400mm muss man gegenüber einem Objektiv wie dem Sony FE 400mm f/2.8 GM OSS oder dem FE 600mm f/4 GM OSS schon gewisse Kompromisse eingehen, was vor allem an der größeren Blendenöffnung dieser viel teureren Objektive mit fester Brennweite liegt. Die Vorteile überwiegen diese Kompromisse jedoch bei weitem. „Auch wenn ich etwas Licht einbüße, weil es kein Objektiv mit f/2.8 oder f/4 ist, benutze ich es viel häufiger, als wenn ich nur ein Objektiv mit Festbrennweite wie ein 400mm oder 600mm dabei hätte. Diese Objektive sind großartig, wenn man ein spezielles Shooting hat, doch das 100-400mm kann ich für eine größere Vielfalt an Bildern verwenden.“
Es gibt Beispiele, bei denen das 100-400mm Aufnahmen ermöglicht hat, die sonst nur schwer zu realisieren gewesen wären. Eines davon ist eine wunderschön komponierte Aufnahme von Weißstörchen, die hoch oben auf Laternenmasten thronen. Allerdings war das Bild aufgrund dessen, was nicht darauf zu sehen ist, besonders schwierig zu fotografieren.
„Das Bild ist neben einer Mülldeponie entstanden, um die herum ein Zaun stand“, erinnert sich Javier. „Hätte ich ein Objektiv mit Festbrennweite gehabt, hätte ich diese Aufnahme wahrscheinlich nicht machen können, weil das Objektiv schwerer gewesen wäre. So konnte ich die Kamera und das Objektiv über den Zaun halten, den Bildausschnitt bestimmen und die Aufnahme machen. Ich habe sie bei 212 mm aufgenommen – und das war nur möglich, weil ich dank meines Zoomobjektivs so flexibel war.“
Es gibt noch eine weitere, häufig übersehene Besonderheit des 100-400mm, die Javier liebt: das Filtergewinde. Das Zoomobjektiv verfügt über ein 77-mm-Filtergewinde, wodurch Javier wertvollen Platz in seiner Tasche spart. „Das Gewinde macht es für mich perfekt, denn unterwegs ist eine kleine und leichte Ausrüstung unverzichtbar. Das Objektiv hat das gleiche 77-mm-Filtergewinde wie mein FE 24-70mm f/2.8 G Master, sodass ich für beide die gleichen Filter verwenden kann.“
Mit seiner Leidenschaft für das Fotografieren von Tieren mit einem solch beeindruckenden Detailreichtum braucht Javier ein Objektiv, das auf höchstem Niveau arbeitet – und mit dem Sony 100-400mm f/4.5-5.6 OSS G Master hat er den perfekten Partner gefunden.
„Um etwas zu bewahren, müssen wir erst kennen- und lieben lernen, was wir verlieren könnten. Die Fotografie ist ein nützliches Werkzeug, um uns zu sensibilisieren und uns zu zeigen, was uns umgibt. Ich versuche, mit meiner Kamera Tiere in ihrer reinsten Form darzustellen – aus biologischer, gleichzeitig aber auch künstlerischer Sicht.“