salzablagerungen in einer höhle

Unter der Erde

Massimo Siragusa

Salz wurde früher häufig als weißes Gold bezeichnet – seine Gewinnung erforderte sowohl Mühe als auch Können. Für sein jüngstes Projekt, bei dem er mit seiner Sony Alpha 7R IV die höhlenartigen Salzminen Siziliens dokumentierte, brauchte Massimo Siragusa ein großes Maß von beidem.

salz bildet in einer höhle muster © Massimo Siragusa | Sony α7R IV + FE 24mm f/2.8 G | 15s @ f/22, ISO 400

„Die Salzminen befinden sich in drei verschiedenen Städten: Racalmuto, Petralia und Agrigento“, erklärt er. „Ich habe sie im Rahmen eines größeren Projekts über die vielfältige Landschaft der Insel fotografiert. Es wird dort Salz für Lebensmittel, aber auch für industrielle Zwecke abgebaut. Am beeindruckendsten ist jedoch ihre Größe – sie gehören zu den größten Salzbergwerken in ganz Europa.“

blick durch einen breiten gang in einem salzbergwerk © Massimo Siragusa | Sony α7R IV + FE 50mm f/2.5 G | 5s @ f/20, ISO 400

Die Dokumentation seiner Entdeckungen war nicht ganz einfach. „Sich in einer so komplexen Umgebung unabhängig zu bewegen, war unmöglich. Deshalb wurde ich während meiner Arbeit von einem Bergwerksmitarbeiter begleitet. Wir waren mit einem Geländewagen unterwegs, fuhren etwa 30 Kilometer am Tag und hielten überall an, wo ich eine gute Gelegenheit zum Fotografieren sah. Dabei sind wir bis zu 800 Meter unter die Erde vorgedrungen.“

Massimo lobt die Vorteile, die das Design und die Verarbeitung der Sony Alpha 7R IV bei diesem Projekt mit sich gebracht haben. „Es ist eine robuste und leichte Kamera, die sich an viele verschiedene Situationen anpassen kann – und es gibt wohl kaum mehr ‚verschiedene Situationen‘ als in einer 800 Meter tiefen Salzmine“, lacht er. „Dank der kleinen Größe und des geringen Gewichts brauchte ich kein großes Stativ, wodurch ich schneller und einfacher arbeiten konnte. Der Autofokus hat in der Dunkelheit hervorragend funktioniert, selbst wenn ich Porträtaufnahmen der Bergleute gemacht habe.“

kranführer in einem salzbergwerk © Massimo Siragusa | Sony α7R IV + FE 40mm f/2.5 G | 1/50s @ f/5.6, ISO 1600

„Das Fotografieren in den Minen ist sehr schwierig, auch weil sie immer noch in Betrieb sind. Obwohl es große Belüftungsanlagen gibt, ist die Luft voller Salzstaub. Wenn die riesigen Bagger sich in die Wände graben, entsteht so viel Staub, dass man kaum atmen kann. Am Ende einer acht- oder neunstündigen Session ist man dankbar, wieder nach oben zu kommen. Die Umgebung ist faszinierend, doch man empfindet eine ähnliche Erleichterung wie ein Taucher, der an die Oberfläche kommt und tief Luft holt.“

große abbaumaschine in einem salzbergwerk © Massimo Siragusa | Sony α7R IV + FE 50mm f/2.5 G | 0.6s @ f/20, ISO 400

Bei all dem Salz in der Luft spielte auch die Wetterfestigkeit der Kamera eine wichtige Rolle. „Ich habe mich die ganze Zeit über auf die hervorragenden Staubschutzsysteme meiner Sony Kameras und Objektive verlassen“, verrät Massimo. „Letztendlich brauchte ich in den Minen für meine Ausrüstung kein zusätzliches Schutzsystem. Ich ging einfach mit gesundem Menschenverstand vor und wechselte die Objektive nur im Fahrzeug – und zwar erst, wenn sich der Staub auf dem Boden des Wagens abgesetzt hatte. Das hat zwar eine Weile gedauert, doch mit einem Wechselobjektivsystem war es in dieser Umgebung unerlässlich.“

„Nicht nur der Staub hat die Sicht beeinträchtigt, sondern auch die Tatsache, dass es so weit unter der Erde kein natürliches Licht gibt“, fährt er fort. Trotzdem zog Massimo es vor, das ihm zur Verfügung stehende Licht zu nutzen, zum Beispiel das der Sicherheitsbeleuchtung, der Fahrzeugscheinwerfer und seiner eigenen LED-Taschenlampen. „Ich verwende nicht so gerne professionelles Blitzlicht oder große Leuchten, weil sie die Atmosphäre eines Ortes verändern können.“

große abbaumaschine hinten in einer höhle © Massimo Siragusa | Sony α7R IV + FE 50mm f/2.5 G | 1s @ f/20, ISO 400

Um das fehlende Licht auszugleichen, nutzte Massimo ein kleines Karbonstativ und fotografierte bei sehr langen Belichtungszeiten, gelegentlich sogar von bis zu zwei Minuten. Dabei verwendete er die Langzeitbelichtungseinstellungen seiner Sony Alpha 7R IV Kamera und einen separaten Belichtungsmesser. „Bei arretierter Kamera kann man mithilfe von Lampen verschiedene Bereiche beleuchten oder sie während der Belichtung bewegen, um interessante Effekte zu erzeugen.“

„Ich habe in den Salzminen zwei Sony Alpha 7R IV verwendet“, erinnert er sich. „Ihre wichtigste Eigenschaft ist die enorme Qualität der Dateien, die sie produzieren können. Viele denken, dass die Alpha 7R IV vor allem durch ihre hohe Auflösung überzeugt, doch in diesem Fall war für mich der beeindruckende Dynamikumfang des Sensors am wichtigsten. Ich konnte die Szene im selben Rahmen auf völlig unterschiedliche Weise beleuchten, ohne befürchten zu müssen, dass Teile davon in den Lichtern oder im Schatten verloren gehen.“

kreisförmiges salzmuster in einer höhle © Massimo Siragusa | Sony α7R IV + FE 40mm f/2.5 G | 2s @ f/22, ISO 400

Massimo entschied sich, seine Alpha 7R IV mit einem Trio aus kleinen, leichten und lichtstarken Objektiven der Sony G Serie zu kombinieren. „Ich habe mit dem FE 24mm f/2.8 G, dem FE 40mm f/2.5 und dem FE 50mm f/2.5 G gearbeitet. Diese boten eine großartige Mischung aus hoher Lichtstärke und geringem Gewicht, was für die Umgebung perfekt war.“

Trotz der anspruchsvollen Bedingungen war das Projekt ein Erfolg, was vor allem Massimos bewährtem investigativen Ansatz zu verdanken ist. „Für mich geht es bei der Fotografie darum, Geschichten zu erzählen – und ich muss mir die Zeit nehmen, diese Geschichte richtig zu verstehen“, erklärt er abschließend. „Ein schönes Bild ist nie das eigentliche Ziel. Ich möchte die Emotionen dokumentieren, die ein Ort vermittelt, also muss ich mich für den Ort öffnen. Dann wähle ich einfach die besten Tools, um diese Emotionen einzufangen.“

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