Modernes Gebäude, gespiegelt in Glasfassade

Ein Platz im Herzen

Massimo Siragusa

„Aus meiner Sicht“, erklärt der professionelle Fotograf Massimo Siragusa, „sind die Räume, die uns umgeben, eine Art Bühne. Wir interagieren mit ihnen, und Beziehungen entstehen. Es sind persönliche Verbindungen, und wir betrachten jedes Gebäude und jeden Ort individuell. Gleichzeitig handelt es sich um eine wechselseitige Beziehung, da wir diese Räume, so sehr sie auch unser Leben beeinflussen, selbst bestimmen und verändern. In meinen Fotografien versuche ich, dieser Beziehung auf den Grund zu gehen.“

Für das Projekt fotografierte Massimo den Campus der Bocconi-Universität in Mailand mit seiner treuen Sony α7R IV. „Der Rizzoli International Publications-Verlag hatte mir den Auftrag erteilt“, erklärt er, „ein Buch zu erstellen, das die Identität des Campus und sein Verhältnis zu Mailand beschreibt. Zwischen Juni und September habe ich über zwei Wochen dort fotografiert. Es war wichtig, sich so viel Zeit zu nehmen, um selbst eine Beziehung zu dem Ort aufzubauen.“

Modernes Ziegelgebäude mit Skulptur davor © Massimo Siragusa | Sony α7R IV + FE 24-70mm f/4 ZA OSS | 1/125s @ f/22, ISO 500

Der Campus wurde 1902 errichtet und bietet eine faszinierende Mischung aus verschiedenen Architekturstilen. Während Massimo ihn fotografierte, hatte er Zeit, sich „in den Geist des Ortes, in die vorherrschende Atmosphäre einzufühlen“. Er fügt hinzu: „Bei manchen Orten gelingt einem das sofort, aber bei diesem entdeckte ich bei jedem Besuch andere Aspekte. Natürlich verändern sich die Orte, aber auch unsere Perspektive ändert sich, sodass wir die Orte anders wahrnehmen – in einem anderen Licht, mit einer anderen Stimmung oder auch zu einem anderen Zeitpunkt im Leben.“

Massimos Aufnahme vor einem der Hörsäle des Campus kurz vor Sonnenuntergang ist ein gutes Beispiel, um den Aspekt des Lichts zu veranschaulichen. „Es war wichtig, die Kunst im Außenbereich hervorzuheben“, erklärt er. „Aber gleichzeitig wollte ich auch den Aufbau des Gebäudes zeigen. Ich beschloss, in der Abenddämmerung zu fotografieren, um einen Kontrast zwischen den Lichtern des Gebäudes und dem schwindenden Tageslicht zu erzeugen. So arbeite ich immer gerne: nur mit dem natürlichen Licht in der Szene, ohne Blitz oder LED-Lichter.“

Riesige 3D-Schrift im Fenster © Massimo Siragusa | Sony α7R IV + FE 24-70mm f/4 ZA OSS | 1/15s @ f/16, ISO 2500

Genau das macht der enorme Dynamikumfang des Sensors seiner Sony α Kamera möglich. Massimo erklärt: „Ich verwende eine Sony α7R IV, und egal, ob ich einen Außenbereich mit Blick nach innen oder einen Innenbereich mit Blick nach außen fotografiere – eine der wichtigsten Aufgaben ist immer, die tiefen Schatten und hellen Lichter auszugleichen. Ein Bereich darf den anderen nicht dominieren, sonst entspricht es nicht der Wirklichkeit und das Gefühl für den Ort geht verloren. Aber dank des großen Dynamikumfangs der Sony Bilder ist das selbst bei hohen Kontrasten kein Problem.“

Blick aus dem Fenster auf ein geschwungenes modernes Gebäude © Massimo Siragusa | Sony α7R IV + FE 24-70mm f/4 ZA OSS | 1/80s @ f/16, ISO 400

Beim Fotografieren im Blendenprioritätsmodus und mit der umfassendsten Mehrfeldmessung „finde ich die Ergebnisse selbst bei schwierigem Licht sehr ausgewogen“, fährt er fort. „Für eine möglichst hohe Tiefenschärfe blende ich immer auf f/16 oder f/22 ab. Dazu muss ich natürlich mit einem Stativ arbeiten, um die Details möglichst scharf abzubilden. Aber da die Sony α7R IV so leicht ist, kann ich auch ein kleineres und leichteres Stativ nehmen.“

Massimo nutzt außerdem das Pixel-Shift-Multi-Aufnahmesystem der α7R IV. Es bietet ihm eine „unübertroffene Genauigkeit, die sich perfekt eignet, um Gebäudetexturen hervorzuheben. Diese Kamera ist wirklich hervorragend“, fügt er hinzu.

Warm beleuchtetes Untergeschoss eines modernen Gebäudes © Massimo Siragusa | Sony α7R IV + FE 24-70mm f/4 ZA OSS | 0.6s @ f/16, ISO 500

Auch bei der Komposition gibt es eine Reihe von Faktoren zu berücksichtigen. „Einer der wichtigsten Punkte ist, die Kamera parallel zum Boden zu halten“, erklärt Massimo. Durch die waagerechte Position werden die architektonischen Linien nicht verzerrt und bleiben vertikal. Das umzusetzen, kann schwierig sein. Manchmal klettere ich auch auf ein Gebäude, das vor meinem Motiv steht, um gerade Linien zu erhalten.“

Was den Inhalt der Bilder angeht, „sind menschliche Figuren nur manchmal wichtig“, fügt er hinzu. „Bilder von weiten, offenen Räumen können von menschlichen Elementen profitieren, da sie den Maßstab verdeutlichen, was sehr wichtig ist. Aber für mich sollte die Person immer im Hintergrund und in Bezug zum Ort oder zu den Gebäuden stehen, niemals im Mittelpunkt. Menschen dienen bei solchen Bildern lediglich dazu, die Beziehung zum Ort zu etablieren.“

Betonstufen, die sich in einem Fenster spiegeln © Massimo Siragusa | Sony α7R IV + FE 24-70mm f/4 ZA OSS | 1/10s @ f/16, ISO 500

Was die Objektivwahl angeht, bevorzugt Massimo für seine architektonischen Arbeiten eine Mischung aus Festbrennweiten und Zoom-Objektiven. „Ich verwende oft das FE 24–70 mm f/4 ZA OSS“, sagt er, „da es mir viele Möglichkeiten für die Wahl des Bildausschnitts bietet und unglaublich scharf ist. Neulich habe ich meine Ausrüstung zudem um die Sony G Objektive mit 24 mm, 40 mm und 50 mm ergänzt. Diese Objektive sind bemerkenswert scharf, vor allem, wenn man bedenkt, wie handlich sie sind. Wenn Sony ein Shift-Objektiv herausbringen würde, würde ich das auch sofort kaufen!“

All diese Aspekte zu kombinieren, erfordert Geduld. Man muss bereit sein, immer wiederzukommen, zu lernen, seine Technik und Bildsprache weiterzuentwickeln, zu planen oder auf die besten Lichtverhältnisse zu warten, um das jeweilige Motiv zu interpretieren. Nur so kann man die „Seele“ eines Ortes wirklich begreifen. Und natürlich braucht man die richtige Ausrüstung, um das fertige Bild zu erstellen. Aber wo ich ins Schwitzen komme, funktioniert meine Sony Kamera problemlos.“

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