Für einen erfahrenen professionellen Hochzeitsfotografen wie Cristiano Ostinelli haben sich in der Fotografie im Laufe der letzten 30 Jahre viele Dinge verändert – viele blieben jedoch auch gleich. Während also moderne spiegellose Kameras, wie die Alpha Serie von Sony, so weit fortgeschritten sind, dass sie von ihren analogen Vorgängern kaum noch zu unterscheiden sind, spielen die Erfahrung und Kreativität eines Fotografen weiterhin eine ebenso wichtige Rolle wie eine hochwertige Ausrüstung.
„Wie die meisten anderen begann auch ich mit kleineren Hochzeiten, hatte allerdings das Glück, dass meine Kunden ihre Feiern an Orten wie dem Comer See veranstalten wollten“, beginnt Cristiano zu erzählen. „Damals war so etwas noch selten, aber mittlerweile haben sich Hochzeiten an besonderen Orten zu einem riesigen Geschäftszweig entwickelt. Meine Erfahrung führte mich beruflich an Orte rund um den Globus, wo ich Tausende Menschen traf und immer mehr dazulernte, dennoch greife ich überall auf weitgehend dieselben Fertigkeiten zurück.“
Ungeachtet der Bedeutung langjähriger Erfahrung, weiß Cristiano, dass seine Sony Alpha 1 und Alpha 9 II Kameras entscheidenden Anteil an seinen Hochzeitsfotos haben. „Gewiss ist der Umstieg von einer DSLR- auf eine spiegellose Kamera ebenso bedeutsam wie seinerzeit von Film auf digitale Technologien“, sagt er, „und der Vorteil, im Sucher die Belichtung genauso zu sehen, wie sie letztendlich wirkt, kann gar nicht genug betont werden. Dank der blackout-freien Aufnahmen mit der Alpha 1 und der Alpha 9 II sehe ich sogar das Blitzlicht, wenn ich es verwende.“
Sein Geschick im Umgang mit sommerlichen Lichtverhältnissen ist ein weiteres wichtiges Rüstzeug. „Ginge es nach mir, sollte jede Hochzeit bei Sonnenuntergang stattfinden. Aber das ist kaum der Fall“, lacht Cristiano. „Meistens machen wir die Fotos mitten am Tag, und das Wetter kann sich niemand aussuchen. Die meiste Zeit über ist das Licht sehr grell, weshalb ich gerne nach schattigen Plätzen Ausschau halte. Am einfachsten aber ist es, die Personen von der Sonne weg zu drehen und von hinten zu beleuchten und entweder die Belichtung manuell aufzuhellen oder ein kleines Blitzlicht zu verwenden.“
„Bei sich verändernden Lichtverhältnissen erleichtern die Alpha Kameras die Reaktion“, fährt er fort, „und man verliert keine Zeit. Ich kann von der Sonne in den Schatten wechseln und mich darauf verlassen, dass die Kamera stets für die perfekte Belichtung und Schärfe sorgt. Stellen wir uns nur eine Braut auf dem Weg zum Altar vor ... Ich kann sie den ganzen Weg entlang fotografieren und darauf vertrauen, dass jedes Bild perfekt scharf gelingt. Also muss ich lediglich die beste Pose auswählen. Und nicht zu vergessen: Nicht nur die Motive bewegen sich. Auch ich kann mich rückwärts bewegen, umherlaufen und trotzdem gestochen scharfe Fotos schießen. So muss ich mir nur noch Gedanken um meine eigene Kreativität bei den Aufnahmen machen.“
Der leistungsstarke Autofokus ist bei der Arbeit mit großen Blenden unverzichtbar, meint Cristiano und ist besonders angetan von den Objektiven FE 35mm f/1.4 GM, FE 50mm f/1.2 GM und FE 12-24mm f/2.8 GM. „Ich arbeite mit breiteren Objektiven, denn ich will auch die Landschaft rund um die Personen einfangen, nutze aber die maximalen Blendenöffnungen, um eventuelle Ablenkungen im Hintergrund besser zu kontrollieren. Auch wenn die Motive dank des kontinuierlichen Autofokus stets perfekt scharf abgebildet werden.“
Die wichtigsten Motive sind natürlich Braut und Bräutigam. „Sie stehen im Mittelpunkt, sind jedoch keine Models – und erstarren nicht selten vor der Kamera. Sie wünschen sich tolle Bilder, sind mitunter aber scheu oder nervös. Im Vorfeld und am Tag der Hochzeit sprechen wir miteinander und ich gebe ihnen Tipps, wie sie posieren oder ihre Hände bewegen sollen … wirkt es aber zu ‚gestellt‘, ändern wir den Kurs und probieren etwas anderes.“ In solchen Situationen ändert er den Stil seiner Hochzeitsaufnahmen in einen dokumentarischeren und unbefangeneren Ansatz, um den Druck zu nehmen.
Am Comer See kennt Cristiano noch einen weiteren Trick für fantastische Aufnahmen. „Wir fotografieren fast immer auf einem Boot auf dem Wasser, wodurch sich das Paar gleich wohler fühlt – das ist lustig und energiegeladen und lässt sie das Posieren vergessen. Außerdem bewegt der Wind in Ufernähe den Schleier der Braut und sorgt so für Tiefe und faszinierende Konturen. Selbstverständlich wollen die Paare auch Panoramabilder, denn nicht umsonst haben sie sich für den jeweiligen Ort entschieden. Sie wollen keine Nahaufnahmen, die man überall hätte aufnehmen können. Der Schauplatz ist ein ebenso wichtiger Hochzeitsgast!“
Hätte sich Cristiano also schon zu Beginn seiner Fotografenlaufbahn so leistungsstarke Kameras wie die Alpha 1 und Alpha 9 II gewünscht? „Das ist eine schwere Frage“, meint er, „denn gerade die früher üblichen Schwierigkeiten mit den Kameras machen einen bedeutenden Teil meines Erfahrungsschatzes aus. Bei der Arbeit braucht man allerdings etwas Leichtes in der Hand, und bei professionellen Aufnahmen muss man schnell sein. Die Sony Kameras von heute sind toll. Sie sind ein Werkzeug – in meinen Augen sogar das beste – und können viele Probleme lösen. Unter dem Strich können Fotografen damit ihrer Kreativität freien Lauf lassen, und das finde ich super.“
„Somit“, sagt er abschließend, „helfen mir die Alpha Kameras, mehr zu leisten. Selbst unter schwierigsten Hochzeitsbedingungen habe ich gelernt, dass ich mich antreiben muss. Meine Kunden erwarten etwas Wunderbares, also versuche ich stets, noch kreativer zu werden und bessere Fotos zu schießen. Heutzutage, mit all der uns zur Verfügung stehenden Technik, liegt die wahre Herausforderung darin, kreativ zu sein – alles, was dabei hilft, ist unverzichtbar.“
„Mein bestes Foto ist das, das ich noch nicht gemacht habe.“