Artikel-ID : 00163893 / Zuletzt geändert : 24/05/2017

Was ist die Wireless-LAN-Verschlüsselung und warum wird sie verwendet?

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Wireless LAN-Verschlüsselung dient zum Schutz Ihres drahtlosen Netzwerks mit einem Authentifizierungsprotokoll, das ein Kennwort oder einen Netzwerkschlüssel erfordert oder wenn ein Benutzer oder Gerät versucht, eine Verbindung herzustellen. Wenn Ihr WLAN-Netzwerk nicht mit irgendeiner Art der Verschlüsselung gesichert ist, können unbefugte Benutzer Zugriff auf Ihr Netzwerk und Ihre persönliche Daten erhalten oder Ihre Internetverbindung für bösartige oder illegalen Aktivitäten verwenden. Außerdem können Ihre Netzwerkgeschwindigkeit oder die Leistung beeinträchtigt werden, wenn Menschen Ihr Netzwerk ohne Ihr Wissen verwenden.

Im Folgenden finden Sie nähere Informationen über die verschiedenen Wireless LAN-Verschlüsselungstypen, wie zum Beispiel WEP, WPA und WPS, die auf den meisten Wi-Fi-fähigen Geräten, Adaptern und Routern unterstützt werden.

HINWEISE:

  • Ältere WLAN-Routen und Adapter unterstützen möglicherweise nicht alle Verschlüsselungstypen. In der Dokumentation des drahtlosen Geräts finden Sie Hinweise zu den unterstützten Verschlüsselungsprotokollen.
  • Je nach Hersteller des WLAN-Routers ist der Standard-Verschlüsselungsschlüssel eventuell an der Unterseite des Routers oder in der Bedienungsanleitung angegeben.
  • Wenn Sie Ihren eigenen Verschlüsselungsschlüssel erstellt haben, können Sie durch Anmelden bei der Router-Konfigurationsseite danach suchen. Wenn Sie den Verschlüsselungsschlüssel immer noch nicht finden können, wenden Sie sich an den Hersteller des WLAN-Routers für Unterstützung.

WEP: Wired Encryption Privacy oder Wired Encryption Protocol

  • Verschlüsselungstyp:
    • 64 Bit: Diese Konfiguration erfordert ein 10 stelliges Kennwort bei Verwendung hexadezimaler Zeichen (0-9 und A-F) Zeichen oder 8 Zeichen bei der Verwendung von ASCII-Zeichen.
    • 128 Bit: Diese Konfiguration erfordert ein 26 stelliges Kennwort bei Verwendung hexadezimaler Zeichen oder 14 Zeichen bei der Verwendung von ASCII-Zeichen.
  • Vorteile:
    • Leicht zu konfigurieren.
    • Vielfach unterstütztes Sicherheitssystem.
    • Sichert Ihr drahtloses Netzwerk besser als keine Verschlüsselung.
  • Nachteile:
    • Nicht vollständig sicher.
    • Andere Verschlüsselungsprotokolle sind sicherer.

WPA und WPA2: Wi-Fi Protected Access

  • Verschlüsselungstyp:
    • TKIP Temporal Key Integrity Protocol
    • PSK: Pre-shared Key oder Persönlicher Modus. 256-Bit-Verschlüsselung, die ein Kennwort mit 64 Hexadezimalzeichen oder eine Passphrase mit 8 bis 63 ASCII-Zeichen erfordert.
    • EAP: Extensible Authentication Protocol
  • Vorteile:
    • Leicht zu konfigurieren.
    • Starke Verschlüsselung.
    • Leicht zu verwalten.
  • Nachteile:
    • Wird nicht von allen Geräten unterstützt.

WPS: Wi-Fi Protected Setup

  • Vorteile:
    • WPS kann zur automatischen Konfiguration eines drahtlosen Netzwerks mit einem Netzwerknamen (SSID) und einem starken WPA-Schlüssel für Authentifizierung und Datenverschlüsselung verwendet werden.
    • WPS unterstützt verschiedene Wi-Fi-zertifizierte 802.11-Produkte, darunter Access Points, WLAN-Adapter, Wi-Fi-Telefone und andere Geräte der Unterhaltungselektronik.
    • Sie müssen die SSID oder den Sicherheitsschlüssel oder die Passphrase beim Herstellen einer Verbindung mit WPS-fähigen Geräten nicht kennen.
    • Der Sicherheitsschlüssel bzw. die Passphrase wird nach dem Zufallsprinzip generiert, damit niemand sie erraten kann.
    • Es müssen keine vorhersehbare Passphrases oder lange Sequenzen von hexadezimalen Zeichen eingegeben werden.
  • Nachteile:
    • Ad-hoc-Modus, in dem WLAN-Geräte direkt miteinander ohne einen Access Point kommunizieren, wird nicht unterstützt.
    • Alle Wi-Fi-Geräte im Netzwerk müssen WPS-zertifiziert oder kompatibel sein, da sie sonst nicht die Vorteile der Benutzerfreundlichkeit beim Schutz des Netzwerks nutzen können.
    • Aufgrund der langen Sequenzen hexadezimaler Zeichen, die durch die WPS-Technologie erzeugt werden, ist es schwierig, ein Nicht-WPS-Client-Gerät mit dem Netzwerk zu verbinden.
    • Diese Technologie ist relativ neu, sodass nicht jeder Hersteller WPS unterstützt.
  • Wie wird WPS verwendet?
    • Methode mit PIN (Personal Identification Number): Eine PIN muss entweder von einem Etikett oder der Internet-Schnittstelle des WPS-Geräts abgelesen werden. Diese PIN wird am Access Point oder auf dem Client-WPS-Gerät eingegeben, um die Verbindung herzustellen.
    • Methode mit PBC (Push Button Configuration): Drücken Sie einfach eine Taste (physisch oder virtuell) auf beiden WPS-Geräten, um die Verbindung herzustellen.