Der zwanzigjährige Gamander López ist Natur- und Tierfotograf, Dokumentarfilmer und angehender Biologiestudent. Als Kind nahm seine Mutter ihn auf lange Spaziergänge mit und weckte so seine Leidenschaft für die Natur. Mit zehn Jahren bekam er seine erste Kamera und ohne sich groß Gedanken zu machen, begann er damit, Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu fotografieren und zu filmen. Seit 2020 lädt er seine Arbeiten in den sozialen Medien hoch – auf TikTok hat er bereits eine Followerschaft von mehr als 7 Millionen aufgebaut. Wir haben Gamander gebeten, das neue 70–200mm f/2.8 G Master II Objektiv zu testen. Hier berichtet der engagierte Naturfilmer, der seine spektakulären Fotos und Videos von Vögeln und anderen Tieren mit einer Sony Alpha 1 aufnimmt, von seinen Erfahrungen mit dem neuen Objektiv und was ihn daran am meisten begeistert.
Gamander:
Bevor ich für meine Naturaufnahmen Sony Objektive verwendet habe, hatte ich die Sony Alpha 7 III mit Objektiven von Drittanbietern kombiniert. Ich war mit der Bildqualität im Allgemeinen zufrieden, hatte aber Probleme mit dem Autofokus. Ich erinnere mich an eine Situation, in der ein Fuchs auf mich zulief und mir kein einziges scharfes Bild gelang. Bald darauf bekam ich das original FE 70–200mm f/2.8 GM in die Hände und meine Ergebnisse verbesserten sich deutlich. Als ich dann auf die Alpha 1 umsteigen konnte, war der Leistungsunterschied erstaunlich. Nur bei den allerkleinsten Vögeln blieb das Bild gelegentlich verschwommen.
Daher war ich natürlich gespannt, wie die aktualisierte Version des Objektivs die kleinen Vögel in meiner Gegend einfangen würde.
Die ergonomischen Eigenschaften des Objektivs haben mich sofort beeindruckt. Die Anordnung der Tasten gefällt mir sehr und der Zoomring ist wunderbar leichtgängig. Eine meiner Lieblingsfunktionen ist der interne Zoom, denn da es sich um einen internen Mechanismus handelt, ändert sich die Länge nicht. Das ist ein enormer Vorteil, weil sich die Kamera leicht auf einem Gimbal oder Videokopf ausbalancieren lässt und ich heran- und herauszoomen kann. Vor allem in Situationen, in denen ich im Bruchteil einer Sekunde reagieren muss, ist das sehr wichtig – und es macht die Tierfotografie schließlich aus. Außerdem ist das neue GM Objektiv herrlich leicht und kompakt. Als ich es zum ersten Mal in den Händen hielt, hat mich das leichte Gewicht wirklich überrascht. Bei langen Shootings ist das eine große Erleichterung – vor allem natürlich für meinen Rücken!
Die Schärfe ist beeindruckend: Es gibt keine merklichen Verzerrungen oder weichen Kanten. Doch dies war etwas, das ich schon bei meiner ursprünglichen Version festgestellt hatte – ich habe also nichts anderes erwartet! Begeistert haben mich die Verbesserungen, die am Autofokus vorgenommen wurden, sowohl in Bezug auf die Geschwindigkeit als auch auf die Genauigkeit.
Ich kann mit dem Tracking-Autofokus einen sitzenden Vogel anvisieren, egal wie klein er ist, und meine Alpha 1 verfolgt ihn zuverlässig – auch wenn er auf mich zufliegt. Die kleineren Vögel bewegen sich sehr schnell, doch mit der Kombination aus Alpha 1 und 70–200mm Mk II ist jede einzelne Aufnahme selbst bei 30 Bildern pro Sekunde gestochen scharf.
Bei Videoaufnahmen gefällt mir außerdem die Möglichkeit, durch Antippen des Bildschirms ein Motiv durch den Autofokus verfolgen zu können. Das gestaltet den Prozess deutlich entspannter. Oft muss ich mich sehr darauf konzentrieren, den Fokuspunkt auf dem Motiv zu halten oder sogar manuell scharfzustellen. Wenn ich jedoch den Tracking-Autofokus im Videomodus aktiviert habe (was bei Motiven vor neutralem Hintergrund am besten funktioniert), kann ich mich auf die Bildkomposition konzentrieren und das Verhalten des Tiers beobachten.
Das neue Objektiv ist wirklich fantastisch und schnell zu einem Werkzeug geworden, das ich nicht mehr missen möchte.
Gamander López ist Natur- und Tierfotograf, Dokumentarfilmer und angehender Biologiestudent.