Einzelner Lappentaucher gleitet über einen See

Der frühe Vogel

Andreas Hemb

Es ist früh am Morgen in der Region Södermanland in Schweden. Eine kürzlich eingetroffene Population an Zugvögeln, Haubentaucher und Ohrentaucher, startet in den Tag und badet in den südlichen Seen und in den pastellfarbenen Schatten kurz vor Sonnenaufgang. Das Licht ist wunderbar, aber an diesem Aprilmorgen ist es immer noch ziemlich kalt. Den Vögeln macht das natürlich nichts aus, der Tierfotograf Andreas Hemb ist durch die Kälte jedoch ein bisschen eingeschränkt. Er schaukelt auf der Wasseroberfläche des Sees in seinem Versteck und grinst: „In dieser Jahreszeit kann ich vielleicht maximal eine Stunde auf dem Wasser bleiben. Aber es lohnt sich. Die Vögel kommen im März hier an. Sie suchen ein gutes Nest, schützen es vor Rivalen, sie balzen, ziehen die Jungvögel auf, bis sie stark genug sind, um dann im September oder Oktober weiterzuziehen. Ich versuche, dieses Jahr den gesamten Kreislauf zu dokumentieren.“

Lappentaucher mit einem Fisch im Schnabel

© Andreas Hemb | Sony α1 + FE 400mm f/2.8 GM OSS + 1.4x Teleconverter | 1/1000s @ f/4.0, ISO 800

Wie bei vielen Fotothemen und -motiven bringt der frühe Morgen oft die besten Ergebnisse. Andreas sieht das genauso, und auf dem Wasser ist diese Tageszeit vielleicht sogar noch faszinierender, mit Reflexionen, die die Farbe des Morgengrauens zurückwerfen und eine unglaubliche Vielfältigkeit bieten. „Durch das wechselnde Licht kann man viele unterschiedliche Stimmungen einfangen, manchmal innerhalb von Minuten“, erklärt er, „vom Glühen kurz vor Sonnenaufgang bis hin zu weichem Hintergrundlicht. Sogar direktes Licht ist schön, wenn es früh genug ist. Am wichtigsten aber ist, dass die Vögel früh am Morgen aktiver sind und mehr Zusammenspiel zu sehen ist.“

2 Lappentaucher mit verschränkten Schnäbeln

© Andreas Hemb | Sony α1 + FE 400mm f/2.8 GM OSS + 1.4x Teleconverter | 1/1000s @ f/5.0, ISO 400

Eine Kamera, die hilft, Chancen zu nutzen – so könnte Andreas‘ neueste Sony α Kamera, die α1, treffend beschrieben werden. „Die Art und Weise, wie sie die besten Funktionen der Kameras von Sony kombiniert, bietet einen großartigen Vorteil“, erklärt Andreas. „Sie ermöglicht verdunklungsfreie Aufnahmen und Fokusgeschwindigkeit und eine enorme Auflösung. Diese Kombination ist unglaublich hilfreich und unterstützt meine Arbeit hier draußen auf dem kalten Wasser.“

Der Nachführungsmodus für Vogelaugen der α1, der auf der legendären AF-Leistung der α9 Serie aufbaut, ist eindeutig ein herausragendes Feature für Andreas.

Alles, was ich als Fotograf tun muss, ist, den Vogel im Sucher zu behalten und bereit zu sein, wenn etwas passiert“, so Andreas. „Die Nachführung findet das Auge oder den Kopf und bleibt darauf. Es ist beeindruckend, wenn man bedenkt, dass sich diese Tiere drehen, herumspritzen oder von einer ansteigenden Welle verdeckt sein können. Die Nachführung verliert den Fokus nie.“
2 kämpfende Lappentaucher im Wasser

© Andreas Hemb | Sony α1 + FE 400mm f/2.8 GM OSS + 1.4x Teleconverter | 1/1000s @ f/5.0, ISO 200

Hat er bei so vielen unterschiedlichen Vogelarten keine Sorge, dass es bei manchen Motiven funktioniert und bei anderen nicht? „Nicht wirklich“, sagt Andreas lächelnd. „Selbst wenn ein Auge aus irgendwelchen Gründen nicht zu erfassen ist oder die Bedingungen ungünstig sind, wie bei schwachem Licht oder Hintergrundbeleuchtung, weiß ich, dass der Modus stattdessen den Kopf nimmt und ihm folgt. Ich habe das bei den Lappentauchern, bei Schwänen, Enten und vielen anderen Vogelarten probiert und bisher hat es immer funktioniert.“

Eine weitere Funktion, die er unbedingt testen und einsetzen wollte, ist der 30 FPS-Burst-Modus der α1. „Auch wenn ich normalerweise im Serienmodus fotografiere, habe ich festgestellt, dass die zusätzlichen 10 FPS wirklich entscheidend sein können bei meinen Aufnahmen über das Verhalten der Vögel“, erzählt er. „Wenn der Vogel läuft oder fliegt, macht das keinen so großen Unterschied. Aber diese Lappentaucher versuchen, sich gegenseitig unter Wasser zu drücken, wenn sie kämpfen, und ich konnte genau den Moment erwischen, als das Auge unter Wasser ging. Das wäre mir mit 20 FPS eher nicht gelungen. Solche Augenblicke sind besonders. Dasselbe gilt für den elektronischen Sucher mit 240 FPS, der eine weichere, natürlichere Ansicht sich schnell bewegender Motive ermöglicht, sodass sie leichter zu verfolgen sind.“

Lappentaucher im niedrigen Flug über den See

© Andreas Hemb | Sony α1 + FE 400mm f/2.8 GM OSS + 1.4x Teleconverter | 1/1000s @ f/4.0, ISO 320

Die Seen in Södermanland erwärmen sich im Juni und Juli, das Wasser wird angenehmer und Andreas kann längere Zeit fotografieren. Aber ihm ist bewusst, dass seine Zeit, den jährlichen Zug der Lappentaucher einzufangen, abläuft. „Bald ziehen sie zurück in den Süden von Europa oder weiter. In der Zeit, die bleibt, versuche ich, eine Vielzahl an Bildern aufzunehmen, Porträts, Action-Aufnahmen und weitere Motive, die ihre Umgebung zeigen. Das ist wirklich wichtig, um einem Projekt wie diesem Struktur zu geben.“

Lappentaucher, der sich gleich in die Luft erhebt

© Andreas Hemb | Sony α1 + FE 400mm f/2.8 GM OSS + 1.4x Teleconverter | 1/1000s @ f/4.0, ISO 800

Besteht die Möglichkeit, dass Andreas selbst „nach Neuem sucht“? „Nein, ich bleibe bei Sony“, lacht er. „Das sind die Kameras, mit denen ich meine Lieblingsaufnahmen fotografiert habe. Die Bilder, die das Verhalten dokumentieren, diese eine oder zwei Sekunden plötzlicher, kraftvoller Lebhaftigkeit beim Balzen oder Kämpfen oder sogar beim Füttern der Jungvögel, sie definieren die Vogelart und den Fotografen. Ich versuche immer, bei solchen Momenten dabei zu sein, und ich würde sie nicht verpassen wollten. Und mit der α1 verpasse ich sie auch nicht.“

Vorgestellte Produkte

Andreas Hemb

Andreas Hemb | Sweden

„Ein Bild kann so viel mehr sein als die bloße Wiedergabe unserer Umgebung. Ich versuche, den dokumentarischen Aspekt der Fotografie zu überwinden; ein Bild sollte Gefühle vermitteln.“

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