Ich bin freiberuflicher Fotograf und in allen Genres unterwegs – von der Landschafts-, Hochzeits- und Sportfotografie bis hin zur Werbung. Und weil meine Arbeit so viele unterschiedliche Stilrichtungen umfasst, ist auch die Wahl meiner Objektive entsprechend vielfältig.
Ich habe keine Lieblingsbrennweite und ich ziehe auch nicht ein Zoomobjektiv einem Objektiv mit Festbrennweite vor oder umgekehrt. Ich möchte mich nicht einschränken, indem ich mich für verschiedene Genres auf bestimmte Objektive festlege. Wenn ich arbeite, nehme ich alle meine Objektive mit, sodass ich von 16 mm bis 400 mm alles parat habe.
Es ist unglaublich, was Sony bei den G Master Objektiven in puncto Größe und Gewicht erreicht hat. Da ich gerne alle meine Objektive zur Hand habe, möchte ich mich nicht entscheiden müssen, welches ich aufgrund von Gewicht oder Größe zu Hause lasse. Das Großartige an den Modellen der GM Serie ist, dass man keine Kompromisse eingehen muss und sie trotz ihres geringen Gewichts eine beeindruckende Helligkeit bieten. Sicher könnte man noch ein paar Gramm einsparen, indem man langsamere Objektive mit einer Blende von f/4 verwendet, doch das ist nicht wirklich notwendig.
In diesem Artikel möchte ich mich jedoch auf eine Neuanschaffung konzentrieren: das FE 50mm f/1.2 GM.
Eine meiner Lieblingsfunktionen der G Master Objektive ist die Möglichkeit, bei maximaler Blende weit offen zu fotografieren, ohne dass Schärfe oder Leistung darunter leiden. Ich fotografiere seit 2006 und habe seitdem schon viele Objektive erlebt, mit denen man nicht bei voller Blendenöffnung fotografieren konnte. Ich meine, es war zwar möglich, doch das Bild war weich und ich musste abblenden, um Schärfe und Definition zu erhalten. Das 50mm f/1.2 hingegen ist für mich ein absolutes Wunder – und zwar so sehr, dass ich tatsächlich dazu neige, immer bei f/1.2 zu fotografieren. Die Schärfe ist über das gesamte Bild hinweg einfach fantastisch und das Bokeh ist so weich, dass es beinahe unwirklich wirkt.
Mit einer vollständig geöffneten Blende steigen natürlich auch die Anforderungen an die Genauigkeit und Geschwindigkeit der Fokussierung. Es ist schön, eine geringe Schärfentiefe zu haben, doch wenn das Objektiv nicht richtig fokussieren kann, erhält man eine Menge weicher Bilder. Wenn ich Ihnen sage, dass die Anzahl der weichen Bilder bei GM Objektiven praktisch Null ist, werden Sie mir das wahrscheinlich nicht glauben. Deshalb empfehle ich Ihnen, es selbst auszuprobieren. Doch eine Warnung vorweg: Wenn Sie erst einmal ein Objektiv aus der GM Serie ausprobiert haben, werden Sie nie wieder zurück wollen.
Das einzige Problem, das mir mit meinen Sony G Master Objektiven je untergekommen ist, besteht in der Tatsache, dass nicht gelungene Aufnahmen nicht auf die Ausrüstung zurückzuführen sind, sondern auf den Fotografen.
Jakub ist freiberuflicher Fotograf und in allen Genres unterwegs – von der Landschafts-, Hochzeits- und Sportfotografie bis hin zur Werbung.