mann an einem see unter polarlicht

Spektakuläres Polarlicht

Mads Peter Iversen

„Es fühlt sich an, als läge das ganze Universum direkt vor einem“, erzählt der dänische Fotograf Mads Peter Iversen. Im Laufe seiner Karriere als Landschaftsfotograf konnte er dieses Naturschauspiel schon viele Male bestaunen und festhalten. Und doch stimmt es ihn noch immer demütig und erinnert uns daran, wie klein unser Planet und seine Bewohner doch sind.

bootssteg an einem see unter polarlicht © Mads Peter Iversen | Sony α7R V + FE 14mm f/1.8 GM | 2s @ f/1.8, ISO 6400

Wenn Mads mit seiner Sony Alpha 7R V loszieht, dann ist das bereits der letzte Schritt in seinem Prozess, die Nordlichter einzufangen. „Als Landschaftsfotograf muss ich stets neue Standorte auskundschaften“, sagt Mads. „Einige Standorte eignen sich besser als andere, um die Nordlichter zu fotografieren. Generell sind die Nordlichter besser in nördlicher Richtung zu sehen. Deshalb müssen Komposition und Vordergrund so ausgerichtet werden, dass sie mit Blick von Süden nach Norden sichtbar sind. Außerdem ist es wichtig, in der Komposition Platz von Osten nach Westen zu lassen, für den Fall, dass die Lichter plötzlich ringsum explodieren.“

mann an einem see unter polarlicht © Mads Peter Iversen | Sony α7R V + FE 14mm f/1.8 GM | 6s @ f/1.8, ISO 6400

Um dieses Naturphänomen in einen landschaftlichen Kontext zu setzen, arbeitet Mads in der Regel mit Superweitwinkelobjektiven. „Ich verwende das Sony FE 14mm f/1.8 GM und das 20mm f/1.8 G, denn damit kann ich die Nordlichter in eine Komposition in der Landschaft integrieren. Wenn die Lichter aktiv sind und einen Großteil des Himmels einnehmen, nutze ich das 14-mm-Objektiv. Sind sie etwas konzentrierter, also beispielsweise nur im Norden zu sehen, verwende ich das 20-mm-Objektiv.“

Das Hauptmerkmal der beiden Objektive ist die Blendenöffnung von f/1.8, durch die viel Licht den Sensor erreicht. Für Mads ist es jedoch wichtig, dass es sich um G-Objektive handelt, denn diese Qualitätsmarke garantiert gestochen scharfe Bilder bis zum Bildrand. „Solche Objektive eignen sich perfekt für die Astrofotografie“, fährt Mads fort. „Das heißt, sie sind derart scharf, dass alle Sterne deutlich zu erkennen sind.“

baum, der sich vor spektakulärem polarlicht abhebt © Mads Peter Iversen | Sony α7R V + FE 14mm f/1.8 GM | 2.5s @ f/1.8, ISO 6400

Wie Mads die Belichtung seiner Alpha 7R V einstellt, hängt davon ab, wie schnell sich die Nordlichter bewegen, aber er beginnt immer auf gleiche Weise. „Normalerweise starte ich mit einer ISO-Empfindlichkeit von 3200 und verwende die maximale Blendenöffnung von f/1.8.“ Seine langjährige Erfahrung hat ihn gelehrt, dann eine anfänglich fünfsekündige Verschlusszeit zu verwenden. „Davon ausgehend verwende ich das Histogramm auf meiner Alpha 7R V, um zu überprüfen, ob ich über- oder unterbelichte. Ich kann die Empfindlichkeit auf ISO 6400 erhöhen, um eine schnellere Verschlusszeit zu nutzen und die Lichter stärker einzufrieren. In der Regel arbeite ich jedoch zwischen ISO 1600 und 6400 und mit möglichst schneller Verschlusszeit.“

„Das Ganze ähnelt einem Tanz zwischen Fotograf, Kamera und den Polarlichtern, bei dem die Einstellungen und mitunter auch die Komposition konstant geändert und an das Verhalten der Nordlichter angepasst werden müssen.“

Im Oktober 2024 hatte Mads Gelegenheit, die Nordlichter in Dänemark in einer eindrucksvollen Darbietung zu fotografieren, wie sie sich in Europa normalerweise nicht so weit südlich zeigt. „Es war einfach magisch“, erinnert er sich. „Die Nordlichter zeigen sich hier ein paar Mal im Jahr, aber in dieser Nacht war es wie eine schiere Explosion. An diesem Schauplatz fühlte ich mich wie ein Kind im Süßwarenladen.“

windmühle, die sich vor dem polarlicht abhebt © Mads Peter Iversen | Sony α7R V + FE 14mm f/1.8 GM | 2s @ f/1.8, ISO 4000

In dieser Nacht schoss Mads Fotos von einer Windmühle, deren Umriss sich beeindruckend vor den lebendigen Farben der Lichter am Himmel darüber und dahinter abhob. „Ich nutzte das ausklapp- und neigbare Display der Alpha 7R V, sodass ich bequem aus einem flachen Winkel nach oben zur Windmühle und zum Himmel fotografieren konnte. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen ist dieses Display eine der großartigen Funktionen der Kamera für Landschafts- und Astrofotografen.“

Die atemberaubenden Bilder, die Mads in dieser Oktobernacht aufgenommen hat, zeigen deutlich, wie viel Spaß es macht, die Nordlichter zu fotografieren. Es ist ein tolles Gefühl, die fertigen Bilder zu sehen, nachdem so viel Planung und Vorbereitung in ein Shooting geflossen sind.

windmühle, die sich vor grünem Polarlicht abhebt © Mads Peter Iversen | Sony α7R III + FE 20mm f/1.8 G | 3.2s @ f/1.8, ISO 3200

„Ich behalte stets die Kurz- und Langzeitvorhersagen der Sonnenaktivität im Auge“, meint Mads. „Je stärker die Sonnenwinde und die Sonnenaktivität, desto höher die Chancen, die Nordlichter zu sehen. Aber auch das Wetter muss passen. Ist es bewölkt, sind die Lichter nicht zu sehen, da sie sich höher in der Erdatmosphäre befinden. Deshalb sind eine gute Planung und das Warten auf die richtigen Bedingungen unverzichtbar. Aber wie sich die Darstellung entwickelt, weiß man erst, wenn man selbst vor Ort ist und die Aufnahmen macht.

Für Mads ist es ein magisches Erlebnis und er sagt abschließend: „Wenn alles stimmt, wird man gleich doppelt belohnt – man kann den Moment erleben und ihn zudem in einem Bild an einem besonderen Ort festhalten.“

Vorgestellte Produkte

Für α Universe-Newsletter registrieren

Glückwunsch! Sie haben sich erfolgreich für den α Universe-Newsletter angemeldet.

Geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Entschuldigung! Es ist etwas schief gelaufen.

Glückwunsch! Sie haben sich erfolgreich angemeldet.