lisa sihlberg mit ihrer sony α kamera und dem sel100400mc

Präzision in freier Wildbahn

Lisa Sihlberg

Von dem Moment an, als ich das Sony FE 100-400 mm f/4.5 GM OSS zum ersten Mal auspackte, war ich sofort von seinem schlanken, professionellen Design und seinem überraschend leichtem Gewicht beeindruckt. Das Objektiv lag angenehm und gut ausbalanciert in meinen Händen, was meine Vorfreude darauf, es im Feld einzusetzen, noch mehr steigerte – insbesondere um Vögel und andere Tiere in ihrer natürlichen Mitte zu fotografieren.

© Lisa Sihlberg

Durch solch abgelegene Gebiete zu reisen, in denen tiefe Stille herrscht, ist in unserer hektischen Welt ein seltener Luxus. Für mich geht es bei Landschaftsfotografie darum, mich loszulösen und zu befreien – und wenn ich in die Natur eintauche, wird alles andere langsamer. Als Tierfotografin bin ich immer auf der Suche nach den seltenen, flüchtigen Momenten, die die ganze Essenz der Natur ausdrücken – also nach den Sekundenbruchteilen, die eine Geschichte erzählen, ein Verhalten enthüllen oder die Schönheit einer Spezies in ihrer natürlichen Umgebung zeigen. Um diese Momente einzufangen, muss ich gut vorbereitet sein und mich voll und ganz auf meine Ausrüstung verlassen können. Mit dem FE 100-400 mm f/4.5 GM OSS in Kombination mit meiner Sony α 1 war ich zuversichtlich, dass ich für alles, was der schwedische Frühling bereithielt, gut gerüstet war.

eine kohlmeise mit laub im schnabel © Lisa Sihlberg | Sony α1 + FE 100-400mm f/4.5 GM OSS | 1/1250s @ f/4.5, ISO 2000

Ich habe eine ganze Woche damit verbracht, dieses Objektiv auf Herz und Nieren zu testen, während ich das rege Leben der Vögel an der schwedischen Westküste dokumentierte, die ihre Nester bauten und Familien gründeten. In den frühen, frischen Morgenstunden aufzubrechen, gab mir nicht nur die nötige Ruhe, sondern auch die Gelegenheit, Vögel in dem sanften, schmeichelhaften Licht zu fotografieren, das für Tieraufnahmen so wichtig ist. Um sie so wenig zu stören wie möglich, habe ich hauptsächlich mit 350–400 mm fotografiert und war wirklich beeindruckt von der allumfassenden Schärfe dieses Objektivs – selbst bei handgeführten Aufnahmen. Die Klarheit und Detailgenauigkeit jedes einzelnen Bildes war bemerkenswert und machten es mir möglich, komplizierte Federmuster und subtile Ausdrücke einzufangen.

taube starrt auf eine blume © Lisa Sihlberg | Sony α1 + FE 100-400mm f/4.5 GM OSS | 1/1250s @ f/4.5, ISO 640

Eines der herausstechenden Merkmale des FE 100-400 mm f/4.5 GM OSS ist das schnelle und zuverlässige AF-Tracking. Mit seinen drei konfigurierbaren Tracking-Modi konnte ich mich schnell an verschiedene Szenarien anpassen – sei es ein kleiner Vogel, der zwischen den Ästen hindurchflitzte, oder ein Gänseschwarm, der schnell über den Himmel flog. Der Autofokus hat Motive mit beeindruckender Geschwindigkeit und Genauigkeit erfasst, selbst in schwierigen Umgebungen mit dichtem Laub oder schnell wechselnden Lichtverhältnissen. Ich erinnere mich an einen bestimmten Morgen, als es mir gelang, mit dem 400 mm eine Gruppe Gänse im Flug zu tracken und zu fotografieren. Der Autofokus blieb auf ihre Augen gerichtet und folgte nahtlos ihrer Bewegung über den hellen Himmel – eine Aufgabe, mit der viele andere Objektive zu kämpfen hätten.

vogel im flug mit ausgebreiteten flügeln © Lisa Sihlberg | Sony α1 + FE 100-400mm f/4.5 GM OSS + 2x Teleconverter | 1/2000s @ f/9.30, ISO 640

Die leichte Konstruktion und der interne Zoom-Mechanismus des Objektivs machen es besonders praktisch für das Fotografieren von Vögeln im Flug. Die konstante Blende von f/4.5 sorgte für eine gleichmäßige Belichtung und eine angenehme Hintergrundtrennung, selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen in feuchten Umgebungen kurz vor Sonnenaufgang. Mir hat auch der interne Filtereinschub gefallen, mit dessen Hilfe ich mich leicht an reflektierende Umgebungen wie Seen oder Ozeane anpassen konnte, ohne ständig die Objektivkappe entfernen und Filter am Frontelement anbringen zu müssen. Diese Funktion erwies sich bei kalten oder anspruchsvollen Aufnahmen als unverzichtbar, da sie mir ermöglichte, meinen Workflow zu optimieren und mich voll und ganz darauf zu konzentrieren, den Moment einzufangen.

vogel auf einem ast kurz vor abflug © Lisa Sihlberg | Sony α1 + FE 100-400mm f/4.5 GM OSS | 1/3200s @ f/4.5, ISO 1000

Für weiter entfernte oder flüchtigere Motive experimentierte ich sowohl mit dem 1,4-fach- als auch mit dem 2-fach-Telekonverter. Die Ergebnisse waren beeindruckend, egal ob ich Porträts oder Actionsequenzen aufnahm. Der AF mit Augenerkennung und das schnelle Tracking blieben auch mit den angebrachten Telekonvertern sehr effektiv. Der 2-fach-Telekonverter erzeugte bei Porträtaufnahmen aus nächster Nähe ein wunderschönes Bokeh; und auch wenn dabei etwas Licht verloren ging, war das im weichen Licht des frühen Morgens leicht zu bewältigen. Dank dieser Flexibilität konnte ich ein breiteres Spektrum an Motiven aufnehmen, ohne Abstriche bei der Bildqualität oder Reaktionsfähigkeit machen zu müssen.

zwei vögel stehen auf einem felsen in der mitte eines sees © Lisa Sihlberg | Sony α1 + FE 100-400mm f/4.5 GM OSS | 1/1250s @ f/5.6, ISO 640

Was mir am meisten aufgefallen ist, war die Fähigkeit des Objektivs, klare, scharfe Bilder mit minimaler Verzerrung oder chromatischer Aberration zu machen – und das selbst bei vollem 400-mm-Zoom. Für einen Fotografen, der so nah wie möglich an Wildtiere herankommen möchte, ohne ihr natürliches Verhalten zu stören, ist eine zuverlässige Leistung bei maximaler Brennweite unerlässlich – und dieses Objektiv hat meine Erwartungen jedes Mal erfüllt. Diese Bildqualität gab mir das Selbstvertrauen, über meine kreativen Grenzen hinauszugehen und mit verschiedenen Kompositionen und Perspektiven zu experimentieren.

ein hase sitzt regungslos im wald © Lisa Sihlberg | Sony α1 + FE 100-400mm f/4.5 GM OSS | 1/1250s @ f/4.5, ISO 1000

Obwohl ich normalerweise ein Stativ dabei habe, bevorzuge ich es oft, mit handgeführter Kamera zu fotografieren, weil ich mich dabei schnell bewegen und meine Position oder meinen Winkel nach Bedarf anpassen kann. Diese Flexibilität ist entscheidend, wenn man unberechenbaren Wildtieren folgt, und die Kombination aus meiner Sony α 1 und dem FE 100-400 mm f/4.5 GM OSS gewährleistete ein nahtloses Aufnahmeerlebnis. Ich fühlte mich nie überlastet oder müde und war immer bereit, spontane Momente festzuhalten, während sie sich entfalteten.

eichhörnchen klammert sich an einen ast © Lisa Sihlberg | Sony α1 + FE 100-400mm f/4.5 GM OSS | 1/1600s @ f/4.5, ISO 4000

Normalerweise würde ich sagen, dass das Sony FE 200-600 mm f/5.6-6.3 G OSS und das FE 70-200 mm f/2.8 GM OSS II meine Lieblingsobjektive für die Tierfotografie sind. Doch nachdem ich mit dem FE 100-400 mm f/4.5 GM OSS gearbeitet habe, bin ich mir absolut sicher, dass dieses Objektiv bei zukünftigen Expeditionen – entweder allein oder in Kombination mit einem 2-fach-Telekonverter – alle meine Anforderungen an hochwertige, zuverlässige Aufnahmen erfüllen kann. Seine Vielseitigkeit, Mobilität und hervorragende Bildqualität machen es zu einer wertvollen Ergänzung meiner Ausrüstung, und ich freue mich schon darauf, zu sehen, welche neuen Momente ich damit in freier Wildbahn einfangen kann.

Vorgestellte Produkte

Lisa Sihlberg

Lisa Sihlberg | Sweden

Als Fotografin, Filmemacherin, Klimageschichtenerzählerin und öffentliche Rednerin erzählt Lisa Geschichten, um den Klimawandel verständlich zu machen und uns zu inspirieren, uns um die Natur zu sorgen.

Für α Universe-Newsletter registrieren

Glückwunsch! Sie haben sich erfolgreich für den α Universe-Newsletter angemeldet.

Geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Entschuldigung! Es ist etwas schief gelaufen.

Glückwunsch! Sie haben sich erfolgreich angemeldet.