Die meiste Zeit ist Will Burrard-Lucas in Afrika anzutreffen, wo er bedrohte Wildtiere fotografiert, doch für sein neuestes Projekt ist er in seiner Heimat geblieben.
„Ich lebe in der Grafschaft Buckinghamshire, wo es unzählige Rotmilane gibt“, sagt Will. „Immer wenn ich im Garten sitze, sehe ich sie über mir kreisen und denke, wie schön es wäre, sie zu fotografieren.“ Die perfekte Gelegenheit ergab sich, als Sony die Alpha 9 III auf den Markt brachte. „Sie ist die ideale Kamera, um rasante Action einzufangen, und ich konnte mir kein besseres Motiv dafür vorstellen als diese Rotmilane mit ihrer unglaublichen Flugakrobatik.“
Obwohl er die Rotmilane praktisch vor der Haustür hat, führte Wills Forschung ihn an einen Ort in Wales, der als einer der besten im Vereinigten Königreich gilt, um diese Vögel zu fotografieren. „Rotmilane waren hierzulande fast ausgestorben, und einer ihrer letzten Lebensräume war das Elan Valley in Wales.“
„Dank konzertierter Zucht- und Wiederansiedlungsbemühungen hat die Population des Rotmilans in Großbritannien zugenommen, aber das Elan Valley ist nach wie vor einer der besten Orte, um diese Vögel zu fotografieren. Dort gibt es eine Farm namens Gigrin, auf der die Rotmilane seit über 30 Jahren gefüttert werden. Außerdem wurden Fotoverstecke eingerichtet. Jeden Nachmittag kann man die Rotmilane beobachten und dabei fotografieren, wie sie am Himmel kreisen und sich im Sturzflug auf die Nahrungsreste stürzen.“
Das Verhalten der Rotmilane macht sie zu einem anspruchsvollen Motiv für Fotografen und zu einer echten Herausforderung für die Sony Alpha 9 III: „In gewisser Weise sind sie ziemlich räuberisch“, sagt Will. Wenn sie etwas entdecken, stürzen sie sich vom Himmel und schnappen es sich vom Boden. Doch dann kann es passieren, dass andere Milane oder Vögel wie Möwen und Krähen versuchen, es ihnen abzujagen. Im Kampf um die besten Reste kommt es zu allerlei Eskapaden.“
Will fotografiert seit Langem mit der Sony Alpha 1 und hatte daher bereits eine gute Vorstellung von den Möglichkeiten der Alpha 9 III. „Die Alpha 1 ist so gut, dass es schwer zu glauben ist, dass die Alpha 9 III sie noch übertreffen kann – aber einige Funktionen stechen wirklich heraus“, sagt Will. Das herausragendste Feature ist für ihn die Serienbildgeschwindigkeit von 120 Bildern pro Sekunde bei voller Auflösung im RAW-Format – mit voller Autofokus- und Belichtungsverfolgung, ganz ohne Sucher-Blackout. So lässt sich jeder Sekundenbruchteil festhalten, während die unberechenbaren Vögel im Flug präzise im Fokus bleiben.
„Das Geschehen ist unglaublich schnell. Sie erspähen plötzlich etwas, ändern in Sekundenbruchteilen die Richtung, stürzen sich hinab und gehen in einen wilden Sturzflug über – fast zu schnell, um ihn zu verfolgen. Es ist eine echte Herausforderung, diesen Moment einzufangen, weil die Geschwindigkeiten extrem hoch sind und die Vögel völlig unvorhersehbar abrupt eine 90-Grad-Wendung machen können. Es ist wirklich atemberaubend.“
„Die Bildrate erhöht die Chance enorm, den perfekten Moment einzufangen. Aber man kann nicht ständig mit 120 Bildern pro Sekunde fotografieren, und diese perfekten Momente passieren so schnell, dass man nicht immer rechtzeitig reagieren kann. Genau hier kommt die Voraufnahme ins Spiel – ich kann den Auslöser halb gedrückt halten, den Vogel verfolgen und dann auslösen, sobald ich das Manöver erkenne“, sagt Will. „Dank der Voraufnahme ist die Reaktionszeit kein limitierender Faktor mehr. Bisher konnte ich nicht immer schnell genug reagieren, um den gewünschten Moment festzuhalten. Aber mit der Voraufnahme ist das kein Problem mehr – diese Technologie ist ein echter Gamechanger für rasante Action.“
© Will Burrard-Lucas | Sony α9 III + FE 400mm f/2.8 GM OSS + 2x Teleconverter | 1/4000s @ f/8.0, ISO 12800
An der Alpha 9 III war ein Sony FE 400mm f/2.8 GM OSS Objektiv zusammen mit einem 2fach-Telekonverter montiert. „Der Autofokus des Objektivs war ein Traum“, sagt Will. „Mir war klar, dass das Objektiv allein eine gute Leistung bringen würde, aber selbst mit dem 2fach-Konverter, der es auf eine Brennweite von 800 mm bringt, war der Autofokus hervorragend. Die Kombination funktioniert wirklich gut mit den Rotmilanen, die ein sehr anspruchsvolles Motiv darstellen. Man kann das einfach nicht in Worte fassen. Erst wenn man den Autofokus in Aktion sieht, merkt man, wie beeindruckend er ist.“
Will weiß noch nicht, was sein nächstes Projekt sein wird – ob im Vereinigten Königreich oder wieder in den Ebenen Afrikas –, aber er ist sich sicher, dass die Alpha 9 III dabei eine Rolle spielen wird. „Ob Raubtiere auf der Jagd oder Vögel im Flug, es gibt einfach keine bessere Wahl als diese Kamera, um diese extrem schnellen Motive einzufangen.“
„Ich hoffe, dass ich mit meinen Bildern die Menschen dazu inspirieren kann, die Wunder der Natur auf unserem Planeten zu ehren und zu schützen.“