Es ist Januar 2022 und der professionelle Alpinsport-Fotograf Yhabril Moro steht mit seiner Kamera in der Hand hoch oben in Baqueira-Beret, einem Skigebiet im Herzen der spanischen Pyrenäen. Es ist kurz vor Sonnenuntergang und die Pisten sind annähernd menschenleer – für Yhabril der perfekte Zeitpunkt.
„Ich war nach Baqueira gekommen, um mit meiner Sony Alpha 1 die Freeride World Tour zu fotografieren“, erinnert er sich, „und hatte bereits Tausende Fotos geschossen. Nach dem Wettkampf traf ich einen alten Freund, Urko Yarza, und wir improvisierten ein Shooting bei Sonnenuntergang. Er lieferte mir das beste Foto des Tages – besser als alle Bilder, die ich von den Profisportlern gemacht hatte!“ Das Foto steht symbolisch für alles, was Yhabril mit seinen Freeriding-Arbeiten festhalten möchte. Als Urko in die Luft sprang, zog er einen Bogen aus Schnee nach sich, der Hintergrund beleuchtet von der untergehenden Sonne.
„Freeriding ist meine Lieblingsdisziplin und für mich pure Kunst in der Natur. Der Sportler bewegt sich in völliger Freiheit ins Unbekannte und zieht dabei eine einzigartige und unnachahmliche Spur. Um dieses Gefühl einzufangen, dürfen keine anderen Skispuren, keine Skilifte oder sonstigen menschlichen Indizien zu sehen sein. Außerdem müssen wir das technische Geschick des Fahrers genau im richtigen Moment einfangen.“
Seit jeher begeistert sich Yhabril für das Snowboarden und die Berge, also war es nur natürlich, dass ihn sein Weg in die Adventure-Sportfotografie führte. „Ich bin seit 25 Jahren dem Snowboarden verfallen“, erklärt er, „und arbeite seit 20 Jahren als Snowboardlehrer. Und obwohl die Fotografie recht unerwartet in mein Leben trat, gab ich dabei von Anfang an 100 Prozent.“
Yhabril hat selbst schon einigen Schnee aufgewirbelt und nutzt seine Kenntnis des Sports, um bessere Bilder zu machen. „Ein gutes Foto kann nur gelingen, wenn der Sportler seine Disziplin beherrscht“, meint er, „und auch das Zusammenspiel ist wichtig. Ich verlange viel von ihnen, genau wie sie selbst auch. Besonders anspruchsvoll bin ich, was die technischen Finessen anbelangt. Dann verlange ich Wiederholungen, bis wir das gewünschte Ergebnis im Kasten haben. Es ist also in der Tat ein gemeinsames Vorhaben, den perfekten Moment einzufangen.“
Das Fotografieren in den Bergen birgt gewisse Herausforderungen – ob in physischer, technischer oder fotografischer Hinsicht.
Sich durch das raue Gelände zu kämpfen und gegen extreme Kälte anzukämpfen, gehört für Yhabril zum Arbeitsalltag, aber er ist sich stets auch der Gefahren bewusst, die in den Bergen drohen. „Die Wetterbedingungen haben einen direkten Einfluss auf Sicherheit und Erfolg“, sagt er.
Das heißt aber nicht, dass sich Yhabril von schlechtem Wetter abschrecken lässt. „Schlechtwettertage oder ungünstige Vorhersagen können sich durchaus als optimal erweisen“, verrät er. „Wenn es frisch geschneit hat und die Wolken aufreißen, ergibt sich vielleicht Gelegenheit für ein paar besondere Aufnahmen. Unter solchen Bedingungen fotografiere ich oft mit hoher Geschwindigkeit, um die Bewegung einzufrieren, und unterbelichtet, um einen Kontrast zwischen Licht und Schatten zu erzielen, der dem Bild Dramatik verleiht, während ich gleichzeitig einen starken Blitz verwende, um den Skifahrer hervorzuheben.“
Aus fotografischer Sicht „verändert sich das Licht in den Bergen unablässig“, fährt er fort. „Also ist der Fotograf gezwungen, sich anzupassen. Schnee an einem sonnigen Tag reflektiert das Licht natürlich sehr stark, also muss die Belichtung manuell eingestellt werden. Aber mit spiegellosen Kameras wie den Alpha Modellen von Sony geht das kinderleicht, denn der elektronische Sucher zeigt noch vor dem Drücken des Auslösers, wie das Bild aussehen wird.“
Aktuell arbeitet Yhabril mit der Sony Alpha 7 IV, „einer superkompakten, leichten und wetterfesten Kamera – was in den Bergen eine große Rolle spielt“, meint er. „Von Anfang an war ich von der hohen ISO-Leistung der Alpha 7 IV beeindruckt. Einstellungen wie ISO 2500 und ISO 4000 sorgen für eine schnelle Verschlusszeit oder lassen mich bei schwachem Licht mit höheren f/-Stopps arbeiten, ohne Abstriche im Hinblick auf Details, Texturen und Dynamikumfang bei der Bearbeitung machen zu müssen.“
„Auch das voll schwenkbare Display der Alpha 7 IV ist ein echter Gamechanger, um bei einem Shooting aus ganz neuen Winkeln zu fotografieren“, sagt er weiter. „Das ist wichtig, um Fotos dramatischer wirken zu lassen, denn Bilder, die aus flachen Winkeln aufgenommen werden, haben mehr visuelle Wirkung. So sieht jeder Sprung gleich höher aus!“
„Was jedoch Action Motive anbelangt, so beeindruckte mich am meisten der Autofokus der Alpha 7 IV“, sagt er. „Dieser arbeitet nicht nur sehr schnell und präzise, selbst bei Aufnahmen durch fallenden oder aufgewirbelten Schnee, sondern funktioniert auch bei schwachem Licht und wenig Kontrast – keine Seltenheit in den Umgebungen, in denen ich arbeite.“
Die Fähigkeit, Herausforderungen am Berg zu meistern, ist für Yhabril genauso wichtig wie für seine Motive, die Sportler. Und beide haben dazu ihre eigenen Mittel. Der Schlüssel zum Erfolg liegt seiner Meinung nach aber vor allem in Leidenschaft und Begeisterung. „Man kann nie wissen, wann das beste Foto gelingt“, so sein Fazit, „also lohnt es sich, rauszugehen und jederzeit gerüstet zu sein!“