Mein Name ist Jakub, ich komme aus der Tschechischen Republik und bin freiberuflicher Fotograf. Zur Fotografie bin ich ungefähr 2006 gekommen, als ich Downhill-Radrennen fotografierte. Es fällt mir schwer, mich und meine Arbeit zu beschreiben, denn ich fotografiere eigentlich alles: Hochzeiten, Landschaften, Autos, Sportevents und Produkte. Und ich liebe das Reisen. Dabei versuche ich, alles miteinander zu kombinieren, und genieße die kreative Vielfalt.
Sie waren einer der ersten, der die Alpha 6700 ausprobiert hat. Was waren Ihre ersten Eindrücke und welche Funktionen haben Ihnen besonders gut gefallen?
Ich bin wirklich überrascht, wie viel Leistung in dieser kleinen Kamera steckt. Ich hatte das Privileg, die jüngsten Modelle von Sony wie die Alpha 7R V und die ZV-E1 testen zu dürfen, und ich habe den Eindruck, dass für diese Kamera die besten Merkmale aller neuen Modelle der letzten Zeit mit den Vorteilen eines APS-C-Sensors kombiniert wurden. Zu den Pluspunkten gehören natürlich die Größe und das Gewicht – nicht nur des Gehäuses, sondern auch der Objektive. Wenn ich drei Aspekte herausgreifen müsste, die mir am besten gefallen haben, dann sind das wohl die KI-Objekterkennung, die 4K/120p-Auflösung für Videos und die Möglichkeit, in S-Log3 aufzunehmen, sowie die neue Anordnung und Funktionsweise der Tasten, die mir zum Beispiel einen einfachen Wechsel zwischen Foto- und Videoaufnahmen ermöglicht.
Wie können diese Merkmale die Arbeit von Content-Creatorn wie Ihnen und anderen aus diesem Bereich unterstützen?
Ich habe die Alpha 6700 auf einen Roadtrip nach Dänemark mitgenommen, und obwohl ich auch meine Alpha 7 IV dabei hatte, hatte ich nicht wirklich Lust, mit ihr zu fotografieren oder zu filmen. Ich bin zwar an die Qualität der Ergebnisse gewöhnt, die ich mit dem Vollformatsensor erhalte, doch ich war angenehm überrascht, wie gut die 6700 funktionierte. Verglichen mit meiner Kamera habe ich das Steuerungs- und Fokussystem ein wenig verändert und ich verlasse mich jetzt ausschließlich auf die Motivverfolgung und -erkennung. Es war wirklich beeindruckend, wie genau und schnell diese funktionieren. Und das Beste ist, dass die Kamera trotz ihrer Größe eine ausreichende Auflösung von 26 Megapixeln bietet und vor allem 4K-Videos in 4:2:2 bei 10 Bit Farbtiefe und eine wahrlich professionelle Anpassung der Farben ermöglicht.
Die Alpha 6700 soll Creatorn die Bildqualität, Bedienbarkeit und Autofokusleistung bieten, die sie für ihre Projekte benötigen – ganz gleich, wie anspruchsvoll sie sind. Glauben Sie, dass sie dem gerecht wird?
Viele professionelle Fotografen denken, dass sie mit einem Vollformatsensor arbeiten müssen und dass eine APS-C-Kamera nicht leistungsstark genug ist – doch das stimmt nicht unbedingt. Der Vorteil von APS-C-Kameras ist ihre Erschwinglichkeit und die Verfügbarkeit von Objektiven. Man kann immer noch FE-Objektive an einer APS-C-Kamera anbringen, sodass die Auswahl an Objektiven riesig ist. Ein weiterer großer Vorteil ist die bessere, schnellere und stabilere Datenübertragung von der Kamera auf das Handy oder ein anderes Gerät, was sowohl der Profi am Set als auch der Reisende, der wichtige Momente mit seinem Publikum teilen möchte, zu schätzen wissen wird. Mir gefallen besonders die leichten Änderungen bei der Ergonomie und der Anordnung der Tasten im Vergleich zu den älteren APS-C-Modellen. Man kann in Sekundenschnelle zwischen Foto- und Videoaufnahmen wechseln, und wenn man es möchte, ändern sich durch diesen Wechsel die Belegung und die einzelnen Funktionen. Dank der präzisen und schnellen Fokussierung vermisst man nicht einmal den Joystick, den man von der Vollformat-Serie gewohnt ist.
Objektive und Zubehör sind weitere wichtige Komponenten für das Kreieren von Bildern. Welche Objektive und welches Zubehör von Sony haben Sie für Ihren ersten Test verwendet und warum?
Für den Test der 6700 habe ich das E 11m f/1.8, das E PZ 10-20mm f/4 G und auch das E 15mm f/1.4 G verwendet. Diese Objektive haben eine schöne große Blendenöffnung und sind, da sie speziell auf den APS-C-Sensor ausgelegt sind, wirklich klein und leicht. Vor allem das 11mm f/1.8 hat es mir angetan. Es eignet sich hervorragend zum Vloggen, bietet aber auch eine wirklich weite Brennweite mit einer ausgezeichneten Blende. Zusätzlich habe ich aber auch mein eigenes FE 24mm f/1.4 GM benutzt, das nach der Umwandlung zur beliebten 35-mm-Brennweite wurde. Das Objektiv passte perfekt auf die neue Kamera und die Qualität der Bilder war atemberaubend. Für einige Aufnahmen habe ich auch das FE 100-400mm f/5.6-6.3 GM OSS verwendet, mit dem ich durch den Crop-Faktor eine Brennweite von 600 mm erhielt. Beim Vloggen habe ich außerdem mein Sony ECM-B1M Mikrofon benutzt, an das ich bereits gewöhnt bin und von dem ich weiß, dass ich mich darauf verlassen kann, obwohl das ECM-B10 aufgrund seiner Größe vielleicht besser für die 6700 geeignet ist.
Welchen Rat würden Sie angehenden Content-Creatorn geben, die Sie und Ihre Arbeit bewundern?
Wahrscheinlich wiederhole ich mich, doch der größte Vorteil ist in meinen Augen, dass die Alpha 6700 die neuesten Funktionen bietet. Diese erleichtern Ihnen die Arbeit und helfen vor allem dabei, sich auf die Inhalte zu konzentrieren, die Sie in Ihrem Video oder Foto festhalten möchten, ohne dass Sie sich zu sehr auf die Einstellungen konzentrieren müssen. Außerdem können Sie die Kamera dank ihrer Kompaktheit immer und überallhin mitnehmen. Und Sie wissen ja, was man sagt: Die beste Kamera ist die, die man immer dabei hat!
Haben Sie noch einen abschließenden Rat für unsere Leser?
Zusammenfassend möchte ich betonen, dass APS-C im Vergleich zum Vollformat nicht unbedingt Nachteile hat. In vielen Fällen bietet es sogar eine ganze Menge Vorteile – das sollte man bei der Entscheidung für eine Variante nicht vergessen. Die Alpha 6700 kann eine großartige Einstiegskamera sein, mit der man auch ohne professionelle Kenntnisse tolle Aufnahmen machen kann. Gleichzeitig wird sie aber auch allen Profis als vollwertiges Werkzeug dienen.
Jakub ist freiberuflicher Fotograf und in allen Genres unterwegs – von der Landschafts-, Hochzeits- und Sportfotografie bis hin zur Werbung.