blauer eisberg spiegelt sich im ruhigen meer

Die Fjorde erkunden

Tobias Hägg

Hoch über Ostgrönland fächert sich der Scoresby Sund auf wie ein Baum aus Wasser und erstreckt sich von der Küste aus Hunderte von Kilometern landeinwärts. Seine eisigen Tiefen sind an manchen Stellen weit über 1000 Meter tief, während die Kanten steil zu schwindelerregenden Berggipfeln ansteigen.

roter berg im nebel © Tobias Hägg | Sony α7R IV + FE 70-200mm f/2.8 GM OSS II | 1/500s @ f/6.3, ISO 100

„Von oben betrachtet, kann alles vollkommen friedlich wirken, aber das ist Grönland, also sieht die Realität oft alles andere als ruhig aus“, meint Tobias Hägg, der bereits mehrere Fahrten durch die gewundenen Kanäle der Wasserstraße unternommen hat. „Hier weiß man selten, was einen erwartet. Es ist die echte Wildnis. Das Wetter kann innerhalb von Minuten umschlagen und es können enorme Mengen Schnee fallen oder der ganze Fjord im Nebel verschwinden, nur um kurze Zeit später plötzlich wieder aufzutauchen.“

segelschiff vor einem eisberg © Tobias Hägg | Sony α7R IV + FE 70-200mm f/2.8 GM OSS II | 1/2500s @ f/4.0, ISO 400

Seit vier Jahren bereist Tobias diese Fjorde und erlebt ihre Wunder vom Deck eines alten Holzschoners, der Opal, aus hautnah. Jedes Abenteuer dauert acht Tage und bietet unzählige Sehenswürdigkeiten, berichtet er. „Diese Reisen sind unvergesslich. Wir erforschen eines der größten und tiefsten Fjordsysteme der Welt, einen Ort, der immer in Bewegung ist. Die ganze Landschaft verändert sich von einer Stunde auf die andere“, fährt er fort. „Licht und Wetter können ein und dieselbe Szenerie innerhalb von Minuten völlig anders aussehen lassen, Eisberge drehen und formen sich zu immer neuen Kompositionen, und Wasserwege öffnen sich oder werden blockiert. Beim letzten Mal waren wir uns nicht sicher, ob wir immer noch in das gleiche System segeln können, also kehrten wir die Richtung um, wodurch sich uns ganz neue Ausblicke boten.“

eisberg, gesehen durch das bullauge eines schiffes © Tobias Hägg | Sony α7R IV + 20mm f/1.4 | 1/500s @ f/5.6, ISO 100

Auch wenn das Fotografieren vom Deck eines Schiffes aus restriktiv erscheinen mag, bietet es laut Tobias viele Möglichkeiten, und es werden auch häufige Ausflüge an die Küste unternommen. „Als Fotograf ist man immer an Deck und versucht, Möglichkeiten zu erkennen. Aber es ist eine lange Reise, also ist Zeit kein Problem, und wenn man etwas in der Ferne erspäht, weiß man, dass man bald dort sein wird. Oder man kann den Kapitän bitten, zu einer Komposition zu navigieren.“ Er sagt weiter: „So hatte ich mir dieses Mal beispielsweise vorgenommen, näher an einige der roten Berge rund um den Fjord heranzukommen, wo man diesen schönen Kontrast zwischen den warmen Tönen der Felswand und den Blautönen des Eises und des Wassers erhält.“ Genau wie das wechselnde Wetter und der ständige Fluss schöner Aussichten entwickelte sich auch Tobias beim Fotografieren des Sunds weiter. „Bei jeder Reise habe ich mich auf einen anderen Aspekt konzentriert“, erklärt er. „Man sieht immer neue Dinge und reagiert auf neue Situationen. Im ersten Jahr begeisterte es mich, den Schoner in der Landschaft zu fotografieren, und ich habe versucht, die Reise im Allgemeinen wie eine Art Lebensstil zu fotografieren, ebenso wie die Natur, an der wir vorbeikamen.“

spiegelung eines eisbergs im ruhigen wasser © Tobias Hägg | Sony α7R IV + FE 24-70mm f/2.8 GM II | 1/1600s @ f/5.0, ISO 100

„Im zweiten Jahr konzentrierte ich mich mehr auf abstrakte Elemente wie die Texturen der Gletscher und die Spiegelungen im Wasser“, fährt er fort. „Ich versuche, aufgeschlossen zu sein und nicht zu viel zu planen, sondern einfach zu sehen, was mich inspiriert.“ Bei so vielen Gelegenheiten, die sich an Deck bieten, verwundert es nicht, dass Tobias auf seiner jüngsten Reise zwei der neuesten G Master Zoomobjektive von Sony mitgenommen hat. „Mit Objektiven wie dem FE 24-70mm f/2.8 GM II und dem FE 70-200mm f/2.8 GM OSS II kann ich in diese erstaunlichen Landschaften vordringen und die Details wirklich herausarbeiten“, verrät er. „Beide Objektive sind unglaublich klein, leicht und scharf. Sie eröffnen ganz neue Möglichkeiten, vor allem, wenn man die Füße nur eingeschränkt bewegen kann.“

dunstige sonne über einem eisberg © Tobias Hägg | Sony α7R IV + FE 24-70mm f/2.8 GM II | 1/640s @ f/7.1, ISO 100

„Das FE 70-200mm f/2.8 GM OSS II bietet zudem eine Reihe von Brennweiten, mit denen ich bisher nicht allzu oft gearbeitet habe, da ich bislang vorzugsweise das 100–400 mm Objekt von Sony nutzte“, so Tobias weiter, „aber die Kombination aus einer schnelleren Blende und der optischen Bildstabilisierung des Objektivs macht es zu einer brillanten Wahl für Situationen dieser Art, in denen Verwacklungen der Kamera natürlich ein Problem darstellen.“ Neben diesen Flaggschiff-Zoomobjektiven entschied sich Tobias für die α 7R IV. „Ich habe sie während des gesamten Projekts am Scoresby Sund verwendet“, erklärt er, „und die R-Serie ist wirklich die beste Wahl, um in schwierigen Situationen unglaubliche Details festzuzuhalten. Natürlich sorgt die Auflösung von 61 Megapixeln für überragende Schärfe, aber der integrierte Steady Shot Inside Bildstabilisator der Kamera sorgt dafür, dass jedes einzelne Pixel sogar beim handgeführten Fotografieren oder bei Aufnahmen aus einem fahrenden Fahrzeug heraus gestochen scharf und klar ist.“

kleiner eisberg vor einem berg mit hauchdünnen wolken © Tobias Hägg | Sony α7R IV + FE 24-70mm f/2.8 GM II | 1/1000s @ f/6.3, ISO 100

„Die Kamera ist auf jeden Fall robust genug, um auch diesen rauen Umgebungen standzuhalten“, fährt er fort, „und sie eignet sich für Bilder aller Art – ob Landschaften oder Wildtiere bis hin zu Reiseberichten und allem dazwischen. So kann ich mich in diesen acht Wochen voll und ganz auf sie verlassen. Auch wenn ich schon mehrmals durch Scoresby Sund gereist bin, gibt es immer noch unzählige Sehenswürdigkeiten zu entdecken“, meint er abschließend. „Ich möchte die Reise in ihrer extremsten Form erleben, die wahre Kälte des tiefsten Winters sehen. Und auch den Rückzug der Gletscher weiter dokumentieren. Aber auch wenn Veränderungen Teil des Erlebnisses sind, möchte ich meine Kamera und meine Objektive noch nicht wechseln.“

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Tobias Hägg

Tobias Hägg | Sweden

„Auf der Jagd nach den perfekten Momenten in einer Welt, die auf wunderschöne Weise unvollkommen ist.“

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