Auf den ersten Blick mag das Sony FE 24-70mm f/2.8 GM II wie ein ‚langweiliges‘ Mittelklasse-Zoomobjektiv aussehen. Ich benutze dieses Objektiv seit seiner Markteinführung, und es befindet sich stets in meiner Kameratasche, zusammen mit den anderen GM II-Objektiven: dem 16-35mm und dem 70-200mm. Und da ich es häufig verwende, habe ich einige Funktionen schätzen gelernt, die man vielleicht nicht sofort erwartet. Funktionen, die dieses Objektiv zu „mehr“ machen als nur ein „gewöhnliches“ Mittelklasse-Zoomobjektiv. Und obwohl ich die originalen GM-Objektive liebe, sorgen die GM II-Objektive für genau die Prise Magie, die den Unterschied ausmacht.
Makroähnliche AufnahmenDieses Objektiv besitzt einen minimalen Fokusabstand von gerade einmal 21 cm. Und das ist näher, als Sie denken. Manchmal verwende ich nur dieses Objektiv, um Nahaufnahmen von Schmetterlingen oder sogar eines Marienkäfers zu machen. Es eignet sich hervorragend für Aufnahmen von kleinen Dingen, und zusammen mit dem sehr weichen Bokeh und der fantastischen Schärfe sind die Details in diesen Bildern hervorragend. In Kombination mit den hohen Megapixelzahlen der α 7RV lassen sich die Fotos sogar ein wenig zuschneiden und behalten trotzdem hervorragende Details.
Traumhaftes BokehIch habe dies bereits in den Nahaufnahmen gezeigt, möchte aber erneut betonen, dass dieses Objektivs ein sehr weiches Bokeh erzeugt. Ich verwende es oft für ‚Front-Bokeh‘ und eine superweiche Hintergrundunschärfe.
Ideal für Focus StackingDas FE 24-70mm f/2.8 GM II sorgt für sehr geringes Focus Breathing. Das ist ideal für Videos, aber auch für diese besonderen Landschaften, die ich häufig fotografiere. Um nah an mein Motiv im Vordergrund heranzukommen, mache ich mittels ‚Focus Stacking‘ Aufnahmen mit viel Tiefe. Ich fotografiere dieselbe Landschaft mit unterschiedlichen Fokuspunkten, um das gesamte Foto von vorne bis hinten scharf zu bekommen. Mit dem geringen Focus Breathing des Objektivs funktioniert das perfekt.
Handaufnahmen mit langsamen VerschlusszeitenDieses Objektiv verfügt über eine hervorragende Bildstabilisierung, insbesondere in Kombination mit den Sony Gehäusen. Mit ein wenig Übung kann man aus der Hand sehr ruhige Aufnahmen machen, und manchmal fotografiere ich so bis auf eine halbe Sekunde herunter. Auf diese Weise kann man sogar einen ‚sanften‘ Wasserfall aus der Hand aufnehmen. Normalerweise mache ich dazu Serienaufnahmen und halte die Kamera sehr ruhig.
Ideal für NachtaufnahmenMit seiner Blende von f/2.8 ist es zwar nicht das schnellste Objektiv, aber dennoch ist es sehr scharf bei offener Blende und eignet sich somit ideal für Nachtaufnahmen. Manchmal fotografiere ich sogar die Details der Milchstraße mit diesem Objektiv und die Wiedergabe der Sterne ist großartig. Es ist stets mein bevorzugtes Objektiv, wenn ich abends Städte mit regnerischer Atmosphäre fotografiere. Gerade im Dezember mit all der Weihnachtsbeleuchtung sieht alles so romantisch und schön aus.
Auch bei rauem Wetter kein ProblemIm Laufe der Jahre habe ich dieses Objektiv bei unterschiedlichsten Wetterverhältnissen verwendet, ob Sturm, Starkregen oder Schneesturm. Ehrlich gesagt verwende ich nie einen Wetterschutz, es sei denn, ich fotografiere am Meer mit Salzwasser. Aber solange es nur regnet oder schneit, ist auf dieses Objektiv immer Verlass.
Das Sony FE 24-70mm f/2.8 GM II ist mehr als ein ‚langweiliges‘ Mittelklasse-Objektiv. Für mich ist es das ultimative Werkzeug für die große Vielfalt an Aufnahmen, die ich so gerne mache.“
„Ich bin besessen davon, das perfekte Foto zu machen.“