Ähnlich wie bei Sportlern sind es die kleinen Dinge, die erfolgreiche Fotografen von anderen unterscheiden. Zwischen der Welt des Sports und der Welt der Fotografie gibt es viele Parallelen. Genauigkeit, Hingabe, Kreativität, Stil: All diese Eigenschaften zeichnen die Arbeit von Sonia Cañada Ramos aus – genau wie die Legenden und Seriensieger, die sie fotografiert.
Sonia, die ihren Abschluss im Jahr 2006 gemacht hat, arbeitet für einige der größten Namen in der Sportfotografie, darunter Real Madrid, Getty Images und den Weltbasketballverband (FIBA). Diese Kunden konnte sie für sich gewinnen, weil sie über die oben genannten Fähigkeiten verfügt und Engagement und Neugier ihr steter Begleiter sind.
Sonia arbeitet in einem Stil, der in der Sportfotografie immer seltener anzutreffen ist. Ihr Portfolio umfasst eine Reihe hervorragender Schwarzweiß-Porträts, die durch eine ganz besondere Ausdruckskraft und Präsenz bestechen. „Schwarzweiß ist für mich die reinste Art, die Emotionen der Sportler zu zeigen“, bestätigt sie. „Ohne die Ablenkung durch Farben kann ich den Kern des Augenblicks darstellen.“
„Als ich damals anfing zu arbeiten, gab es nur noch sehr wenige Fotografen, die Sportbilder in Schwarzweiß machten“, erklärt Sonia, „und alle sagten, ich solle lieber zu Farbaufnahmen wechseln. Doch die Menschen sehen Farben ständig und überall. Wir erwarten, die Welt in Farbe zu sehen, Farben sind allgegenwärtig. Schwarzweiß-Fotos vermitteln eher ein Gefühl von Authentizität, sie überraschen uns. Und sie versetzen die Zuschauer direkt zurück in die klassischen Momente des Sports.“
Sonia bevorzugt in ihren Schwarzweiß-Aufnahmen einen kontrastreichen Look. Sie hat ein Auge für Momente und Orte entwickelt, die auch ohne Farbe wirken. „An vielen der Austragungsorte, an denen ich arbeite, ist das Licht wie im Theater. Das passt sehr gut zu der Schlichtheit, die Schwarzweiß-Bildern innewohnt. Die Sportler werden von Scheinwerfern angestrahlt und das Publikum verschwindet in der Dunkelheit. Diese Art der Beleuchtung erzeugt auf den Gesichtern der Sportler oft dramatische Schatten.“
Natürlich müssen Sonias Porträts neben ihrer schwarzweißen Optik und ihrer künstlerischen Ausdruckskraft die gleichen Kriterien erfüllen wie andere Sportaufnahmen: Schärfe und ein perfekter Fokus. Um dies zu erreichen, sind die Kameras der Sony Alpha 9 Serie ihre erste Wahl. „Die Alpha 9 ist die ultimative Profikamera für den Sport, wo man ein superschnelles und zuverlässiges Gehäuse braucht, das mit sehr hohen ISO-Werten zurechtkommt. Bei den Events ist die Lichtsituation manchmal nicht optimal, weshalb ich regelmäßig mit ISO 3200, ISO 5000 oder sogar höher arbeite. Meine Alpha 9 II liefert brillante, rauscharme Bilder und die vorhandene Körnung rundet den Schwarzweiß-Look oft perfekt ab.“
Der legendäre Autofokus der Alpha 9 II ist auch für Sonias Porträts unverzichtbar, denn er fixiert die Augen des Motivs und stellt so eine eindrucksvolle Beziehung her. „Die Leistung des Autofokus war der Grund, warum ich mich für das System entschieden habe – gerade rechtzeitig für die Basketball-Weltmeisterschaft 2019 in China. Er ist unglaublich genau und zuverlässig. Wenn er ein Motiv einmal erfasst hat, kann er es trotz nahezu jeder Ablenkung verfolgen – selbst bei Millionen von Konfettischnipseln, die um ein Podium herumschwirren. Das ist für Sportfotografen enorm wichtig, denn ich muss zwischen vielleicht 50 oder 60 Fotos das auswählen, das die richtige Pose zeigt, und da muss jedes einzelne perfekt fokussiert sein.“
Sonia nimmt auch gerne in voller RAW-Qualität auf, um die Bearbeitung ihrer Schwarzweiß-Fotos zu vereinfachen und eine höhere Qualität zu erzielen. Dies ist etwas, was ihre Alpha 9 II bei 24 Bildern pro Sekunde leisten kann. „Ich fotografiere immer im RAW-Format“, bestätigt sie, „denn so habe ich mehr Kontrolle über den von mir gewünschten kontraststarken Look. Ich habe in Capture One eine Voreinstellung für meine Schwarzweiß-Aufnahmen eingerichtet, damit das Erscheinungsbild einheitlich bleibt und die Bilder den Kunden sofort zur Verfügung stehen.“
Und welche Objektive verwendet Sonia für ihre Porträts, die meistens den gesamten Rahmen ausfüllen? „Beim Basketball ist man viel näher an den Spielern dran als bei anderen Sportarten. Deshalb ist mein Favorit das FE 70-200mm f/2.8 GM OSS II. Ich nutze es wahrscheinlich etwa 75 Prozent der Zeit, doch in manchen Situationen, zum Beispiel bei Präsentationen oder Podiumsaufnahmen, wechsle ich zum FE 24-70mm f/2.8 GM II, um einen größeren Bildausschnitt zu erhalten. Um noch näher heranzukommen, nehme ich gerne das neue leichte FE 300mm f/2.8 GM OSS. Da Porträts mein Spezialgebiet sind, ist dieses Modell perfekt für mich.“
„Mit der Sony Alpha 9 Serie und ihren außergewöhnlichen Objektiven fühlt man sich als professioneller Fotograf wohler“, erklärt Sonia abschließend. „Man weiß einfach, dass die Fotos technisch perfekt sein werden. Dann liegt es an einem selbst, die technische Perfektion mit Kreativität und Hingabe zu kombinieren. Man muss sich trauen, neue Wege zu gehen, und neugierig beobachten, was Fotografen in anderen Sportarten machen. Es gibt immer Möglichkeiten, sich zu verbessern. Wenn man sich diesem Ziel widmen und ein Portfolio aufbauen kann, das überraschend und unverwechselbar ist, dann wird man ein Gewinner.“
„Neugier und Geduld sind die besten ‚Objektive‘ für meine Kameras.“