Die Grundlagen
Bei der Zeitraffer-Fotografie nehmen Sie mit Ihrer Sony Alpha Kamera Bilder in bestimmten Zeitabständen auf. Mit der kostenlosen Sony Imaging Edge Desktop-Software können Sie dann eine Bildersequenz zu einem Film zusammenfügen, wobei jedes Foto ein Einzelbild des Videos darstellt. Die meisten Zeitraffervideos bestehen aus hunderten oder sogar tausenden von Bildern, die bei einer Wiedergabegeschwindigkeit von 25 Bildern pro Sekunde den Verlauf der Zeit zeigen. Das fertige Video soll uns Abläufe bewusst machen, die wir im Sekunden- oder Minutentakt sonst nicht wahrnehmen.
Unabhängig von der gewählten Szene ist es extrem wichtig, dass die Kamera bei der Aufnahme nicht wackelt. Es empfiehlt sich daher, ein stabiles Stativ oder eine stabile Kamerahalterung zu verwenden, um sicherzustellen, dass sich die Kamera nicht bewegt.
Objektive
Für das Erstellen von Zeitraffern sind keine Spezialobjektive erforderlich, es sei denn, Sie möchten ganz spezielle Aufnahmen machen, z. B. eine Makroaufnahme eines keimenden Samens. Trotzdem ist das Objektiv FE 24-70 mm f/2.8 GM II ideal für Zeitrafferaufnahmen, da es Flexibilität für verschiedene Szenen bietet. Eine preisgünstigere Alternative ist das Objektiv FE 24-105 mm f/4 G OSS. Wenn Sie eine weite Szene aufnehmen möchten, ist das FE 24 mm f2.8 G eine ausgezeichnete Wahl, da es aufgrund seines geringen Gewichts ideal für Reisen und schnelle Zeitrafferaufnahmen unterwegs ist.
Intervall-Timer-Einstellungen
Jede Sony Kamera ermöglicht die einfache Aufnahme von Zeitraffersequenzen mit Hilfe der Intervall-Timer-Funktion, die Sie unter „Intervallaufnahmefunktion“ im Menü „Aufnahme-/Drive-Modus“ finden.
Das Aufnahmeintervall ist die Zeitspanne zwischen den einzelnen Bildern und hängt von Ihrem Motiv ab. Bei bewegten Motiven (z.B. Menschen oder Wolken am Himmel) empfiehlt sich ein Intervall von 1-2 Sekunden. Für Sonnenauf- oder -untergänge eignet sich ein längeres Intervall von 2-5 Sekunden. Das richtige Intervall zu finden ist eine Frage der Erfahrung – experimentieren Sie also einfach ein wenig und entwickeln Sie ein Gefühl dafür, was gut funktioniert.
Die Anzahl der Aufnahmen ist eigentlich selbsterklärend, aber denken Sie daran, dass Sie die Länge Ihres fertigen Videos erhalten, wenn Sie diese Anzahl durch 25 teilen. Bei Sony Kameras wird die Gesamtaufnahmedauer unten im Menübildschirm des Intervalltimers angezeigt, so dass Sie immer die genaue Aufnahmedauer Ihrer Alpha Kamera im Auge haben.
Belichtung und Fokussierung
Die Einstellung „AE-Verfolgungsempfindlichkeit“ steuert, wie die Kamera auf Belichtungsänderungen bei Aufnahmen im Automatikmodus reagiert. Zur Vermeidung von Belichtungssprüngen und für ein gleichmäßigeres Ergebnis ist es sinnvoll, diese Einstellung auf „Mittel“ zu belassen. Wenn Sie absolut sicher sind, dass sich die Beleuchtung während der Aufnahme nicht ändern wird, können Sie die korrekte Belichtung auch manuell einstellen.
Die Fokussierung wird mit dem ersten Bild der Sequenz festgelegt. Vergewissern Sie sich daher, dass der Fokus genau dort liegt, wo Sie ihn haben möchten, um eine unscharfe Bildsequenz zu vermeiden.
Verschluss und Bildgröße
Die Aufnahme von Hunderten oder sogar Tausenden von Bildern benötigt viel Speicherplatz sowie viel Zeit für die Übertragung und Bearbeitung auf dem Computer. Um Speicherplatz zu sparen und Arbeitsabläufe zu beschleunigen, empfiehlt es sich, das Seitenverhältnis auf 16:9 zu ändern und die Dateigröße so weit zu reduzieren, dass sie einer 4K-Ausgabe nahe kommt. Bei der Sony Alpha 7 IV zum Beispiel beträgt die Bildgröße bei mittlerer Einstellung 12 Megapixel.
Es ist auch von Vorteil, den elektronischen Verschluss Ihrer Kamera zu verwenden, den Sie im Menü der Intervallaufnahme finden. Dies verlängert die Lebensdauer des mechanischen Verschlusses, der mehrere hunderttausend Aufnahmen überstehen kann.
Wenn alles bereit ist, können Sie den Auslöser drücken, um die Intervallaufnahme zu starten.
Zusammenstellung
Nachdem Sie Ihre Bilder aufgenommen haben, ist es an der Zeit, das Zeitraffervideo zu erstellen. Am einfachsten geht das mit der Sony Imaging Edge Desktop-Software.
Um Ihren Zeitrafferfilm zu erstellen, wählen Sie „Viewer“ im Startmenü und navigieren Sie zu Ihrer Bildsequenz, um sie im Viewer-Bildschirm zu laden. Wählen Sie alle Bilder aus, die Sie verwenden möchten, klicken Sie dann mit der rechten Maustaste und wählen Sie „Zeitrafferfilm erstellen“.
Das Menü „Zeitrafferfilm erstellen“ ist im Grunde ganz einfach. Die von Ihnen ausgewählten Bilder werden bearbeitet und neue Bilder werden erstellt, die dann für den Zeitrafferfilm verwendet werden.
Wenn Sie mit Bildern im RAW-Format arbeiten, wird das Fenster „Entwicklung“ angezeigt. Hier können Sie wählen, ob Sie die Einstellungen jeder einzelnen RAW-Datei oder eine universelle Einstellung auf alle Dateien anwenden möchten.
In den Dateieinstellungen können Sie auswählen, wie und wo die neu erstellten Bilddateien gespeichert werden sollen. Wenn Sie Ihre Bilder im Seitenverhältnis 16:9 aufgenommen haben, wählen Sie die Einstellung „Zuschneiden“ und verwenden Sie die gleiche Einstellung wie bei der Aufnahme. Andernfalls wählen Sie 16:9 und die Einstellung „Zuschneiden“.
Zum Schluss müssen Sie das Video exportieren. Wählen Sie hierzu einen geeigneten Namen und Speicherort für Ihr Video und legen Sie die Größe fest. In den meisten Fällen ist 4K empfehlenswert, wobei die Wiedergabegeschwindigkeit auf x1 und das Videoformat auf PAL eingestellt werden sollte.
Jetzt müssen Sie nur noch auf „Weiter“ klicken und schon können Sie sich Ihr fertiges Zeitraffervideo ansehen.
Sie können die neueste Version von Imaging Edge Desktop von Ihrer lokalen Sony Creators' Cloud-Website herunterladen.
Kurzfassung