Planen Sie im Voraus
Ein Feuerwerk dauert meist nicht lange – also planen Sie im Voraus. Überlegen Sie, wie Ihre Aufnahmen ungefähr aussehen sollen, und besuchen Sie den Ort möglichst schon einmal tagsüber, um auszuprobieren, wo Sie sich am besten hinstellen und welche Objektive Sie benötigen. So sind Sie optimal vorbereitet, wenn der Himmel zu funkeln beginnt.
Wenn Sie nachts im Dunkeln arbeiten, kann die Suche nach bestimmten Utensilien in der Kameratasche schwierig werden. Packen Sie daher mit Bedacht. Es lohnt sich immer, eine kleine Taschenlampe dabeizuhaben, falls Sie etwas suchen oder einfach nur schauen müssen, wohin Sie gehen.
Aufnahmeeinstellungen
Um maximale Flexibilität zu gewährleisten, fotografieren Sie lieber im RAW- als im JPEG-Format. So werden mehr Daten erfasst und Sie können die Belichtung in der Nachbearbeitung feinabstimmen.
Objektivauswahl und Bildkomposition
Wenn das Feuerwerk über Ihnen stattfindet, sollten Sie ein Weitwinkelobjektiv verwenden. Sony Benutzer haben das Glück, viele hervorragende Weitwinkelobjektive wie das FE 14mm f/1.8 GM, das FE 20mm f/1.8 G oder das flexibel einsetzbare FE 12-24mm f/2.8 GM Zoomobjektiv zur Auswahl zu haben. Eine preisgünstigere Option ist das FE 12-24mm f/4 G Zoomobjektiv.
Wenn Sie sich weiter vom Feuerwerk entfernt befinden, zum Beispiel auf einem Berg mit Blick auf eine Stadt, müssen Sie eine geeignete Brennweite bestimmen. Mit einem Zoomobjektiv wie dem FE 24-70mm f/2.8 GM II oder dem FE 24-105mm f/4 G OSS sollten die gewünschten Aufnahmen kein Problem darstellen.
Stabilisierung und Verschlusszeit
Um die einzelnen Feuerwerksblumen einzufangen, benötigen Sie eine Verschlusszeit, die den Vorgang schnell genug einfrieren kann, aber auch lang genug ist, um etwas Licht in die Kamera zu lassen. Die längste Verschlusszeit, mit der Sie aus der Hand fotografieren können, hängt von mehreren Faktoren ab, unter anderem davon, wie ruhig Sie die Kamera halten können, und von der Brennweite des Objektivs. Stellen Sie sicher, dass die SteadyShot-Funktion Ihrer Kamera bzw. Ihres Objektivs aktiviert ist, um eventuelle kleine Bewegungen auszugleichen. Versuchen Sie, mit einer Verschlusszeit zwischen 1/10 und 1/30 Sekunde zu beginnen, und prüfen Sie dann die Bilder, um zu sehen, ob sie angepasst werden muss.
Für das Fotografieren der Lichtstreifen oder mehrerer Feuerwerksblumen benötigen Sie eine längere Belichtung. Verwenden Sie dazu am besten ein Stativ, damit die Kamera vollkommen still steht. Wie lang die Verschlusszeit sein muss, ist eine Frage der persönlichen Präferenz. Sie kann zum Beispiel zwischen 1 und 30 Sekunden liegen – experimentieren Sie einfach mit der Umgebung und werden Sie kreativ.
Serienaufnahmen
Wenn Sie versuchen, eine einzelne Feuerwerksblume zu fotografieren, empfiehlt es sich, statt eine Langzeitbelichtungsaufnahme zu machen, auf Serienaufnahme zu schalten. So ist die Chance größer, dass ein gelungenes Bild dabei ist. Zwischen 3 und 5 Bildern pro Sekunde sollte die richtige Einstellung liegen.
Blende und ISO-Empfindlichkeit
Da die Verschlusszeit davon abhängt, wie Sie das Feuerwerk einfangen möchten, sollten Sie die ISO-Empfindlichkeit so niedrig wie möglich einstellen, um das Rauschen minimal zu halten. Was die Blende betrifft, beginnen Sie am besten mit einer Einstellung in der Mitte des Bereichs – f/8 ist ein guter Ausgangspunkt. Da das Fotografieren von Feuerwerken schon etwas Besonderes ist, müssen Sie immer ein wenig herumprobieren und die Belichtungseinstellungen anpassen, bis Sie die richtige gefunden haben.
Mit Hintergrundmotiven wie der Silhouette einer Menschenmenge oder eines Baumes können Sie eine zusätzliche Ebene in Ihre Bilder bringen. Wenn Sie etwas in den Vordergrund stellen möchten, sollten Sie die Blende weiter verkleinern, um eine größere Tiefenschärfe zu erzielen und es im Fokus zu haben. In diesem Fall können Sie den Belichtungsabfall ausgleichen, indem Sie die ISO-Empfindlichkeit erhöhen. Wie gesagt, beim Fotografieren von Feuerwerken gehört das Ausprobieren dazu. Finden Sie heraus, was in der jeweiligen Umgebung am besten funktioniert.
Rauschunterdrückung bei Langzeitbelichtung
Wenn Sie Aufnahmen mit einer Belichtungszeit von mehr als einer Sekunde machen, sollten Sie im Menü Ihrer Sony Kamera nachschauen, ob die Rauschunterdrückung für die Langzeitbelichtung aktiviert ist. Damit wird nach der Aufnahme automatisch die Rauschunterdrückung für den gleichen Zeitraum wie die Verschlusszeit aktiviert. Wenn Sie also eine 10-Sekunden-Belichtung wählen, läuft die Rauschunterdrückung für weitere zehn Sekunden, um eventuelles Rauschen zu reduzieren.
Fokussierung
Beim Fotografieren von Feuerwerk vor dem dunklen Nachthimmel sollten Sie auf den manuellen Fokus umschalten. Wenn der Himmel schwarz ist, gibt es für die Kamera nichts, worauf sie automatisch fokussieren kann. Schalten Sie stattdessen auf manuell um und stellen Sie den Fokus auf unendlich, denn das ist die größte Entfernung, die Sie fokussieren können. Der unendliche Fokus wird auf dem Kameradisplay mit dem Symbol ∞ angezeigt. Beachten Sie jedoch, dass einige Objektive tatsächlich über die Unendlichkeit hinaus fokussieren – das sollten Sie vorher prüfen. Wenn der Mond oder die Sterne sichtbar sind, können Sie diese als Referenzpunkt verwenden.