GRUNDWISSEN OBJEKTIVE

Begriffe rund um Objektive

[Aspherical] Asphärisches Objektiv

Die sphärische Aberration ist eine geringfügig falsche Ausrichtung der Lichtstrahlen, die von einer einfachen sphärischen Linse auf die Bildoberfläche projiziert und durch Refraktionsunterschiede an verschiedenen Punkten der Linse verursacht wird. Diese falsche Ausrichtung kann die Bildqualität von Objektiven mit großer Blende mindern. Die Lösung besteht in der Verwendung einer oder mehrerer speziell geformter „asphärischer“ Elemente nahe der Blende, um die Ausrichtung auf der Bildoberfläche wiederherzustellen und dabei einen hohen Schärfegrad und Kontrast bei maximaler Blendenöffnung aufrechtzuerhalten. Um Verzerrungen zu reduzieren, können asphärische Elemente auch an anderen Positionen im Strahlengang verwendet werden. Durchdacht konzipierte asphärische Elemente können die Gesamtanzahl erforderlicher Elemente verringern und somit Größe und Gewicht des Objektivs insgesamt reduzieren.


[1] Sphärisches Objektiv [2] Asphärisches Objektiv [3] Brennebene

[XA] XA Objektiv (Extreme Aspherical)

Die Herstellung von asphärischen Objektiven gestaltet sich sehr viel schwieriger als von einfachen sphärischen Objektiven. Die neuen XA-Objektivelemente (extrem asphärisch) erreichen durch eine innovative Fertigungstechnologie eine äußerst hohe Oberflächenpräzision im 0,01-Mikometerbereich und kombinieren hohe Auflösung und wunderschöne Bokeh-Effekte auf unübertroffene Weise.

br>[1-1] Herkömmliche asphärische Linsenoberfläche [1-2] Unerwünschter Bokeh-Effekt [2-1] XA Linsenoberfläche (extrem asphärisch) [2-2] Weiches Bokeh

[AA] Fortschrittliche asphärische Linse

AA-Elemente (Advanced Aspherical) sind eine entwickelte Variante mit einem äußerst hohen Dickeverhältnis zwischen Mitte und Peripherie. Die Herstellung von AA-Elementen gestaltet sich äußerst schwierig und ist von der fortschrittlichsten verfügbaren Formungstechnologie abhängig, um die erforderliche Form- und Oberflächengenauigkeit zu erhalten. Daraus ergibt sich eine deutlich verbesserte Reproduktion und Wiedergabe.

[APD] Apodisation

„In einem herkömmlichen Objektiv entspricht das am Rand des Objektivs gesammelte Licht in etwa der Lichtmenge im Zentrum. Dies resultiert in einheitlich scharfen Punkten an den Brennpunkten „b“ und „c“ in der nachfolgenden Abbildung. Ein Spezialfilter, auch „optisches Apodisationselement“ genannt, fängt jedoch an den Rändern weniger Licht ein, was stattdessen an den Rändern der Punkte zu Diffusionen führt. Aufgrund dieser optischen Besonderheit werden elegantere Unschärfe-Effekte erzielt.

T-Nummern
Da das STF-Objektiv mit dem optischen Apodisationselement insgesamt weniger Licht als herkömmliche Objektive einfängt, werden Blendenöffnungsstufen durch T-Werte („transmission“, dt. „Übertragung“) ersetzt. In der Praxis können beide Werte synonym verwendet werden, um die Belichtung zu ermitteln.“

[1] STF Objektiv [2] Herkömmliches Objektiv [3] Optisches Apodisationselement [4] Unschärfe bei STF Objektiv (um Brennpunkt „a“) [5] Unschärfe bei herkömmlichem Objektiv (um Brennpunkt „a“)

[Nano AR] Nanobeschichtung

Die Original-Nanobeschichtung von Sony sorgt für eine Objektivbeschichtung mit einer präzisen und ebenen Nanostruktur und ermöglicht eine akkurate Lichtübertragung. Gleichzeitig werden unerwünschte Reflexionen vermieden, die zu Lichtreflexionen und Geistereffekten führen. Die Reflexionsunterdrückungseigenschaften der Nanobeschichtung sind herkömmlichen Antireflexionsbeschichtungen – wie Beschichtungen mit irregulärer Nanostruktur – weit überlegen und sorgen für mehr Schärfe, Kontrast und eine insgesamt bessere Bildqualität.


[1] Einfallendes Licht [2] Reflektiertes Licht [3] Übertragenes Licht [4] Glas [5] Antireflexionsbeschichtung [6] Nanobeschichtung

Mit Nanobeschichtung

Mit Nanobeschichtung

Ohne Nanobeschichtung

Ohne Nanobeschichtung

[F coating] Fluorbeschichtung

Das freiliegende vordere Element eines Objektivs kann durch Wasser, Matsch, Öl, Fingerabdrücke und sonstigen Schmutz verschmutzt werden. Dies kann nicht nur die Bildqualität beeinträchtigen, sondern auch das Objektiv beschädigen. Sony bietet hierfür eine wirkungsvolle Lösung. Durch die Fluorbeschichtung des vorderen Elements ist der Berührungswinkel für Flüssigkeiten größer, sodass die Benetzbarkeit des Objektivs verringert und dieses somit Schadstoffe besser abweisen kann. Auf Wasser bzw. Öl basierter Schmutz, der sich am Objektiv festsetzt, kann ganz einfach weggewischt werden. Neben der Tatsache, dass die Objektive bestens geschützt sind, sorgt die Fluorbeschichtung dafür, dass die Objektive auch unterwegs sauber bleiben.

ZEISS® T* Beschichtung 

Dass es sich bei der Technik der Linsenbeschichtung – Bedampfung der Linsenoberfläche mit einer gleichmäßigen dünnen Materialschicht zur Entspiegelung und Verbesserung der Lichtdurchlässigkeit – ursprünglich um ein von ZEISS patentiertes Verfahren handelte, ist gemeinhin bekannt. Das Unternehmen ZEISS entwickelte auch Mehrfachbeschichtungen für fotografische Objektive und wies ihre Wirksamkeit nach. Aus dieser Technologie ist die heutige T* Beschichtung hervorgegangen.

Bis zur Einführung beschichteter Linsen bestand das Problem, dass ein großer Teil des auftreffenden Lichts von der Linsenoberfläche reflektiert wurde. Die Lichtdurchlässigkeit war also reduziert und es war nur schwer möglich, mehrere Linsenelemente in einem Objektiv zu verbauen. Erst durch wirksame Beschichtungen wurde es möglich, komplexere Optiken mit ungleich höherer Leistung zu bauen. Die geringere interne Reflexion trug zu einer Verringerung von Blendenflecken und einer Erhöhung des Kontrasts bei.

Die ZEISS T* Beschichtung wird nicht einfach auf jede Linse aufgebracht.


[1] Lichtquelle [2] Bildsensor [3] Reduzierte Lichtreflexion

Mehrfachbeschichtung

Obwohl der Großteil des Lichts, das auf ein optisches Glas trifft, dieses direkt durchdringt, wird ein Teil des Lichts an der Oberfläche des Objektivs reflektiert, sodass Reflexionen oder Geistereffekte entstehen.Um dieses Problem zu vermeiden, muss die Linsenoberfläche mit einer dünnen Antireflexionsbeschichtung versehen werden. α Objektive verwenden eine exklusive Mehrfachbeschichtung, damit solche Probleme bei zahlreichen verschiedenen Wellenlängen vermieden werden.

[IF] Interne Fokussierung

Beim Scharfstellen werden nur die mittleren oder hinteren Linsenelemente des optischen Systems bewegt. Der Vorteil liegt dabei in der gleichbleibenden Gesamtlänge des Objektivs. Außerdem wird das Drehen des Filtergewindes an der Vorderseite des Objektivs vermieden, was besonders bei Verwendung eines Polarisationsfilters hinderlich wäre.

[PZ] Leistungsstarker Zoom

α Objektive von Sony mit einem Power-Zoom bieten eine optimierte Steuerung und Ausdrucksmöglichkeiten bei Videoaufnahmen dank fließendem, konsistentem Zoomen, was bei handgeführten Aufnahmen nur schwer zu erreichen ist. Genau wie eine hervorragende Verlaufsverfolgung sind Details wie eine fließende Beschleunigung und Verzögerung ebenfalls wichtig. Ermöglicht wird all dies durch die Kombination aus ausgereifter Camcorder-Technologie von Sony und modernen Innovationen, wie das optische und mechanische Design bis hin zur originalen Aktuatortechnologie von Sony. All diese Vorteile werden durch die anspruchsvolle interne Fertigung vereint. Der interne Zoom ist eine weitere nützliche Funktion: Die Länge des Objektivs bleibt beim Zoomen konstant, und der Tubus rotiert nicht, sodass Polarisationsfilter und andere positionsabhängige Filter ohne zusätzliche Unterstützung verwendet werden können.

[SMO] Reibungslose Bewegungsoptik

SMO (Abkürzung für Smooth Motion Optics) ist ein Optik-Designkonzept für Wechselobjektive von Sony, das speziell dazu dient, die höchstmögliche Bildqualität und Auflösung bei bewegten Bildern zu erreichen.

Das SMO-Design berücksichtigt drei Punkte, die für Filmaufnahmen wichtig sind:

- Fokusatmung (Sichtwinkelstabilität beim Fokussieren) wird durch einen internen Präzisionsfokusmechanismus effektiv minimiert.

- Geringfügige Fokusänderungen während des Zoomens werden durch einen speziellen Tracking-Einstellungsmechanismus ersetzt.

- Die laterale Verschiebung der optischen Achse beim Zoomen wird durch einen internen Zoommechanismus ersetzt, der die Länge des Objektivs bei allen Brennweiten konstant hält.

Um den erforderlichen Präzisionsgrad zu erreichen, bedarf es eines anspruchsvollen Designs und einer kontinuierlichen Überwachung während der Herstellung. Die Vorteile bei der Videoaufnahme mit Objektiven, die über eine große Blendenöffnung verfügen, sind jedoch besonders bei Großformat-Sensoren spektakulär und definitiv die Mühe wert.

[IZ] Interner Zoom

Eine Zoomausführung bei Objektiven. Der Vorteil des internen Zooms besteht darin, dass die Länge des Objektivs beim Zoomen konstant bleibt und der Zylinder nicht gedreht wird, sodass Polarisationsfilter und andere positionsabhängige Filter ohne zusätzliche Hilfsmittel verwendet werden können.

[LR MF] Linear ansprechende manuelle Fokuseinstellung

Die linear ansprechende manuelle Fokuseinstellung verleiht mehr Feingefühl beim Scharfstellen. Der Fokusring kann beim manuellen Fokussieren extrem feinfühlig betätigt werden und die dadurch erfolgende Benutzereingabe wird präzise umgesetzt. Mit der linear ansprechenden Fokuseinstellung erfolgt das Scharfstellen intuitiv und fühlt sich fast genauso an wie mit einem mechanischen Fokusring. Der Fokus wird linear in Abhängigkeit zur Drehung des Fokusrings verändert, sodass der Benutzer auch dann die unmittelbare Kontrolle hat, wenn schnelles, präzises manuelles Scharfstellen gefragt ist.

[Floating F] Flotierende Fokussierung 

Der Mechanismus für die flotierende Fokussierung sorgt für eine durchgehend hohe Auflösung im unendlichen bis hin zum kürzesten Fokussierabstand. Mit diesem System werden alle Arten von Abbildungsfehlern auf ein Minimum reduziert und scharfe, hochaufgelöste Aufnahmen im unendlichen Fokusbereich, beispielsweise bei Landschaften, bis hin zu sehr kurzen Fokussierabständen bei Porträts oder ähnlichen Motiven begünstigt.

[DDSSM] DDSSM System (Ultraschallmotor als Direktantrieb)

Das neue DDSSM-System dient zur präzisen Positionierung der schweren, für das Vollformat erforderlichen Fokuseinheit und ermöglicht genaues Fokussieren auch bei geringer Schärfentiefe. Das DDSSM Antriebssystem ist außerdem bemerkenswert leise, wodurch es sich gerade für Filmaufnahmen bestens eignet, da beim Aufzeichnen von Szenen mit einem sich ständig verändernden Fokus gearbeitet wird.

[RDSSM] RDSSM System (ringförmiger Ultraschallmotor)

Bei einem ringförmigen Ultraschallmotor (Ring Drive Super Sonic wave Motor, RDSSM) handelt es sich um einen piezoelektrischen Motor, der den sanften und geräuscharmen Antrieb für den Autofokus bildet. Der Motor gibt bei geringer Drehzahl ein hohes Drehmoment ab und spricht bei Start- und Stoppvorgängen unmittelbar an. Zudem ist er extrem leise und trägt so zu einem insgesamt sehr geräuscharmen Autofokus bei. Objektive mit RDSSM System sind darüber hinaus mit einem Positionssensor ausgestattet, mit dem der Drehwinkel des Objektivs direkt erkannt wird, und erlauben so insgesamt eine genauere automatische Scharfstellung.

Das der ringförmige Ultraschallmotor (Ring Drive Super Sonic wave Motor, RDSSM) besteht aus einem Rotor (links) und einem Stator (rechts), an dem piezoelektrische Elemente befestigt sind.

[LM] Linearmotor

Die speziell entwickelten Linearmotoren bilden den direkten, kontaktlosen elektromagnetischen Antrieb für die Fokussiereinheit, die sich somit extrem ruhig und reaktionsschnell ansprechen lässt. Der dem linearen Antriebssystem geschuldete geräuscharme Betrieb, das schnelle Ansprechverhalten und das präzise Stoppen sind nicht nur bei Fotoaufnahmen von Vorteil, sondern liefern auch die für Filmaufnahmen erforderliche sanfte und leise Funktion. 

[SAM] Smooth Autofocus Motor (SAM)

Statt den Fokusmotor in der Kamera zu verwenden, bieten SAM-Objektive einen in das Objektiv eingebauten Autofokusmotor, der die Fokuselementgruppe direkt antreibt. Da der integrierte Motor den Fokusmechanismus direkt dreht, ist der Betrieb deutlich besser und leiser als bei konventionellen verbundenen Autofokussystemen.

[STM] Schrittmotor

Ein Schrittmotor (STM) ist ein Motor mit einem Mechanismus, der den Drehvorgang in eine Reihe von Schritten unterteilt, um eine kontrollierte Drehung zu erreichen. Er dreht sich jedes Mal um einen Schritt, wenn er einen elektrischen Impuls empfängt. Mithilfe des STM kann das Objektiv bei der Aufnahme von Fotos und Filmen reibungslos und leise fokussieren.

[FHB] Fokushaltetaste: 

Sobald Sie den Fokus so ausgerichtet haben, wie Sie es möchten, wird durch Drücken dieses Knopfs auf dem Objektivtubus das Objektiv auf diesem Fokusabstand arretiert. Über die benutzerdefinierten Einstellungen der Kamera kann diesem Knopf auch die Vorschaufunktion zugewiesen werden.

[FRL] Fokusbereichsbegrenzer

Durch diese Funktion sparen Sie ein wenig Zeit während des AF-Betriebs, indem eine Grenze für den Brennweitenbereich festgelegt wird. Bei Makroobjektiven kann diese Grenze entweder im Nah- oder Fernbereich sein (wie abgebildet). Beim SAL70200G wird die Grenze nur für die Fernbereiche festgelegt. Beim SAL300F28G kann die Fokussierung entweder auf einen Fernbereich oder einen von Ihnen selbst festgelegten Bereich begrenzt werden.

[I/A ring] Irisblende / Blendenring 

Die Irisblende bzw. der Blendenring erlaubt eine intuitive Steuerung der Blendenöffnung. Er ermöglicht eine stufenlose und absolut benutzerfreundliche Blendeneinstellung.

[I/A click] Schalter für Blendenstufen 

Ein Blendenring bietet die Direktheit und Reaktionsgeschwindigkeit, die professionelle Fotografen und Filmemacher benötigen. Mit dem Ein/Aus-Schalter für die Blendenstufen können bei Bedarf „einrastende“ Blendenstufen aktiviert/deaktiviert werden. Wenn die Blendenstufen aktiviert wurden, erhält der Benutzer bei Betätigung des Blendenrings eine haptische Rückmeldung, mit der er seine Anpassungen einfacher abschätzen kann. Diese Einstellung ist also eine gute Wahl für Fotoaufnahmen. Wenn die Blendenstufen deaktiviert wurden, kann der Blendenring sanft und leise bewegt werden. Diese Einstellung eignet sich also ideal für Videoaufnahmen, bei denen eine geräuscharme und stufenlose Betätigung gefragt ist.

[ZRDSL] Rastschalter zur Auswahl der Zoom-Drehrichtung 

Die Drehrichtung des Zoomrings ist umkehrbar. Zum Umschalten der Drehrichtung des Zoomrings entsprechend den Vorlieben des jeweiligen Benutzers muss nur ein einfacher mechanischer Schalter betätigt werden. Die Drehrichtung des Zoomrings kann so bei Bedarf einfach umgekehrt werden.

[OSS] Optischer SteadyShot 

Die in das Objektiv integrierten Gyrosensoren erkennen selbst leichte Bewegungen, und der Bildstabilisator gleicht diese optimal aus, um Verwacklungen zu verhindern. Die Verwendung präziser, geräuscharmer Linearantriebe und Technologien, die auch in hochwertigen professionellen Camcordern von Sony zum Einsatz kommen, sorgen für eine außergewöhnlich ruhige und effektive Bildstabilisierung bei Video- und Fotoaufnahmen.

[DMR] Staub- und spritzwassergeschützte Konstruktion 

Das Objektiv ist staub- und spritzwassergeschützt konstruiert, sodass es selbst unter rauen Aufnahmebedingungen im Außenbereich zuverlässig funktioniert.

[Circular] Zirkulare Blende 

Generell gilt, dass eine Blende mit 7, 9 oder 11 Blendenlamellen die Form eines 7-, 9- oder 11-seitigen Polygons annimmt, wenn die Blende verkleinert wird. Dies führt allerdings zu dem unerwünschten Effekt, dass die Defokussierung von punktuellen Lichtquellen polygonal und nicht rund dargestellt wird. α Objektive lösen dieses Problem mithilfe eines einzigartigen Designs, bei dem die Blende von der weitesten Öffnung bis zur Schließung durch 2 Blendenstufen eine beinahe perfekt runde Form beibehält. Dadurch lässt sich eine elegantere, natürlichere Unschärfe erreichen.


Blendendesigns im Vergleich: [1] Herkömmliche Blende [2] Zirkulare Blende