Wenn die blaue Stunde sich über Paris legt und die ersten elektrischen Lampen in der zunehmenden Dunkelheit funkeln, richtet der Fotograf Jeroen van Dam seine Sony α 7R III auf ein Paar, das die beleuchtete Fassade eines historischen Uhrenturms betrachtet. Dieses Foto ist aber keine gewöhnliche Stadtaufnahme. Jeroen sitzt nämlich auf einem nahe gelegenen Vorsprung, zig Meter über der Straße, und das Paar selbst steht auf dem steilen Dach des darunter liegenden Gebäudes. Wie sind wir eigentlich hierher gekommen?
Mit seinem Hintergrund in den Bereichen Architektur und Stadtplanung und inspiriert von Stadtlandschaften in Science-Fiction- und Action-Filmen, passt diese Art von Bildern hervorragend zu Jeroen. „Als ich vor etwa sechs Jahren mit der Fotografie begann, waren Städte für mich eine logische Wahl“, erklärt er. „Ich suche immer nach den verborgenen Teilen der Stadt, wie Dächer, Tunnel und verlassene Gebäude ... magische Orte, denen die meisten Menschen auf ihrem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen nie begegnen …“
Auf der Suche nach eindrucksvollen Szenen kombiniert Jeroen in seinen jüngsten Arbeiten Stadtlandschaften mit dem, was er „geheimes Nachtleben“ nennt. Diese Projekte „sind eine Möglichkeit, unsere urbane Welt zu erkunden und neu zu entdecken“, sagt er, „und zugleich eine Chance, eine alternative Version der Stadt zu zeigen. Dabei arbeite ich mit jungen Leuten zusammen, die mutig genug sind, in die unberührten Teile unserer Städte einzutauchen, und baue sie dann in die Bildkomposition ein. Das verleiht den Szenen stets einen Maßstab. Und weil sie in diesen großen Räumen oft fehl am Platz wirken, ist es eine Möglichkeit, unsere Beziehung zur Stadt zu hinterfragen.“
Jeroen macht seine Aufnahmen fast immer nachts „wegen der Art und Weise, wie künstliches Licht einer Stadt Tiefe, Struktur und intensive Farben verleiht.“ „Ich liebe es auch, in der blauen Stunde zu arbeiten, wenn die Reste des natürlichen Lichts sich mit dem künstlichen Licht vermischen“ , erläutert Jeroen. „Ich fotografiere mit Blendenpriorität“, fährt er fort, „für gewöhnlich mit f/9 bis f/11, um sicherzustellen, dass die gesamte Szene knackig und scharf ist. Deshalb ist auch ein Stativ sehr wichtig.“
In dieser Hinsicht ist die Bildqualität seiner Sony α 7R III von entscheidender Bedeutung, sagt Jeroen, ebenso wie der Dynamikbereich, den sie bietet. „Diese Bilder brauchen Zeit, also benötige ich eine Kamera, die das Beste aus dem Aufwand macht, den ich investiere. Die hochauflösenden Modelle von Sony bieten mir die Möglichkeit, große Drucke anzufertigen, bedeuten aber auch, dass ich das Originalbild stark zuschneiden kann, um die Komposition zu optimieren. Die Balance zwischen natürlichem und künstlichem Licht zu finden, ist oft schwierig, aber mit der Sony α 7R III lassen sich problemlos Belichtungsreihen bilden oder alle notwendigen Schatten- und Lichtdetails in Lightroom aus der Rohdatei ziehen.“
Wie kann man also Motive, die viele von uns täglich wahrnehmen, noch dramatischer erscheinen lassen? Unter anderem liegt die Antwort in der Höhe, sagt Jeroen. „Ein Blickwinkel aus ungewöhnlicher Höhe, ob hoch oder niedrig, kann vertraute Orte wesentlich aufregender erscheinen lassen“, erklärt er, „manchmal reicht es schon, die Kamera einmal nicht auf Augenhöhe zu halten.“ Natürlich geht Jeroen noch einen Schritt weiter und erklimmt auf der Suche nach dem geeigneten Blickwinkel die höchsten Gebäude. „Es geht immer um die beste Komposition“, fährt er fort, „und darum, Führungslinien oder Stellen zu finden, an denen die Gebäude dann gut im Bilddrittel platziert sind. Manchmal befindet sich dieser Blickwinkel auf halber Höhe, an einer Stelle, an der man noch Teil des Stadtbildes ist und sich noch nicht in der Vogelperspektive befindet.“
Ein weiterer Vorteil, den jeder kennt, der schon einmal die Treppen eines Wolkenkratzers hinaufgestiegen ist, sind die Größe und das Gewicht der Sony α 7R III sowie anderer spiegelloser Vollformatkameras und Objektive aus der α Serie. „Wie man sich vorstellen kann, sind diese Stellen oft schwer zu erreichen“, lächelt Jeroen, „und manchmal muss ich stundenlang zu Fuß gehen und alles mit mir herumtragen oder 40 Stockwerke hinaufsteigen, also muss meine gesamte Ausrüstung klein und leicht sein – aber gleichzeitig auch leistungsstark. Alles muss in meinen Rucksack passen, und in Kombination mit ihrer Qualität sind die Kameras von Sony dafür am besten geeignet.“
„Das FE 16–35 mm f/2.8 GM ist in den meisten Situationen meine erste Wahl“, fährt er fort, „denn es bietet bei sämtlichen Blendeneinstellungen eine unglaubliche Schärfe, und die Brennweite dieses Ultraweitwinkelobjektivs spielt bei den meisten Architekturaufnahmen oder Fotos von Hausdächern eine wichtige Rolle. Ultraweitwinkelobjektive verleihen einer Aufnahme außerdem mehr Tiefe, und wenn man diese Funktion richtig einsetzt, können dadurch der Maßstab oder auch die Höhe eines Gebäudes hervorgehoben werden. In manchen Fällen, wie beispielsweise in meiner Aufnahme des Gasometers in Wien, benötige ich sogar eine noch weitere Ansicht. Da diese Objektive aber zu keinerlei Verzerrung führen, kann ich ganz einfach zwei oder sogar mehr Bilder machen und sie anschließend zusammenfügen.“
Was hat Jeroen seiner Meinung nach durch die Art und Weise, wie er Städte fotografiert, gelernt? „Eigentlich nur zwei Dinge“, sagt er lächelnd. „Erstens: Suche immer nach ungewöhnlichen Blickwinkeln und Orten. Überlege, wie andere Leute die Dinge sehen, und mache es dann anders. Dadurch erhältst du eine andere Perspektive und machst packendere Aufnahmen.“ Und zweitens? „Ich habe festgestellt, dass die Herausforderung, diese spannenden Orte in einer Stadt zu finden und zu erreichen, Teil des ganzen Spaßes ist“, fährt er fort, „„deshalb ist es wichtig, rauszugehen und es selbst zu erleben.“
Mehr über Jeroens Arbeit finden Sie auf: