Für Kameramann und Fotograf António Morais verkörpert sein Werbefilm „Faixa 002“ für die Sony FX2 – produziert von RAW.filmes, Regie und Schnitt übernahm das Kreativduo TWINPAACK – den Doppelcharakter der Kamera in ihrer schönsten Form. „Im Portugiesischen wird FX2 ‚Faixa Dois‘ ausgesprochen und ‚Faixa‘ mit einem F und einem X geschrieben. Im Grunde bedeutet es also ‚Track 2‘ oder ‚Faixa 002‘. Wir wollten dieses Konzept der Dualität der Dinge erforschen, die Idee, dass man eine Version von sich selbst der Öffentlichkeit präsentieren, im Privatleben aber jemand ganz anderes sein kann. Ich denke, dass diese Kamera diese Dualität besitzt.“
Die Dualität der Sony FX2 beruht auf ihrem 33-Megapixel-Vollformatsensor. Damit kann sie ein 4K Video aus herunterskaliertem 7K Filmmaterial aufnehmen und so eine unglaubliche Detail- und Bildqualität erzielen. Mit 4:2:2 10-Bit-Aufnahme, S-Log3 und S-Cinetone sowie 16 Bit RAW-Video über HDMI ist sie eine voll ausgestattete Filmkamera und wartet dennoch mit der exakten Fotoauflösung der meistverkauften Alpha 7 IV Kamera von Sony auf. „Ich würde die FX2 als umgekehrtes Hybridmodell bezeichnen, d. h. eine Filmkamera, mit der auch hochauflösende Fotos geschossen werden können“, meint António. „Die Leute sagen, sie liegt zwischen der FX30 und der FX3, aber für mich ist sie eine Kamera, die einen neuen Weg einschlägt.“
Der Film ist eine Hommage an die 90er-Jahre und birgt so manches unvergessene Erinnerungsstück, während wir einer aufstrebenden Schauspielerin folgen, gefangen zwischen ihrem banalen Arbeitsleben und der Manifestation ihrer künstlerischen Ambitionen. Wenn sie die Musik auf ihrem Sony Mini Disc Player hört, sind das Adrenalin und die Kraft eines Motorrads der gleiche Treibstoff wie ihr Ehrgeiz und ihre Freiheit.
Während ein Großteil des Films mit der Sony FX2 gedreht wurde, finden sich auch kleine Abschnitte, die mit einer Sony Mini DV Handycam aufgenommen wurden, um eine authentische 90er-Jahre-Optik zu schaffen. „Wir wollten dem Digitalen Tribut zollen. Eine Zeit lang herrschte eine Nostalgie für analoge Filmaufnahmen, jetzt aber bekommt eine Generation ein nostalgisches Gefühl für frühe digitale Aufnahmen und Produkte.“
Die FX2 selbst verfügt über einen beweglichen Sucher, wie er bei Handycams der 1990er-Jahre zu finden war, eine Funktion, die António als Beleg für einen Generationskluft betrachtet. „Viele Menschen, die Ende der 90er-Jahre geboren wurden, wurden von klein auf daran gewöhnt, Kameras über den Bildschirm zu bedienen, entweder an ihren kompakten Digitalkameras oder mit den Smartphones ihrer Eltern. Die Leute haben sich angewöhnt, einen Monitor zu benutzen, und sie erkennen nicht die Vorteile eines Suchers.“ Für António liegt der Vorteil auf der Hand und brachte ihn überhaupt erst auf die Idee mit der Kamera. „Der Sucher ist bei dieser Kamera das Wichtigste. Ich habe sie sofort bestellt, als ich den Sucher zum ersten Mal sah.“
„Faixa 002“ wurde an einem einzigen Tag gedreht, mit einer ganzen Filmcrew und einer Vielzahl von Szenen an verschiedenen Orten. Besonders bei Aufnahmen im hellen Sonnenlicht hat sich der Sucher bewährt. „Wir haben ein paar Szenen mit dem Sucher gedreht, weil ich tagsüber gefilmt habe. Es ist immer schön, der Sonne zu entfliehen, indem man durch den Sucher schaut. Ich finde es toll, dass der Sucher mit einem schönen Silikongummi-Okular und an der Seite mit einer programmierbaren Taste ausgestattet ist. Diese Taste habe ich genutzt, um die LUT-Vorschau ein- und auszuschalten und so schnell die Belichtung und das endgültigen Aufnahmen zu prüfen.“ António ist es gewohnt, mit der Sony FX3 Kamera sowie den Burano und Venice CineAlta Kameras zu filmen. Die FX2 verfügt über den BIG6 (Home) Bildschirm, mit dem auch solche Filmkameras ausgestattet sind. Kameraleute können darüber die sechs am häufigsten verwendeten Einstellungen sehen und darauf zugreifen: Bilder pro Sekunde, ISO, Verschlusszeit/-winkel, Blende/ND-Filter, Look und Weißabgleich. „Das ist sehr praktisch, da die Assistenten die Einstellungen schnell sehen und überprüfen können, ob alles korrekt ist“, sagt António. Der Dynamic Active SteadyShot Bildstabilisator der FX2 beeindruckte António besonders bei handgeführten Sequenzen. „Alles wirkt fließender und natürlicher“, meint er und erinnert sich an eine Szene, die er mit dem Sony FE 24mm f/1.4 GM bei f/2.8 mit aktiviertem Dynamic Active gedreht hat, um beim Gehen eine Stabilität ähnlich wie mit einem Gimbal zu erreichen.
Während des eintägigen Drehs entdeckte António das kreative Potenzial, das in den Funktionen der FX2 steckt. Eine denkwürdige, traumartige Szene wurde mit einer Verschlusszeit gedreht, die länger war als die Bildwiederholrate, um verschwommene Aufnahmen zu erzeugen. „Für die Szene in der Bar baten wir Cláudia, die Schauspielerin, alle Bewegungen sehr langsam auszuführen, während sich alle um sie herum ziemlich schnell bewegten. Bei der Nachbearbeitung beschleunigten wir die Aufnahmen, sodass sich Cláudia mit normaler Geschwindigkeit bewegte, während die Welt um sie herum immer schneller wurde.“ António begann seine Karriere als Fotograf, bevor er zum Filmemachen wechselte, Fotos aber spielen in seinem Prozess nach wie vor eine wichtige Rolle. „Die FX2 ist eine Filmkamera, die Fotos ohne Einschränkungen aufnimmt. Es erfüllt alle Wünsche, die ich als Fotograf an eine Filmkamera hätte.“
CREDITSProduziert von RAW.filmes und António Morais; Regie: Twinpaack – Rita und Raquel Ferreira; Powered by Sony Portugal; Cláudia Gomes in der HauptrolleCrewKamera: António Morais; Produktionsleiterin: Ana Sousa; Kameraassistent: Vasco Araújo; Gaffer: Pedro Pimentel; Beleuchtung: Tomás Costa; Make-up & Haarstyling: Tatiana Silva; Schnitt: Twinpaack; Farbkorrektur: The Blum
„Beim Erzählen von Geschichten ist das Licht meine Muse und der Zufall mein wichtigster Verbündeter.“