Natürliches Licht und seine Wirkung auf das Bild

 Albert Dros

Der Fotograf Albert Dros überlässt ungern etwas dem Zufall, vor allem, was das Licht angeht. „Ich plane alles. Wann ist das Licht am besten? Wann geht die Sonne auf und unter? Wie wird das Wetter? Wenn ich Spiegelungen fotografiere, informiere ich mich sogar über Windgeschwindigkeit und Windrichtung. Ich weiß schon bevor ich ankomme, welche Szene ich fotografieren werde.“ 

Genau diese Liebe zum Detail schafft die unglaublichen Landschaften in Alberts Bildern. Seinen Blick für die Komposition verdankt er seiner Erfahrung als Grafikdesigner.

„Ich beschäftige mich erst seit ungefähr sechs Jahren ernsthaft mit dem Fotografieren, seit ich in Hongkong war. Da gab es so viel zu fotografieren! Von den Neonlichtern, die sich so schön in den nassen Straßen der Stadt spiegelten, bis hin zu den einsamen Hügeln, Bergen und Nationalparks, die nur 45 Minuten vor der Stadt liegen.“

Albert Dros Sony Alpha 7RII Landschaft in der Provence bei Nacht mit langer Belichtung
© Albert Dros | Sony α7R II | 25 Sek., ISO 6400

In dieser Landschaft entdeckte Albert seine Liebe für die Landschaftsfotografie. „Ich finde, dass ich viele meiner Erfahrungen als Designer in meine Landschaftsfotografie einbringen kann. Angefangen bei den Grundregeln der Komposition und Linienführung bis hin zu den Möglichkeiten, mit Licht Farben und Kontraste zu verstärken. Es gibt so viele Möglichkeiten.“

Albert Dros Sony Alpha 7RII spektakuläres Licht auf einem Vulkan
© Albert Dros | Sony α7R II + 55 mm f/1,8 ZA | 10 Sek. @ f/1,8, ISO 3200

Die Planung, die Albert in seine Bilder investiert, maximiert seine Chancen auf ein großartiges Bild. Aber wie alle Landschaftsfotografen ist auch Albert den Launen des Wetters ausgeliefert.

„Es ist sehr schwierig, sich bei der Planung nach dem Wetter zu richten, vor allem hier in den Niederlanden. Ich schaue mir alle Vorhersagen an – die hohen Wolken, die tiefen Wolken, die Windrichtung. Manchmal klappt es auch nicht und die Bilder gelingen einfach nicht. Aber ich bin experimentierfreudig. Manchmal schaue ich auch einfach, was passiert. Oft gehe ich an einen bestimmten Ort, um ein bestimmtes Bild zu machen, und bekomme am Ende ein ganz unerwartetes Foto.“

Albert Dros Sony Alpha 7RII Gracht in Amsterdam bei Nacht mit langer Belichtung

© Albert Dros | Sony α7R II | 30 Sek., ISO 50

Albert verwendet nur eine kleine Auswahl an Objektiven, hauptsächlich das FE 12–24 mm f/4 G, das ihm mit seiner Kamera perfekte Weitwinkelaufnahmen liefert. Er sagt: „Mir gefällt es, dass ich damit so weite Bildwinkel einfangen kann. So kann ich extrem kreativ sein. Bei 12 mm erhält man eine ganz andere Perspektive, aus der kaum jemand fotografiert.“ Eine Ausnahme macht er, wenn er zum Bergwandern geht. Dann nimmt er sein FE 70–300 mm f/4–5,6 G mit leichtgängigem Zoom mit, um seinen Bildern noch einmal eine andere Perspektive zu geben.

Albert Dros Sony Alpha 7RIII erstes Licht auf schneebedecktem Berghang
© Albert Dros | Sony α7R II + 70–300 mm f/4,5–5,6 G | 1/320 Sek. @ f/10, ISO 100

Albert war wandern, als er mit diesem Objektiv dieses faszinierende Bild von einem einsamen Berggipfel im Sonnenlicht aufnahm. 

„Ich erinnere mich noch daran, als ich in den Bergen fotografierte. Bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang steht die Sonne unterm Horizont, aber sie fällt trotzdem auf die Gipfel der Berge. Jeder, der in den Bergen lebt, weiß das, aber ich lebe in den Niederlanden, einem sehr flachen Land. Für mich war das eine richtige Offenbarung. Das beste Licht hat man oft 30 Minuten bevor oder nachdem die Sonne auf- oder untergeht. Dann sind die Farben einfach unglaublich. Man sieht sie nicht immer mit bloßem Auge, weil sie nicht so kräftig sind, aber wenn man eine lange Belichtungszeit einstellt, kann man sie einfangen.“

Albert Dros Sony Alpha 7RII Berglandschaft

© Albert Dros | Sony α7R II + 16–35 mm f/2,8 GM | 1/50 Sek. @ f/8,0, ISO 100

Mit viel Planung und Vorbereitung gelingen Albert Bilder, die das natürliche Licht nutzen, um Schönheit hervorzuheben. Dann fehlt nur noch ein letzter Schritt zum fertigen Foto. „Ich bearbeite das Licht in meinen Bildern nach, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen. Ich liebe dramatische Bilder und ich nutze das Licht, das schon da ist. In der Nachbearbeitung verstärke ich die Magie des Augenblicks nur.“

Tipps für einzigartige Landschaften

Nehmen Sie Ihre Kamera immer mit und finden Sie heraus, für welche Art des Fotografierens Sie brennen.

Finden Sie Ihren eigenen Stil und Ihre eigene Perspektive, versuchen Sie, etwas anderes zu machen.

Planen Sie ein Foto so gut wie möglich, bevor Sie aus dem Haus gehen. Das erhöht Ihre Chance, das perfekte Bild hinzubekommen.

Nehmen Sie sich viel Zeit. Kommen Sie eine Stunde, bevor das Bild entstehen soll, an den Aufnahmeort, zum Beispiel eine Stunde vor oder nach Sonnenaufgang.

Bearbeiten Sie Ihre Bilder nach, damit die natürlichen Farben und das Licht noch besser zur Geltung kommen.

 In diesem Artikel vorgestellte Produkte 

ILCE-7RM2

α7R II mit rückwärtig belichtetem Vollformatbildsensor

ILCE-7RM3

α7R III 35-mm-Vollformatkamera mit Autofokus

SEL1635GM

FE 16-35mm F2,8 GM

SEL70300G

FE 70-300mm F4.5-5.6 G OSS

SEL55F18Z

Sonnar® T* FE 55 mm F1,8 ZA

Albert Dros
Alpha Universe

Albert Dros

Niederlande

Ich bin besessen davon, das perfekte Foto zu machen.

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