Eisimitat auf einem Holzbrett

Das Leben ist, was man daraus macht

Pablo Gil

„Manche Leute sind womöglich der Meinung, dass das Fotografieren von Stillleben einfach ist“, sagt Pablo Gil, „oder etwas für Anfänger. Aber in Wirklichkeit ist das eines der anspruchsvollsten Themen, die man fotografieren kann.“ Das ist wahr. Wenn man darüber nachdenkt, ist das Stillleben die kreativste aller Fotodisziplinen. Der Fotograf beginnt mit einem leeren Rahmen. Es gibt nichts, woran er sich orientieren oder worauf er reagieren kann, außer seinen eigenen Ideen. Und nichts, von der Auswahl der Motive bis zu ihrer Anordnung oder Beleuchtung, geschieht zufällig. „Es ist ungeheuer kompliziert“, sagt Pablo, „aber wenn man den Dreh einmal raus hat, ist es schön und unterhaltsam zugleich.“

Stillleben mit Weinglas und Weintrauben

© Pablo Gil | Sony α7R III + FE 90mm f/2.8 Macro G OSS | 1/250s @ f/5.6, ISO 100

Egal, ob er ein komplexes Bild mit mehreren Elementen oder ein minimalistisches Foto kreiert, auf dem das Motiv praktisch allein zu sehen ist, Pablos Arbeit beginnt lange, bevor er die Kamera in die Hand nimmt. „Das Wichtigste ist, dass man sich über die Idee im Klaren ist, bevor man die Fotosession beginnt“, erklärt er. „Ich entwickle meine Ideen gründlich anhand von Skizzen, damit ich das Ergebnis schon vor der Aufnahme sehen kann. Dagegen gehen Stillleben, die durch Improvisieren entstehen, meist daneben. Planung und Vorbereitung sind das A und O. Die Ideen entstehen durch das Wechseln der Farben, Formen, die Balance zwischen Position und Maßstab ... aber das Wichtigste ist das, was das Bild als Ganzes vermittelt.“

Teil seiner Planung ist die Überlegung, wie die Bildaussage verstärkt werden kann. Produkte und Gegenstände werden aufgrund ihrer Ästhetik und ihres Beitrags zur Aussage ausgewählt, während Tricks bei der Beleuchtung und der Gestaltung zusätzliche Bedeutung verleihen. „Wenn wir zum Beispiel ein Bier oder ein Erfrischungsgetränk fotografieren“, erklärt er, „geben wir künstliche Kondenswassertropfen auf das Glas und beleuchten es von hinten, um es zum Strahlen zu bringen. Ohne diesen Effekt würde es einfach nur traurig und langweilig aussehen. Bei Gemüse können wir ein Gemisch aus Bikarbonat und Eiswasser verwenden, um die Grüntöne zu verstärken.“ Auch die Gegenstände, die um den Mittelpunkt herum platziert sind, werden so gewählt, dass sie seine Bedeutung verstärken, sagt Pablo. „Wenn es sich also um ein von Hand hergestelltes Produkt handelt, fügen wir natürliches und hochwertiges Dekor hinzu. Wir suchen immer nach der Form, die eine Geschichte am besten erzählt.“

Stillleben mit Backwaren und Schokolade auf einem Tisch

© Pablo Gil | Sony α7R III + FE 50mm f/1.4 ZA | 1/250s @ f/6.3, ISO 100

Improvisation ist gefragt, wenn es darum geht, Probleme zu lösen und die Feinheiten in der Komposition und Beleuchtung zu beherrschen. Bei den Aufnahmen befestigt Pablo seine Kamera auf einem Stativ und verbindet sie über Kabel, „sodass ich die Entwicklung der Komposition in der Live-Ansicht am Computer verfolgen kann“, erklärt Pablo. „So kann ich nach und nach komponieren, Objekte sehr präzise platzieren, das Licht formen und mich dem Endergebnis immer weiter annähern. Außerdem verwende ich den Bluetooth-Fernauslöser von Sony, um die Kamera aus der Ferne zu steuern, wodurch ich die Belichtung bei Bedarf für einen Highkey- oder Lowkey-Look anpassen kann.“

Nachdem er zuvor die Sony α 7R II und α 7R IV verwendet hat, fotografiert Pablo jetzt mit der α 1. „Der Grund dafür ist im Wesentlichen die Bildqualität, die ich mit dieser Kamera erhalte,“ erklärt er. „Die Sensoren haben einen enormen Dynamikbereich und besitzen die Fähigkeit, Lichter und Schatten abzuschwächen, und die Farbtreue ist erstaunlich. In der Produktfotografie ist das sehr wichtig. Wir müssen das Aussehen und den Farbton eines Produkts mit absoluter Sicherheit wiedergeben. Und dann ist da noch die enorme Auflösung. Damit kann ich problemlos mit Werbeagenturen an Projekten jeder Größe arbeiten.“

Bierglas und -flasche auf einem Holztisch

© Pablo Gil | Sony α7R III + FE 90mm f/2.8 Macro G OSS | 1/250s @ f/4.0, ISO 100

Ein weiterer Aspekt der α Kameras, den Pablo nutzt, sind die manuellen Fokussierungsfunktionen. „Bei Stillleben ist es üblich, die Position der Kamera zu fixieren und den Fokus manuell einzustellen“, sagt Pablo, „und um maximale Präzision zu erreichen, verwende ich die Bildschirmvergrößerung und das Focus Peaking. Ich überprüfe die Ergebnisse auf dem Computerbildschirm, um zu 100 % sicher zu sein, aber es funktioniert absolut zuverlässig. Wenn ich für Focus Stacking separate Bilder machen möchte, kann ich den Fokuspunkt kabellos bewegen, sodass ich sicher sein kann, dass jeder Teil des Motivs erfasst ist und ich genau die gewünschte Tiefenschärfe erhalte.“

Bei den Objektiven verlässt sich Pablo auf klassische Objektive für Stillleben wie das FE 50 mm F1.2 GM, das FE 90 mm F2.8 Makro G OSS und das FE 100 mm F2.8 STF GM OSS. „Dabei ist das 50-mm-Objektiv auch für meine flach arrangierten Aufnahmen sehr nützlich“, erklärt er, „und das 90-mm-Makro oder das 100 mm für die Details. Ich bevorzuge fast immer Objektive mit Festbrennweite, aber ich verschließe mich nicht vor Alternativen, sondern spiele gerne mit verschiedenen Optionen, bis ich die Perspektive gefunden habe, die mir vorschwebte. Mit dem wunderbaren FE 100–400 mm F4.5–5.6 GM OSS kann ich zum Beispiel eine Komposition komprimieren und flach darstellen und so eine fast isometrische Perspektive erreichen.“

Smartwatch neben roten Tentakeln

© Pablo Gil | Sony α7R III + FE 100mm f/2.8 STF GM OSS | 1/250s @ f/5.6, ISO 100

Pablo hat in seiner Sony α Ausrüstung eindeutig den perfekten Partner gefunden. Seine Kameras und Objektive sind für ihn die Werkzeuge, mit denen er seine Stillleben-Ideen in die Realität umsetzen kann. „Wie gesagt“, fasst er zusammen, „jedes Stillleben oder jedes Produktfoto ist eine Herausforderung. Aber mit diesen Kameras ist es eine kreative Aufgabe und kein technischer Aufwand.“

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Pablo Gil

Pablo Gil | Spain

„Bilder lügen nie? Meine vielleicht schon ...“

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