Sorgen Sie für einen Hauch von Magie.
Eine Hintergrundbeleuchtung ist so einfach, wie sie klingt. Man nutzt ein Licht hinter dem Motiv, um es vom Hintergrund abzuheben. Häufig wird eine Hintergrundbeleuchtung für Studioporträts verwendet, um dem Haar oder dem Kopf des Motivs mehr Definition zu verleihen, doch die Hintergrundbeleuchtung eignet sich nicht nur für Porträts. Auch bei Produktbildern, Tieraufnahmen oder sogar Motiven in Landschaften, wie zum Beispiel Bäumen, lässt sich gut damit arbeiten.
Verbergen Sie die Sonne
Die Sonne kann für Fotografen manchmal etwas störend sein, weil sie so hell ist, dass sie in unseren Bildern eine große weiße Leere entstehen lässt. Sie können die Sonne aber auch zu Ihrem Vorteil nutzen. Anstatt die Kamera bei Porträtaufnahmen von ihr wegzudrehen, verbergen Sie die Sonne direkt hinter dem Kopf des Motivs. Wie bei einer Studioaufnahme wirkt sie dann wie ein Haarlicht, mit dem sie das Haar des Motivs in Szene setzen oder sogar einen Halo-Effekt erzeugen können.
Verwenden Sie einen Aufhellblitz
Da das Licht von hinten kommt, muss natürlich das Gesicht des Motivs ein wenig beleuchtet werden. Dazu eignet sich ein Blitzgerät wie das HVL-F28RM. Vergewissern Sie sich, dass der Blitzmodus Ihrer Sony Alpha Kamera auf „Fill-Flash“ (Aufhellblitz) eingestellt ist. Sie finden die Einstellung im Menü unter Exposure/Colour (Belichtung/Farbe) > Flash (Blitz) > Fill-Flash (Aufhellblitz). Machen Sie dann einige Testaufnahmen. Wenn sie feststellen, dass der Aufhellblitz heller sein muss, können Sie die Stärke des Lichts mit der Blitzkorrektur anpassen. Diese finden Sie im Menü unter Belichtung/Farbe > Blitz.
Belichtung
Das Gesicht ist eindeutig der wichtigste Teil eines Porträts. Um bei Porträtaufnahmen mit Hintergrundbeleuchtung mit Blitz und dem Modus Multi-Messung, Blende oder Verschlusspriorität einfacher eine korrekte Belichtung zu erzielen, schalten Sie den Modus „Face Priority“ (Priorität Gesicht) ein (siehe Exposure/Colour (Belichtung/Farbe) > Metering (Messung) > Face Priority in Multi Metering (Priorität Gesicht in Multi-Messung) > On (Ein)). So stellen Sie sicher, dass Ihre Alpha Kamera das Gesicht perfekt belichtet, selbst bei heller Hintergrundbeleuchtung und einem Aufhellblitz.
Seien Sie stärker als die Sonne
Mit Hintergrundbeleuchtung und einem Aufhellblitz lassen sich ein paar tolle Sachen machen. Zum Beispiel kann man versuchen, die Sonne zu überstrahlen. Dies kann besonders bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang sehr effektvoll sein, wenn man das schöne goldene Licht einfangen kann, ohne dass es verwaschen wirkt.
Wählen Sie dazu ISO 100 und dann die schnellste Blitzsynchronisationszeit Ihrer Sony Kamera aus. Diese beträgt in der Regel 1/125 bis 1/250 Sekunde. Als nächstes wählen Sie eine ausreichend kleine Blende, um alle gewünschten Details am Himmel zu erfassen. Zentral ist, dass Sie die Belichtungseinstellungen der Kamera nutzen, um den Hintergrund so aussehen zu lassen, wie Sie es haben wollen, und dann die Blitzbelichtung verwenden, um das Motiv zu beleuchten. So brauchen Sie sich um die Belichtung des Motivs überhaupt nicht kümmern. Stellen Sie dann den Blitz auf volle Leistung und machen Sie eine Aufnahme. Der Hintergrund wird wie zuvor belichtet, doch Ihr Motiv wird fast vollständig durch den Blitz ausgeleuchtet.
Verwenden Sie die High-Speed-Synchronisation
Wenn die Verschlusszeit von 1/250 Sekunde nicht ausreicht, um die Sonne zu überstrahlen, versuchen Sie es mit dem Modus „High-Speed-Synchronisation" (HSS). Drücken Sie dazu an Ihrem Sony Blitzgerät die Fn-Taste, wählen Sie auf dem Display die Option HSS aus und aktivieren Sie sie. Jetzt können Sie Ihre Verschlusszeit auf bis zu 1/4000 Sekunde erhöhen, müssen aber die Blitzleistung auf 1/2 reduzieren. Auch hier können Sie mit den Einstellungen spielen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.
Dank des globalen elektronischen Verschlusses eignet sich die Alpha 9 III hervorragend für die Aufnahme von Porträts mit High-Speed-Synchronisation. Lesen Sie hier, wie Martin Krolop seine Alpha 9 III und sein Blitzgerät von Sony einsetzt und was damit alles möglich ist.
Sonnensterne
Wenn Sie mit Hintergrundbeleuchtung arbeiten, können Sie die Sonne auch einfach zu einem Bestandteil des Bildes machen, anstatt sie hinter Ihrem Motiv zu verstecken. Eine Möglichkeit dazu besteht darin, sie in einen Sonnenstern zu verwandeln. Stellen Sie hierfür eine kleine Blendenöffnung am Objektiv ein, zum Beispiel f/16, und die Sonne verwandelt sich in einen Stern. Die Anzahl der Punkte hängt von der Anzahl der Blendenlamellen des Objektivs ab. Wenn das Objektiv eine gerade Anzahl von Blendenlamellen hat, entspricht die Anzahl der Punkte der Anzahl der Lamellen. Wenn Sie jedoch ein Objektiv mit einer ungeraden Anzahl von Blendenlamellen haben, wie beispielsweise die elf Lamellen des FE 24-50mm f/2.8 G, verdoppelt sich die Anzahl der Punkte, sodass Ihr Sonnenstern 22 Punkte hat.