Die Arktis und die Polarlichter

Ole Christian Salomonsen

Die meisten Menschen haben höchstens einmal im Leben die Chance, die Polarlichter – das wahrscheinlich eindrucksvollste natürliche Lichtphänomen – zu sehen. Aber für Ole, der im Norden Norwegens aufgewachsen ist, waren sie als Kind ganz selbstverständlich. Erst später sah er, welche Wirkung sie auf Menschen hatten, die sie zum ersten Mal sahen. Da wurde ihm klar, wie sehr ihn die Nordlichter unterbewusst immer fasziniert hatten.

„Ich habe gesehen, wie erwachsene Männer, die zum ersten Mal hier waren, um es sich anzuschauen, sehr emotional wurden und sogar angefangen haben zu weinen. Da wird einem bewusst, wie viel Glück man hat, dieses Phänomen über sich am Himmel zu haben. Und nicht nur das: Es ist wirklich wunderschön – und je älter ich werde, desto faszinierter bin ich.“

Ole C. Salomonsen

© Ole C. Salomonsen | Sony α7R II + 15 mm f/2,8 | 5 Sek., f/2,8

Ole C. Salomonsen

© Ole C. Salomonsen | Sony α7R II + 15 mm f/2,8 | 2 Sek., f/2,8

Ole C. Salomonsen

 © Ole C. Salomonsen | Sony α7 II + 16–35 mm f/2,8 ZA SSM | 25 Sek., f/2,8© 

Im Laufe der letzten zehn Jahre hat Ole eine Vielzahl von Bildern vom Polarlicht gemacht. Viele der Aufnahmen beinhalten zentrale landschaftliche Elemente und einige sogar Tiere.

„Ich kann nicht zählen, wie oft ich die nördlichen Polarlichter schon gesehen habe. Trotzdem bekomme ich nie genug davon. Es gibt nicht das „perfekte“ Polarlicht – Intensität, Farbigkeit und Geschwindigkeit sind immer wieder anders. Polarlichter wirken ein bisschen wie aus einer anderen Welt – sie sind eine Verbindung zum Weltall, zu all den Dingen da draußen. Ich glaube, das ist es, was uns Menschen daran so fasziniert.“

Selbst in Zeiten geringer Polarlichtaktivität gilt Oles Heimatstadt Tromsø direkt unterhalb des Polarlichtovals als einer der besten Orte der Welt, um das Spektakel zu beobachten. Die beeindruckende arktische Landschaft mit der Mitternachtssonne im Sommer und den langen, langsam ablaufenden Sonnenauf- und Sonnenuntergängen zur Zeit der Tagundnachtgleiche im Frühjahr und im Herbst mit ihrem warmen, sanften Licht ist der Traum eines Fotografen.

Ole verbringt Wochen damit, seine Aufnahmen sorgfältig zu planen und nach geeigneten Plätzen zu suchen. Aber anders als bei herkömmlichen Landschaftsaufnahmen, bei denen sich der Sonnenstand und ähnliche Faktoren bis zu einem gewissen Grad vorhersagen lassen, kann das kapriziöse Nordlicht selbst den geduldigsten Fotografen ins Schwitzen bringen.

Ole C. Salomonsen

© Ole C. Salomonsen | Sony α7R II + 16–35 mm f/2,8 GM |
0,8 Sek., f/13

Ole C. Salomonsen

© Ole C. Salomonsen| Sony α7R II + 16–35 mm f/2,8 GM |
1/1250 Sek., f/10

Ole C. Salomonsen

© Ole C. Salomonsen | Sony α77 II + 70–200 mm f/2,8 G SSM II | 1/500 Sek., f/6,3

„Du kannst die perfekte Bildkomposition im Voraus planen, die perfekte Landschaft mit dem perfekten Fluss darin ausfindig machen – und da stehst du dann und wartest auf die Polarlichter. Irgendwann wird dir klar: Daraus wird nichts. Die Frage ist dann: Bist du geduldig und wartest noch länger oder vergisst du die Komposition und machst das Bild auf eine andere Weise?“

Obwohl er vorwiegend Standfotos machte, kam Ole auf die Idee, die Bewegungen des Polarlichts einzufangen. Seine ersten Versuche, bei denen er Standfotos aufnahm und daraus einen Zeitrafferfilm erstellte, ergaben einen flackernden Effekt ganz ohne die Anmut, die er sich erhofft hatte. Dann entdeckte er die α7 Kameras. Dank ihrer Schwachlichtfunktionen konnte er nun ganz einfach Live-Videos aufnehmen. Beeindruckt von den Funktionen der Kamera probierte Ole auch die α7R aus und war sofort restlos begeistert.

Ole C. Salomonsen

© Ole C. Salomonsen | Sony α7 II + 24–70 mm f/4 ZA OSS | 1/1600 Sek., f/4,5

„Ich habe einige Tests mit der Kamera gemacht und war von der Qualität der Bilder überwältigt. Sie ist leicht, hat eine fantastische Auflösung und der dynamische Bereich ist besser als alles, was ich bisher verwendet habe. Ich konnte Details aus Bereichen, die im Schatten lagen, auf eine Art und Weise hervorheben, die mir zuvor nicht möglich war. Verglichen mit dem, was ich zuvor verwendet habe, hat die α7R für mich wirklich alles verändert.“

Ole hat sich eine höherwertige Ausrüstung zugelegt und fotografiert jetzt mit der α7R III mit einer Reihe von G- und G-Master-Objektiven. Er ist offenkundig von der Qualität der Linse beeindruckt.

„Für Landschaftsaufnahmen verwende ich das 16–35 mm f/2,8 GM oder das 12–24 mm f/4 G – mein Lieblingsobjektiv für Aurorabilder. Für meine Action- und Tierfotografie möchte ich mein 70–200 mm f/2,8 GM und mein 100–400 mm f/4,5–5,6 GM nicht missen. Die Objektive sind gestochen scharf und übertreffen alles, was ich davor benutzt habe. Außerdem habe ich noch ein 24–70 mm f/2,8 GM. Ich bin also von 12 bis 400 mm bestens versorgt!“

Produkte in diesem Artikel

ILCE-7RM2

α7R II mit rückwärtig belichtetem Vollformatbildsensor

ILCE-7M2 GEHÄUSE/KIT

α7 II E-Mount-Kamera mit Vollformat-Sensor

ILCA-77M2 Gehäuse/Kit

α77 II A-Mount-Kamera mit APS-C Sensor

SAL1635Z2

Vario-Sonnar® T* 16–35 mm F2,8 ZA SSM II

SEL1635GM

FE 16-35mm F2,8 GM

SAL70200G2

70-200 mm F2,8 G SSM II

SEL2470Z

Vario-Tessar® T* FE 24–70 mm F4 ZA OSS

Ole Christian Salomonsen
Alpha Universe

Ole Christian Salomonsen

Norwegen

Fotografieren heißt für mich, das arktische Licht einzufangen.

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