Sich treiben lassen

Tolis Fragoudis

„Der Moment, in dem ich erkannte, dass ich nach Nepal gehen würde, war sehr eindeutig“, erinnert sich Tolis Fragoudis. „Ich arbeitete in Indien an einem Film, war dabei einige Monate gereist und kam letztlich in diese kleine Stadt am Fuße des Himalaja. Eines Nachts kam ich auf dem Nachhauseweg über eine kleine Hängebrücke, unter der der Ganges floss. Es war ein Uhr nachts und dieser Wind kam von den Bergen und ich hatte das Gefühl, ich konnte spüren, wie mich der Atem des Himalaja berührte. Es war nur ein kurzer Augenblick, aber er hatte eine große Wirkung auf mich. Ich musste dort hingehen, um zu fotografieren.“

Tolis Fragoudis hatte damals bereits Mexiko und Mittelamerika erkundet und war somit ein erfahrener Reisender. Im Laufe der Zeit wurde die Fotografie Teil seiner Reise. Es war eine ganz natürliche Sache, erklärt er. „Ich hatte nicht vor, mit dem Fotografieren Geld zu verdienen, und ich habe die Idee zurückgewiesen, wenn Leute mich danach fragten. Es war nur etwas, was mir Freude machte, einfach ein Teil davon, in diese Welten einzutauchen.“

Dies hatte großen Einfluss auf seinen Fotografiestil, der, wie er selbst sagt, einfach auf seinem kreativen Flow beruht. „Ich lasse alles los“, erklärt Tolis. „Es gibt keine Anforderungen oder Erwartungen, ich nehme einfach meine Kamera und lasse mich treiben. So kann ich das Wesen eines Ortes, einer Landschaft oder der Menschen dort erfassen.“

Tolis Fragoudis Sony Alpha 7R II Schneebedeckter Berg, Licht fällt gerade eben auf den Gipfel

© Tolis Fragoudis | Sony α7R II + FE 70–200 mm f/4 G OSS | 1/320 Sek. @ f/4.0, ISO 50

Um ungehindert arbeiten zu können, muss man frei sein. Was Tolis Fragoudis bei seinen Sony Kameras überzeugt, ist unter anderem die Tatsache, dass es so einfach ist, sich mit ihnen zu bewegen. „Kameras wie die α7S II und die α7R II, die ich in Nepal verwendet habe, sind leistungsstark, aber leicht“, erklärt er. „Gewicht ist immer ein entscheidender Faktor, denn man muss ja sehr viel wandern. Daher versucht man, jedes nur mögliche Gramm loszuwerden. Ich nehme außerdem ein Stativ, eine Drohne und einen Gimbal für meine Videoarbeit mit, da kommt also einiges zusammen. Man darf auch nicht vergessen, dass Gewicht sogar noch wichtiger ist, wenn man sich auf 5000 Metern Höhe in den Bergen befindet und für jeden Schritt ein Atemzug nötig ist. Die Kamera erledigt ihren Job und macht großartige Fotos und du bist derjenige, der Schritt halten muss!“

 

Tolis Fragoudis Sony Alpha 7R II Mann steht auf dem Gipfel eines Berges und blickt auf schneebedeckte Berge in der Ferne

© Tolis Fragoudis | Sony α7R II + FE 70–200 mm f/4 G OSS | 1/100 Sek. @ f/8.0, ISO 800

Was Tolis' bei seiner Herangehensweise ebenfalls hilft, ist die Tatsache, dass seine Sony Ausrüstung nicht so einschüchternd wirkt wie manche größeren DSLRs. Als er beispielsweise auf seiner Nepalreise diese ausdrucksstarken Porträts machte, stellte er fest, dass „sich Menschen natürlicher verhalten als bei der Verwendung einer größeren DSLR“, erklärt er. „Ich weiß also, dass weniger posiert wird. Man wird nicht so sehr als Profi erkannt, kann anonymer bleiben und in der Wirklichkeit des Moments verschwinden.“

Tolis Fragoudis Sony Alpha 7R II Porträt eines lächelnden Nepalesen

© Tolis Fragoudis | Sony α7R II + FE 35 mm f/1.4 ZA | 1/125 Sek. @ f/1.4, ISO 3200

Tolis Fragoudis' Porträt eines in Orange gekleideten Sadhu am Pashupatinath-Tempel in Kathmandu ist ein großartiges Beispiel hierfür. „Sie gehen aus ganz Indien und Nepal auf Pilgerreise“, erzählt er. „Einige von ihnen sind vielleicht nicht authentisch und bitten dich um Geld, insbesondere wenn sie denken, dass du professioneller Fotograf bist. Aber ich habe mich mit diesem Mann unterhalten und uns verband etwas, es war also völlig in Ordnung für ihn, dass ich ein Foto von ihm machte.“

Tolis Fragoudis Sony Alpha 7R II Orange gekleideter Sadhu blickt ernst in die Kamera

© Tolis Fragoudis | Sony α7R II + FE 70–200 mm f/4 G OSS | 1/160 Sek. @ f/4.0, ISO 250

Beim Fotografieren der Porträts auf seiner Reise profitierte Tolis Fragoudis nicht nur von den hervorragenden Fokus- und Belichtungsfunktionen der α7R II und der α7S, sondern auch von der Reaktionsstärke und der Anpassungsfähigkeit an seinen freien, fließenden Stil. „Das Portrait der Frau entstand in einer kleinen, dunklen Hütte“, erzählt er uns. „Ich war dorthin zum Abendessen eingeladen worden. Wie bei all meinen Reiseaufnahmen gab es nur natürliches Licht, das durch die Tür hereinfiel. Für die richtige Belichtung fotografierte ich also mit ISO 3200 und f/1.4 mit meinem FE 35 mm f/1.4 ZA. Aber die α7R II ist so gut darin, Bildrauschen zu kontrollieren, dass man es kaum sehen kann.“

Anpassungsfähigkeit ist bei kontrastreichen Aufnahmen ebenfalls wichtig für Tolis: „Ich möchte immer nur im Moment bleiben, nicht zu viel über die Kamera nachdenken und einfach darauf vertrauen, was sie kann.“

Tolis Fragoudis Sony Alpha 7R II Dramatische Wolkenformationen hinter dem Boudhanath-Tempel in Kathmandu

© Tolis Fragoudis | Sony α7R II + 18 mm f/2.8 | 1/200 Sek. @ f/8.0, ISO 640

Nehmen wir beispielsweise diese Aufnahme des Boudhanath-Tempels in Kathmandu. „Ich verbrachte drei Tage in der Nähe dieses Tempels“, erklärt Tolis Fragoudis, „damit ich auf das richtige Licht warten konnte. Ich liebe es, gegen das Licht zu fotografieren, denn das ist eine großartige Möglichkeit, Emotionen zu vermitteln. Ich muss mich also auf meine Ausrüstung verlassen können. Ich wusste, dass dank des Dynamikbereichs der α7R II die Sonne hinter dem Tempel kein Problem sein und die Struktur in den Licht- und Schattenbereichen erhalten bleiben würde. Mit einer anderen Kamera wäre das Ergebnis dunkel oder auch farblos geworden.“

Mit seinen Reiseprojekten möchte Tolis außerdem den Menschen den Naturschutz nahebringen. „Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um ein Bewusstsein zu schaffen“, erklärt er. „Meine Vorgehensweise besteht darin, zu reisen, um die Geschichten jener Landschaften und Menschen einzufangen und zu erzählen, die diesen Planeten so wundervoll machen. Ich bin überzeugt, dass Menschen etwas, das so wunderschön ist, nicht zerstören möchten. Es stimuliert den Geist und das Wohlbefinden.“

Tolis Fragoudis Sony Alpha 7R II Seitliche Aufnahme eines Elefanten, der sich im Wasser ausruht

© Tolis Fragoudis | Sony α7S II + FE 35 mm f/1.4 ZA | 1/100 Sek. @ f/2.8, ISO 80

Wie kann nach Meinung von Tolis Fragoudis die Fotografie einen Beitrag zum Naturschutz leisten? „Ich denke, je mehr Bewusstsein ich für die Schönheit auf diesem Planeten schaffen kann, desto wahrscheinlicher ist es, dass Menschen sie bewahren. Wir sind mit allem verbunden und unser Wohlergehen hängt davon ab.“

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ILCE-7RM2

α7R II mit rückwärtig belichtetem Vollformatbildsensor

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α7S II E-Mount-Kamera mit Kleinbildsensor

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