Mein Name ist Zimy, im Zusammenhang mit meiner Arbeit bin ich jedoch besser bekannt als „Zimy Da Kid“. Ich bin Filmregisseur, Fotograf und Naturschützer und lebe in der Schweiz. Meine Liebe zur Natur hat in mir den Wunsch geweckt, anderen die Schönheit unserer Welt und das Leben, das in ihr wächst und gedeiht, zu zeigen.
Es ist kein Geheimnis, dass Natur und Tierwelt im Moment stark leiden. Darum nutze ich meine Fähigkeiten in den Bereichen Film und Fotografie, um das Bewusstsein für diese Problematik zu schärfen. Dabei möchte ich nicht nur die negativen Aspekte darstellen, sondern auch die positiven, wie zum Beispiel die Lösungen, die zum Schutz der Natur und ihrer unendlichen Schönheit beitragen können.
Erste Eindrücke von den Aufnahmen mit der Sony FX30
Ich hatte die Gelegenheit, während einer kürzlichen Expedition nach Französisch-Polynesien die neue Sony FX30 auszuprobieren. Da ich ein Filmemacher bin, der ständig im Freien unterwegs ist, sind für mich eine optimale Bildqualität und leichtes Gewicht das A und O. Schließlich trage ich unter teilweise schwierigen Bedingungen immer alles auf dem Rücken.
Für solche Situationen ist die FX30 für mich einfach perfekt, denn sie liefert eine professionelle Bildqualität, die mit viel größeren Cine-Rigs vergleichbar ist, und ist dabei trotzdem klein und sehr leicht. Außerdem ist sie superschnell und einfach einzurichten. Dank des „integrierten“ Handgriffs an der Oberseite braucht man keinen extra Cage zu tragen und einzustellen. Was mich an dem Modell beeindruckt hat, ist die Tatsache, dass man zu einem absolut günstigen Preis eine wirklich professionelle Cine-Kamera bekommt, die 4K-Aufnahmen gegebenenfalls in Zeitlupe und alles bei 4:2:2 10-Bit-Farbtiefe machen kann!
Wenn ich irgendwo vor Ort Dokumentarfilme drehe, ist der Ton einer der wichtigsten Aspekte, kann aber auch eine der größten Herausforderungen darstellen. Deshalb gehört der Tragegriff oben an der Kamera zu meinen Lieblingsmerkmalen, denn er bietet die Möglichkeit, professionelle XLR-Mikrofone anzuschließen und so eine hohe Audioqualität zu erreichen. Für mich war das extrem praktisch, da ich die XLR-Audiomischbox verwenden konnte und gleichzeitig die Möglichkeit hatte, den Aufnahmen ein eher wackeliges, natürliches Feeling zu verleihen, wodurch sie viel cineastischer wirkten als stabile Gimbal-Aufnahmen.
Auch der kleinere APS-C-Sensor gefiel mir, da er meinen Vollformat-Objektiven einen Brennweitengewinn bescherte und es mir ermöglichte, die viel kleineren und leichteren Crop-Objektive zu verwenden, was vor allem bei Aufnahmen vor Ort eine enorme Gewichtsersparnis bedeutet.
Die Möglichkeit, Aufnahmen zu verlangsamen, ohne mit einer niedrigeren Auflösung als 4K drehen zu müssen, ist heutzutage ein Muss – und dies mit einer leichten und kompakten Kamera tun zu können, ist genial. Das Gleiche gilt für die 4:2:2 10-Bit-Farbtiefe: Die brauche ich unbedingt, um meine Farbkorrekturen in der Postproduktion so vornehmen zu können, wie ich es möchte. Das Material, das man mit der FX30 erhält, enttäuscht in dieser Hinsicht nicht.
Bildoptik und bei den Aufnahmen verwendete Ausrüstung
Für mein Projekt habe ich eine Kombination aus Vollformat- und Crop-Objektiven verwendet. Eines meiner absoluten Favoriten ist das FE 90mm f/2.8 Macro. Es ist ein unglaublich vielseitiges Objektiv, mit dem ich extreme Nahaufnahmen machen kann, das aber auch bei weiteren Distanzen gestochen scharfe Bilder liefert. Außerdem gefällt es mir, wie der Hintergrund durch die längere Brennweite komprimiert wird. Für schnelle Aufnahmen verwende ich eher ein kurzes Zoomobjektiv wie das FE 24-70mm f/2.8 GM. Es bietet einen fantastischen Brennweitenbereich und sorgt an der FX30 mit ihrem APS-C-Sensor für maximale Flexibilität. Und schließlich ist für die Aufnahme weitläufiger Landschaften auch ein Weitwinkelobjektiv unverzichtbar. Ich habe das Sony PZ 10-20mm f/4 G verwendet – ein großartiges Objektiv für die kleineren Kameras. Es ist sehr scharf und passt mit seinem geringen Gewicht gut zur FX30. Ich versuche jedoch, es mit den Weitwinkelaufnahmen nicht zu übertreiben. Ein paar Bilder, die die Umgebung oder eine besonders eindrucksvolle Landschaft zeigen, reichen aus, denn zu viele Weitwinkelaufnahmen hintereinander lassen einen Film meiner Meinung nach schnell träge wirken.
Für meine Audioaufnahmen habe ich das Richtrohrmikrofon K3M in Verbindung mit einem DeadCat verwendet, um Windgeräusche zu reduzieren. Das Ergebnis war eine perfekte Audioqualität, die ich für mein Sounddesign in der Postproduktion verwenden kann. Der Kurzfilm, den ich gedreht habe, enthielt zwar keine Dialoge, doch auch dafür hätte ich mit Sicherheit problemlos genau dieses Setup verwenden können.
Ratschläge für angehende Content-Ersteller und abschließende Gedanken
Wenn ich ein paar Tipps geben darf, wie man seinen Filmen einen cineastischen Look verleiht:
Drehen Sie nicht immer mit höheren Bildraten. Ja, höhere Bildraten bieten die Möglichkeit, das Filmmaterial zu verlangsamen, doch wenn man mit niedrigeren Bildraten wie 24 oder 25 Bildern pro Sekunde aufnimmt, erhält man einen sehr viel cineastischeren Effekt mit viel Bewegungsunschärfe. Wie bereits erwähnt, sollte man auch den Gimbal nicht zu häufig einsetzen. Je nach Situation wirkt der Film manchmal wesentlich cineastischer, wenn man die Kamera aus der Hand bewegt, zum Beispiel mit dem oberen Handgriff. Dadurch verwackelt das Bild ein wenig und der Betrachter fühlt sich wie mitten im Geschehen. Und schließlich sollte man auf jeden Fall ein hochwertiges Tonaufnahmesystem verwenden. Die obere Griffeinheit der FX30 verfügt über XLR-Anschlüsse, was den Einsatz von Mikrofonen in Profiqualität ermöglicht und maximale Flexibilität beim Sounddesign in der Postproduktion gewährleistet.
Für mich ist das Wichtigste beim Filmemachen und Fotografieren, dass man seinen eigenen Stil entwickelt, um für das bekannt zu werden, was man tut. Andere Content-Ersteller zu kopieren, bringt einen nicht weiter. Finden Sie heraus, was Sie inspiriert (das muss nicht unbedingt eine Person sein – mich inspiriert zum Beispiel am meisten die raue Schönheit der Natur), und nutzen Sie es, um Ihren eigenen Stil zu finden und ein authentisches Kunstwerk zu schaffen.
Ich betrachte es zum Beispiel tatsächlich als Sport: Man muss viel trainieren. Je mehr man dreht oder fotografiert und bearbeitet, desto besser wird es werden. Scheuen Sie nicht davor zurück, Ihre Arbeit zu zeigen, auch wenn Sie nicht hundertprozentig stolz darauf sind. Der Prozess ist sehr langwierig – lassen Sie keine Etappen aus und wenn Sie mit der nötigen Leidenschaft bei der Sache und bereit sind, sich anzustrengen, kann meiner Meinung nach jeder erfolgreich sein.