Schauspieler vor einer Kamera

Meine Aufnahmetechnik | So gelingen Fotos am Filmset

Christophe Brachet

Es klingt vielleicht seltsam, aber das Fotografieren habe ich ursprünglich unter Wasser gelernt. Ich kam von der Insel Martinique, wo ich Tauchlehrer und Surflehrer war, nach Paris und erlebte meinen Durchbruch mit dem Fotografieren für Filmproduktionen, als ich Dominique Besnehard traf, einen berühmten französischen Schauspieler/Agenten. Er verlegte sich auf das Produzieren von Filmen und gab mir die Gelegenheit, bei einem von ihm produzierten Film mitzuwirken. Von da an nahm meine Karriere Fahrt auf, da ich die Techniken, die ich gelernt hatte, auf einen neuen Fotostil anwandte.

Schauspieler lässt sich von einer Dame die Haare stylen

© Christophe Brachet | Sony α7R II + FE 70-200mm f/4 G OSS | 1/320s @ f/4.0, ISO 320

Arbeit am Set

Da ich mir das Fotografieren selbst beigebracht habe, nähere ich mich dem Filmset instinktiv. Das Erlernen des Fotografierens unter Wasser hat mir eine erstaunlich gute Grundlage für die Arbeit am Set verliehen. Um ein gutes Foto unter Wasser zu machen, muss man extrem diskret sein, damit man die Fische nicht vertreibt. Genau das muss ich mir auch am Set immer wieder vor Augen führen, da ich hier auf so begrenztem Raum arbeite.

2 Schauspieler an einem Tisch während einer Szene

© Christophe Brachet | Sony α9 II + 85mm f/1.8 | 1/125s @ f/1.8, ISO 1250

Es ist äußerst wichtig, niemanden abzulenken oder Geräusche zu machen, die von einem Mikrofon aufgenommen werden könnten. Deshalb ist der lautlose Verschluss an meinen α Kameras auch so wichtig für meine Arbeit. Er ermöglicht es mir nicht nur, die gewünschten Bilder zu machen, ohne die Dreharbeiten zu unterbrechen, sondern hilft mir auch, möglichst natürliche Momente einzufangen, von denen die Mitglieder des Produktionsteams begeistert sein werden.

Die Wahl des richtigen Objektivs

Für meine Aufnahmen verwende ich eine Vielzahl unterschiedlicher Objektive – jedes einzelne bietet mir etwas leicht anderes.

Wenn ich eine ganze Szene aufnehmen möchte oder wenn ich nur extrem wenig Platz zur Verfügung habe, verwende ich das Sony FE 24mm f/1.4 G Master Objektiv. Daneben setze ich das FE 35mm f/1.8 Objektiv ein, weil es so klein und leicht ist und dadurch in diesen Situationen von Vorteil ist.

2 Schauspieler an einem verrauchten Set

© Christophe Brachet | Sony α9 + 85mm f/1.8 | 1/640s @ f/1.8, ISO 250

Für porträtähnliche Aufnahmen verwende ich das Sony FE 55mm f/1.8 ZA und das FE 135mm f/1.8 G Master Objektiv. Zwar sind die aufnahmen damit alle gestochen scharf, mein Lieblingsobjektiv ist aber das FE 135mm f/1.8 G Master Objektiv, da es meiner Meinung nach mit seinem schnellen und lautlosen Autofokus besonders scharfe Bilder erzeugt.

Vertrauen dank Technologie

Abgesehen davon, dass ich respektvoll und achtsam mit den Menschen um mich herum umgehe, gewinne ich das Vertrauen der Schauspieler und der Crew, indem ich ihnen die Bilder zeige, die ich aufnehme. Ich übertrage die besten Bilder über eine Wi-Fi-Verbindung mit der Sony Imaging Edge Mobile App von der Kamera auf mein Smartphone. Dadurch ist es sehr unkompliziert, den Schauspielern die Bilder zu zeigen. Außerdem ist es eine gute Möglichkeit, eine Beziehung zum Set aufzubauen. Es hilft auch später, wenn ich sie bitten muss, für einige der Produktionsbilder zu posieren.

Schauspieler mit Zigarre blickt in die Kamera

© Christophe Brachet | Sony α7R II + 85mm f/1.8 | 1/160s @ f/1.8, ISO 400

Neben den Kameras der α9- und der α7R-Serie von Sony fotografiere ich auch mit der α7S und der α7S II, da sie sich aufgrund ihrer Eigenschaften bei schwachem Licht hervorragend für meine Art von Dokumentaraufnahmen eignen. Ich freue mich auch darauf, mit der α7S III zu fotografieren und ihre Videofunktionen zu nutzen, um ein paar Beiträge mit einem Blick hinter die Kulissen zu erstellen und meine Bilder zu ergänzen.

Visagistin trägt bei einem Schauspieler Lippenstift auf

© Christophe Brachet | Sony α7S + FE 70-200mm f/4 G OSS | 1/60s @ f/4.0, ISO 2000

Einrichtung und Verwendung der Kamera

Meine α Kamera hilft mir in vielerlei Hinsicht, die Bilder aufzunehmen, die ich möchte. Oft muss ich auf engem Raum arbeiten oder in einem ungünstigen Winkel fotografieren. Daher sind die Größe und das Gewicht sowie der schwenkbare Bildschirm der α Kameras ein echter Vorteil gegenüber einer DSLR-Kamera.

Die Fokussierungsgeschwindigkeit ist für mich ebenfalls sehr wichtig. In der Regel fotografiere ich mit sehr großen Blenden, daher muss ich mich darauf verlassen können, dass ich das Auge der Person perfekt scharf bekomme. Mit dem Autofokus mit Augenerkennung kann ich mit einer geringen Tiefenschärfe fotografieren und weiß, dass das Auge in jeder Aufnahme perfekt scharf ist. Das gibt mir die Freiheit, ein Bild kreativer zu komponieren, da die Kamera das Auge ständig verfolgt, sogar zum Bildrand hin.

Schauspieler wird im Bett liegend gefilmt

© Christophe Brachet | Sony α9 + FE 70-300mm f/4.5-5.6 G OSS | 1/80s @ f/4.5, ISO 4000

Ich fotografiere immer im manuellen Belichtungsmodus und passe die Belichtungseinstellungen nach Bedarf an. Der Vorteil beim Fotografieren mit einer spiegellosen Kamera ist, dass ich genau das Bild sehen kann, das ich aufnehmen werde, sowohl durch den Sucher als auch auf dem Bildschirm. Ich kann in Echtzeit während der Aufnahme die Belichtung, den Farbabgleich und die Tiefenschärfe überprüfen.

Schauspieler auf einem Eimer sitzend

© Christophe Brachet | Sony α7S + FE 55mm f/1.8 ZA | 1/1250s @ f/2.8, ISO 640

Die meiste Zeit fotografiere ich im JPEG- und manchmal auch im RAW-Format für Filmposter. Normalerweise nehme ich alle meine Schwarz-Weiß-Bilder live mit der Kamera auf und verwende den Schwarz-Weiß-Effekt „Starke Kontraste“. Ich liebe die Möglichkeit, ein schönes Bild zu schaffen und es dann direkt von der Kamera aus verwenden zu können, ohne es bearbeiten zu müssen.

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Christophe Brachet | France

„Mir gefällt, dass die α7S so klein und unauffällig ist. So kann ich natürliche Momente einfangen …“

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