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Blenheim Films verwendet XMPilot für neue Doku

Das Team hinter der Umwelt-Dokumentation „Trashed“ nutzt XMPilot, um Szenen auf einem iPad zu protokollieren.

 

„Auf einem iPad richteten wir in XMPilot eine Vorlage ein, die der Produktionsassistent während des Drehs mit Notizen füllte. „Die Vorlage kann nach Belieben gestaltet werden und fasst eine nahezu unbegrenzte Menge an Details, wesentlich mehr, als auf Papier möglich wäre. Wir fügten Informationen wie den Drehort, den Stil der Aufnahme, die zu sehenden Personen, die Sprecher und andere Einzelheiten hinzu. Auch eine kurze Beschreibung, für wie „gut“ wir das Take hielten, ließ sich ergänzen. Die Daten werden dann sofort wieder an die Kamera übertragen und mit den Medien auf der Karte gespeichert.“

Aktuelle Umweltprobleme

Da es in diesem Dokumentarfilm um die Umweltprobleme der heutigen Welt geht, erschien es sehr sinnvoll, die Produktion so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten. Aus diesem Grund war es für Autorin, Produzentin und Regisseurin Candida Brady sehr frustrierend, dass sie bei Beginn des Projekts vor einem Jahr zwar bereits bandlos auf SxS-Karten aufzeichnete, aber für die Protokollierung noch Papier verwenden musste. Bei der handschriftlichen Erfassung der Produktionsdetails handelt es sich natürlich um die traditionelle Methode, an der sich seit Beginn der Filmgeschichte nicht viel geändert hat. Glücklicherweise assistierte Bradys Partner in der Produktionsfirma Blenheim Films, Titus Ogilvy, gerade TalkbackThames bei einem Probelauf des neuen Metadatensystems für XDCAM-Akquisition. „Gemeinsam mit Sony und [dem Produktionsleiter bei TalkbackThames] Mark Bos habe ich den Testlauf des Systems bei den Dreharbeiten zu ‚Escape to the Country‘ verfolgt. Dabei wurde mir sofort bewusst, dass dies die optimale Lösung für ‚Trashed‘ war, besonders, wenn man das Thema der Dokumentation bedenkt. Umso weniger Abfall bei der Produktion anfällt, umso besser. Papierfreie Protokollierung schützt schließlich die Umwelt.“

Jeremy Irons beleuchtet, was mit Abfall geschieht.

Dreh mit dem XDCAM-HD422-Camcorder PMW-500

Brady nutzte XMPilot für die zweite Hälfte der Produktion, die unter anderem in Island, Vietnam, San Francisco und Brasilien gedreht wurde. In diesem Teil der Dokumentation erkundet der Schauspieler Jeremy Irons, was mit unserem Abfall geschieht und wie Recycling verbessert werden kann. Die Dokumentation wurde mit dem XDCAM HD422-Festspeicher-Camcorder PMW-500 gedreht. „Für das Projekt hatten wir eine PMW-500 von Visual Impact gekauft, weil wir mit wiederverwendbaren SxS-Medien arbeiten und in hochwertiger HD-Qualität drehen wollten“, erklärt Ogilvy. Die PMW-500, die allen Umgebungs- und Wetterbedingungen trotzte, wurde vom Kameramann Sean Bobbitt bedient und zeichnete bei 1080i 422 und 50 Mb/s auf 64-GB-Karten auf. „Auf einem iPad richteten wir in XMPilot eine Vorlage ein, die der Produktionsassistent während des Drehs mit Notizen füllte“, erläutert Ogilvy weiter. „Die Vorlage kann nach Belieben gestaltet werden und fasst eine nahezu unbegrenzte Menge an Details, wesentlich mehr, als auf Papier möglich wäre. Wir fügten Informationen wie den Drehort, den Stil der Aufnahme, die zu sehenden Personen, die Sprecher und andere Einzelheiten hinzu. Auch eine kurze Beschreibung, für wie „gut“ wir das Take hielten, ließ sich ergänzen. Die Daten werden dann sofort wieder an die Kamera übertragen und mit den Medien auf der Karte gespeichert.“

„Bei der Übertragung der Bilder auf das iPad kommt es zu einer Verzögerung von 6-7 Sekunden. Dies ist praktisch, da man die Aufnahmen vor dem Hinzufügen der Notizen sehen kann“, ergänzt er. „Man kann eine bestimme Szene schnell wiederfinden und die Rushes am Abend ansehen.“

Gedreht wurde u. a. in Island, Vietnam, San Francisco und Brasilien

XMPilot erfasst Metadaten für XDCAM EX- und XDCAM-HD422-Camcorder.

Die Lösung ist mit den XDCAM EX- und XDCAM-HD422-Camcordern sowie mit dem kompakten Super-35-mm-Full HD-Camcorder PMW-F3 kompatibel. Video- und Audiomaterial in Proxyqualität werden bei der Aufnahme über ein kompaktes Wi-Fi-Modul oder ein Kabel an eine dedizierte Anwendung auf einem Laptop oder Smartphone gestreamt. In der Anwendung werden große Buttons für die Metadatenkategorien und die Rankings angezeigt. Diese Daten werden drahtlos an den Camcorder zurückgegeben und in die MXF-Videodatei, die auf der optischen Disk oder der Festplatte gespeichert ist, eingebettet. Die Metadaten können im MXF-Produktionsworkflow herangezogen werden.

Schnitt mit Final Cut Pro

Bei den Dreharbeiten zu „Trashed“ wurden die Rushes auf einem 17''-Macbook Pro heruntergeladen, das über ein integriertes SxS-Lesegerät verfügt. Anschließend wurden alle Daten auf eine 2-TB-Festplatte übertragen, wobei jeder Frame zwei Mal gespeichert wurde. Eine Sicherungskopie wurde auf einer separaten Festplatte gespeichert, die an einem anderen Ort aufbewahrt wurde. „Es gab also vier Kopien einer jeden Aufnahme.“ In den Oxforder Büros von Blenheim Films wurde das Material anschließend auf eine große Masterfestplatte übertragen, um in Final Cut Pro bearbeitet zu werden. „Da die Medien bereits mit umfangreichen Metadaten versehen waren, konnten wir die Aufnahmen durch die Eingabe einiger Suchbegriffe schnell identifizieren“, erklärt Ogilvy. „Dies ließ uns viele Freiheiten. Alle Informationen befinden sich an einem Ort. Vor allem bei Aufnahmen an ständig wechselnden Drehorten ist dies wesentlich praktischer als Papiernotizen. Auch beim Schnitt spart diese Methode Zeit.“
www.trashedfilm.com

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