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End Of The Road

Der Dreh zu „End of the Road" mit HDV

„Unser Reise führte uns in die abgelegensten Gegenden der Welt... Darum drehten wir mit der HVR-Z7E von Sony. Klein, tragbar und zäh wie Leder - diese Kamera war perfekt für die Dokumentation dieser sagenhaften Reise."

 

Für End of the Road, seinen ersten abendfüllenden Dokumentarfilm, war es für Filmemacher Richard Nicholls von Swift Films in Bristol unabdingbar, einen leichten, widerstandsfähigen Camcorder zu finden, der auf Band aufzeichnet.

Der Film erzählt die Geschichte zweier Mitbewohner, die jahrenlang von ihren Freunden für die Planung eines ungeheuerlichen Projektes ausgelacht wurden. Letzten Endes beschließen sie, das Vorhaben in die Tat umzusetzen, kauften ein gebrauchtes Auto für 100 € und begannen die 4.000 Meilen weite Reise durch sieben Länder und die Sarahwüste nach Gambia in Westafrika.

Als die Kupplung kaputt ging, sah es so aus, als müssten wir das Auto zurücklassen.

„Ein bandloser Workflow wäre für diesen Film einfach nicht geeignet gewesen”, erklärte Richard, der bei der Reise von seinen Freunden Sy Thomas und Alexis Dubus begleitet wurde. „Da uns unsere Reise durch extrem unwegsames Gelände führte, musste wir die Produktionsausrüstung auf einem absoluten Minimum halten. Beim Dreh hatten wir keine Zeit, Aufnahmen zu loggen, Backups zu erstellen und Laptops und Festplatten konnten wir auch nicht mitnehmen. Daher entschieden wir uns für die Sony HVR-Z7E. „Dieser kleine, tragbare Camcorder war unauffällig, lenkte nicht zu viel Aufmerksamkeit auf uns und war trotzdem zäh wie Leder. Das machte ihn ideal für die Dokumentation dieser sagenhaften Reise.

Da das Auto jeden Moment einfach stehen bleiben konnte, war es wichtig, so wenig Gepäck wie möglich dabei zu haben. Wir mussten sicher sein können, dass wir weiterfilmen können, auch wenn wir alles bis auf unsere Rucksäcke zurücklassen müssen. Als dann in einer kleinen Stadt am Rande der Sarahwüste unsere Kupplung tatsächlich den Geist aufgab, sah es so aus, als würden wir das Auto zurücklassen müssen.

Der Zorn der marokkanischen Polizei

Mit zwei Sennheiser-Radiomikrofonen, einem kleinen Shotgun-Mikrofon, Paglight und leichtem Stativ passte unsere gesamte Produktionsausrüstung in eine tragbare Kameratasche. Wir bewahrten die Bänder mit den 65 Stunden von Aufnahmen in einer separaten Hartschalentasche auf, die sich schnell zu unserem kostbarsten Besitz entwickelte. In Senegal fuhren wir eine Straße mit vielen Schlaglöchern entlag, als uns auffiel, dass uns alle überholenden Autos anhupten. Wir hatten nicht gemerkt, dass unser Kofferraum, den wir durch ein Seil gesichert hatten, aufgesprungen war und wir den gesamten Inhalt seit einigen Meilen auf der Straße verteilten. Unsere Besitztümer waren nicht wichtig, aber die Tasche mit den Rushes war glücklicherweise nicht herausgefallen.

Die Möglichkeit, gleichzeitig auf einer CompactFlash-Karte aufzuzeichnen, war für manche Situationen ein echter Bonus. Als wir in der Nähe von Rabat über eine rote Ampel fuhren. lernten wir den Zorn der marokkanischen Polizei kennen. Nach diesem Vorfall haben wir versucht, in der Nähe von jedem, der offiziell aussah, nicht mehr offen zu filmen. Ein paar Tagen später wurden wir in Südmarokko unerklärlicherweise wegen zu schnellen Fahrens von einem korrupten Polizisten angehalten (auf einer langen, weiten Wüstenstraße fuhren wir gerade mal 90 km/h).

Die Dokumentation wurde bei den Los Angeles Movie Awards 2010 zweifach ausgezeichnet.

Heimlich filmten wir weiter und speicherten die Aufnahmen sowohl auf Band als auch auf der CompactFlash-Karte. Die Kamera filmte durch ein kleines Loch in ihrer Tasche. Als der Polizist Geld verlangte, bemerkte er Sys Radiomikrofon. Schon befürchteten wir, dass unsere geheimen Aufnahmen aufgeflogen sind und fanden uns damit ab, das Band übergeben zu müssen (und waren dankbar, dass alle Aufnahmen auf der CompactFlash-Karte gesichert waren), aber Sy konnte den Polizisten in seinem besten Schulfranzösisch davon überzeugen, dass das Gerät in Wirklichkeit zur Liederauswahl seines iPods diente. Da hatten wir nochmal Glück.

Am meisten hat uns die HVR-Z7E jedoch in der Wüste überzeugt. Bei der 500 Meilen langen Fahrt durch die Sahara wurde die Kamera bei Temperaturen über 45 Grad einem echten Härtetest unterzogen. Sie verkraftete den Sand und die Hitze bemerkenswert gut und der äußerst sparsame Energieverbrauch war bei vier Tagen in den Dünen ein Geschenk des Himmels. Nachts lieferte die Kamera in schlechtem Licht gute Ergebnisse, aber ein einfaches Paglight wertete diese noch einmal deutlich auf. Die Aufnahmen sehen einfach fantastisch aus.

Weltweite Anerkennung

Obwohl der Film erst vor kurzem fertiggestellt wurde, erwirbt er sich bereits einen Ruf bei Filmfestspielen auf der ganzen Welt und kommt besonders auf der anderen Seite des Atlantiks ausgesprochen gut an. Bei den Los Angeles Movie Awards 2010 wurde er zweifach ausgezeichnet und hat in Nordamerika bereits einen Verkaufsvertreter gefunden. Die Weltpremiere wird im August 2010 beim New York City International Film Festival stattfinden - die gerechte Belohnung für einen unabhängigen Film, in dem viel Herzblut steckt.

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