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Tron Legacy Foto: Douglas Curran © Disney Enterprises, Inc.

3D-Dreh von Tron Legacy mit der F35

„Wir wollten keinen Film, der so aussieht, als wäre er in HD gedreht – er soll wirken, als hätten wir ihn auf Film aufgezeichnet. Die Tiefenschärfe und Bildqualität der F35 machten dies möglich.”

 
Digitale Kinokamera F35

In den Walt Disney Studios ist die Postproduktion der sehnlichst erwarteten Fortsetzung von Tron im vollen Gange. 1982 revolutionierte die Science-Fiction Erzählung über Hacker, die sich selbst versehentlich digitalisieren, die Filmindustrie. Der Film war einer der ersten, bei dem umfangreiche Computergrafik eingesetzt wurde.

Passenderweise wird für Tron Legacy das aufkommende 3D-Format verwendet, um Besucher in Digital- und IMAX-Kinos in eine High-Tech Action-Geschichte zu ziehen, die es so noch nie auf der Kinoleinwand gab. Der Film wurde hauptsächlich mit einem Blue Screen von April bis Juli 2009 in Vancouver gedreht und soll Ende 2010 in die Kinos kommen. Steve Lisberger, Co-Autor des Films und Autor/Regisseur des Originals beschreibt die Entwicklung von Tron als „ein Aquarium, das 25 Jahre lang von der Außenwelt abgeschottet war."

„Die Simulation ist jetzt noch perfekter und realistischer,” meint er. „Die Welt hat jetzt einen weitaus höheren Maßstab: der Realismus, die Physik, die räumliche Qualität. Ich möchte, dass der Film sich so anfühlt, als hätten wir ihn mit Filmkameras gedreht. Die Grenze zwischen dem was echt und dem was animiert ist sollte so verschwommen sein, dass der Unterschied kaum auffällt.”

Das war die Aufgabe von Regisseur Joseph Kosinski, der sein visuelles Feingefühl schon bei der Mad World-Werbung für Gears of War unter Beweis gestellt hat und Kameramann Claudio Miranda (Der seltsame Fall des Benjamin Button). Natürlich war die Wahl des Akquisitionsformats hierbei ausschlaggebend.

„Joe wollte, dass sich dieses Projekt deutlich von anderen großen 3D-Produktionen, die alle in HD aufgenommen wurden, abhebt,” erklärt Koproduzent Steve Gaub. „Er meinte, dass die F35 sich eher wie eine Filmkamera anfühlt, zum Beispiel in der Art und Weise wie der Fokus immer unschärfer wird. Wir wollten keinen Film, der so aussieht, als wäre er in HD gedreht – er soll wirken, als hätten wir ihn auf Film aufgezeichnet. Die Tiefenschärfe und Bildqualität der F35 machten dies möglich.”

Pace stellte die 3D-Kamera-Rigs zur Verfügung

F35s von Pace

Die Produktion war bereits mit der F23 voll im Gange, wechselte aber zur F35, kurz bevor die 35mm-Digitalkamera 2008 international auf den Markt kam.

„Sie kamen buchstäblich direkt vom Fertigungsband,” meinte Gaub. „Wir und unsere Kameracrew hatten keine Erfahrung mit der F35 und das war anfangs etwas einschüchternd. Im Nachhinein waren wir aber sehr froh, dass wir dieses Risiko eingegangen sind.”

Vom 3D-Spezialisten Pace (der die Modelle vom Kameraverleih Band Pro in Los Angeles erworben hat) wurden acht F35s gemietet und auf vier Pace Fusion-Rigs installiert – die gleichen, auf die James Cameron beim Dreh von Avatar die Sony HDC-F950s montiert hatte. Die Rigs wurden für das breitere Gehäuse der F35 angepasst und jedes Paar wurde wie eine einzelne Kamera behandelt, eine die das Bild für das linke und eine die das rechte Auge aufnimmt. Die drei Rigs wurden für die gesamten Dreharbeiten verwendet und gelegentlich auch durch ein viertes Rig für eine zweite Einheit ergänzt.

Aufgezeichnet wurde auf tragbaren Codex Digital-Geräten mit dualen Festplattenspeichersystemen. Miranda stellte seine Crew vor die Herausforderung, die Flexibilität einer traditionellen 2D-Kamera zu erhalten und unter anderem auch ehrgeizige Kran- und Streadicam-Aufnahmen zu meistern. Er montierte eine F35 auf einen GF-8-Kahn und einen Mini-Scorpio-Kopf, um die nächtlichen Straßen von Vancouver aus der Vogelperspektive filmen zu können.

Eine Pace-Crew arbeitete am Set, zeichnete die Daten von den Codex-Laufwerken auf und erstellte Arbeitskopien, unter anderem auch Avid-Kodierungen für den Schnitt bei Pivotal Post in Hollywood.

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