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Rick McCallum und George Lucas (rechts)

George Lucas dreht seinen neuen Blockbuster mit der F35

„In der Sony F35 sehen wir eine ideale Erweiterung und perfekten Wegbegleiter in das Zeitalter des digitalen Films. Dank der PL-Fassung lässt sich die F35 an die breite Palette hochwertiger Objektive anschließen und kann auch mit bewährtem Filmzubehör eingesetzt werden.”

 
Fred Meyers (links) und Rick McCallum am Set von Red Tails

Der neueste Epos von George Lucas, Red Tails, spielt während des zweiten Weltkriegs und erzählt die beeindruckende Geschichte der Tuskegee Airmen, die erste schwarze Kampfpiloteneinheit der USA. Seit über zwanzig Jahren strebte Lucas danach, diese Geschichte zu verfilmen und es ist keine Überraschung, dass die Produktion vollständig digital durchgeführt worden ist. Die ursprüngliche Star Wars-Trilogie setzte einen neuen Maßstab für Spezialeffekte und die Dreharbeiten für die Prequels waren eine der ersten, für die die digitale HD-Ausrüstung anstelle von Film benutzt wurde.

Der Leiter der Lucasfilm-Produktion war George Lucas, die Produzenten Rick McCallum und Charles Johnson mit Regisseur Anthony Hemingway und Kameramann John Aronson. Der technische Leiter war Fred Meyers, der mit Lucas und McCallum bereits bei den Star Wars-Prequels zusammengearbeitet hat. Auch arbeitete er für Industrial Light and Magic, ein weltbekanntes Lucasfilm-Unternehmen, das sich auf Spezialeffekte spezialisiert hat, und beaufsichtigte dort den Übergang zum digitalen Workflow.

Die Vorproduktion von Red Tails begann 2008 und der eigentliche Dreh startete 2009 mit Aufnahmen in Tschechien und Kroatien bis Ende Juni. Zu den Darstellern gehörten Nate Parker, David Oyelowo, Elijah Kelly, Kevin Phillips, Ne-Yo, Andre Royo, Method Man, Cuba Gooding Jr., Terence Howard und Daniela Ruaj.

Kamera F35

Die F35-Kameras von Sony

Die F35-Kameras der CineAlta-Reihe von Sony kamen beim Dreh zusammen mit Angénieux Optimo-Zoomobjektiven und Masterprimes von Zeiss / ARRI zum Einsatz. Für Aronson war dies das erste große digitale Filmprojekt, aber die F35 erinnert so stark an eine traditionelle Filmkamera, dass sie ihm sofort vertraut war.

„Die Kamera gab uns die Tiefenschärfe und Filmobjektivauswahl, die wir brauchten,” sagte Meyers, der stets die neueste HD-Technologie von Sony verwendet. „Sony setzt die Latte immer höher,” fügt er hinzu. „Das Gute an digital ist, dass nichts je still steht" Trotz 100 Jahre an Technologie hat sich bei Film nicht viel verändert, doch mit digital wird die Funktionsvielfalt immer größer und die Ausrüstung immer besser.”

Die F35-Kameras wurden von den in München ansässigen Technologie-Partnern der Produktion, Band Pro und FGV Schmidle, zur Verfügung gestellt. Jeff Cree von Band Pro und Ralph Herzog von FGV reisten nach Prag, um die Crew bei der Eingewöhnung mit der F35 zu unterstützen.

„Das war großartige Hilfe,” meint McCallum. „Sie machten die Technologie der F35 und die Funktionen von SRW/Codex leicht verständlich. Auch führten Sie uns in das Fiber-System von Sony ein, das gemeinsam mit der zwischen Kamera und Deck angebrachten Fiber-Stromversorgungseinheit von Telecast zum Einsatz kam.

„So musste sich John keine Sorgen um den Akku der Kamera machen, konnte sich freier bewegen und längere Takes drehen, was für die Erzählung dieser epischen Geschichte unabdingbar war. Den Service, den FGV Schmidle uns bot, war herausragend und wohl der Beste, den wir jemals hatten. Auch alle Mitarbeiter von Band Pro leisteten großartige Arbeit und stellten sicher, dass die Crew die notwendige Unterstützung bekam - es war für uns alle eine sehr positive Erfahrung.”

Fred Meyers

Digitaler Workflow

FGV Schmidle vermietet seit 35 Jahren qualitativ hochwertige Filmkameras, hat aber erst vor kurzem die F35s erworben. Geschäftsführer Markus Schmidle meint dazu: „In der Sony F35 sehen wir eine ideale Erweiterung und perfekten Wegbegleiter in das Zeitalter des digitalen Films. Dank der PL-Fassung lässt sich die F35 an die breite Palette hochwertiger Objektive anschließen und kann auch mit bewährtem Filmzubehör eingesetzt werden.”

Doch für Red Tails waren die F35s nur der Anfang des digitalen Workflows. Um die Effizienz zu maximieren, wandte Meyers eine Hybrid-Methode mit Discs und Bändern an. Das Signal wurde in Dual Link 4:4:4 auf SRW-1/SRPC-1-Geräten aufgenommen die über Glasfaserkabel angeschlossen sind. Parallel dazu wurde es auch unkomprimiert auf einem Codex-Disc-Recorder aufgezeichnet, der zwei 4:4:4-Streams gleichzeitig speichern kann. Zwei weitere SRW-5800 HDCAM SR-Recorder wurden für Backups und zusätzliche Play-Outs verwendet.

Die Cutter von Lucasfilm begannen in Prag mit dem Schnitt auf Avid und parallel machte sich auch ein Team am Hauptstandort von Lucasfilm in Kalifornien an die Arbeit. Auch wurde ein mobiler ‘Regie-Wagen’ aufgebaut, um die schnellen Wechsel zwischen den Drehorten und dem Produktionshaus in Prag zu vereinfachen. Dieser Wagen wurde mit zwei Klasse-1 BVM-L230 Monitoren von Sony mit 4:4:4-Eingängen ausgestattet.

„Wie benutzen die beiden Formate nicht, um sie gegeneinander auszuspielen,” erklärt Meyers. „Vielmehr geht es darum, die Möglichkeiten der digitalen Technologie voll auszuschöpfen und den Produktionsprozess zu vereinheitlichen, die Bearbeitungszeit zu verringern oder unnötige Schritte wegzulassen… nicht unbedingt, um Zeit und Geld zu sparen, sondern um sicherzustellen, dass uns dieser Vorgang nicht einschränkt.

„Dank gleichzeitiger Aufnahme auf Disc und Band mussten wir keine Dubs der Kamera-Master mehr erstellen, da wir von den Discs die Master im nachhinein holen konnten. Und wir waren in der Lage, die Daten digital direkt über das Netzwerk zu übertragen, die Bearbeitungszeit damit zu verkürzen und die Informationen schnell zu Avid zu bringen.”

Digitales 3D

Meyers hat auch beim neuen 3D-Film von Warner Brothers „Yogi Bear” mitgearbeitet. Für Yogi Bear arbeitet Meyers mit Regisseur Eric Brevig, den er bereits bei der 3D-Produktion von „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde” unterstütze. Dieses Mal gab es eine umfangreiche Action-Aufnahme am Drehort, bevor das animierte Material integriert wurde.

Yogi wurde Ende letztes Jahres in Neuseeland mit Sony F23s auf 3D-Rigs, HDC 1500s auf einem zweiten Satz Rigs sowie Sony PMW-EX3s als Stunt-Kameras gedreht. Nach der Erfahrung mit Red Tails verwendete Meyers erneut eine digitale Hybrid-Methode mit Discs und Bändern, fügte jedoch weitere Funktionen für 3D hinzu. „Beide Filme stellten eine große Herausforderung dar,” meinte Meyers. „Teil der Herausforderung war, mit den Herstellern zusammenzuarbeiten, die Technologie zu integrieren und die Funktionsvielfalt so weit wie möglich auszuweiten, um dem Projekt einen besonderen Touch zu verleihen, etwas, das nur sechs Monate früher noch nicht möglich gewesen wäre.”

F35 – Produktinformation

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