Consumer-Produkte

Professionelle Lösungen
Undercover mit der HVR-Z5E

Undercover mit der HVR-Z5E

„Die Möglichkeit, für die Aufnahme schnell vom Band zur Karte oder beiden zu wechseln, war unabdingbar. So konnte ich immer ein Band mit harmlosem Material in der Kamera haben. In den meisten Ländern ist die Polizei bei Durchsuchungen zufrieden, wenn man ein Band übergibt.”

 
Dokumentarfilmer Jezza Neumann

Undercover zu filmen kann in manchen Teilen der Welt gefährlich und schwierig sein. „Man muss die Rushes immer als belastendes Material für die Interviewpartner sehen und sie daher so gut wie möglich verstecken,” erklärt Dokumentarfilmer Jezza Neumann.

Neumann gewann 2008 den BAFTA-Award für sein herausragendes Werk "China’s Stolen Children" (Channel 4/True Vision), das mit einem HVR-A1E Camcorder gedreht wurde. 2008 wurde er für "Undercover in Tibet", eine weitere Channel 4/True Vision-Produktion, auch für den Sony Professional Impact Award bei den Rory Peck Awards nominiert.

In Tibet war er gezwungen all seine HDV-Bänder zu verbrennen, damit das Material nicht von der Polizei entdeckt wird (davor hatte er die Rushes auf eine Festplatte kopiert und in einem sicheren Haus deponiert).

Sein nächster Auftrag in Simbabwe war noch schwieriger und forderte neue Methoden und Ausrüstung. Ein Problem bestand darin, dass die unberechenbare Stromversorgung dort die Übertragung von Rushes auf eine Festplatte bei normaler Geschwindigkeit unpraktisch gestaltet. „Die Übertragung eines einzigen Bands auf einen Laptop inklusive Logging und Set-Up kann weit länger als eine Stunde dauern und nach einem harten Tag beim Dreh mit fünf Bändern in der Tasche ist das letzte, über das ich mir Sorgen machen wollte, zu viel Strom zu verbrauchen oder wie ich die Akkus und den Laptop am Laufen halte,” meint er. „Einige Gegenden sind so abgeschieden, dass es tagelang keine Möglichkeit gibt, den Laptop aufzuladen.”

HVR-Z5E „genau das Richtige”

HVR-Z5E „genau das Richtige”

Als er sich 2009 auf seine erste Reise nach Simbabwe vorbereitete, brachte Sony die HVR-Z5E auf den Markt. „Das war genau, was ich brauchte,” meinte er. „Mit dem Dualformat konnte ich auf 16GB-Speicherkarten aufzeichnen und 73 Minuten an Aufnahmen in circa 12 Minuten übertragen. Die Kamera mit sieben Stunden an Akkulebensdauer der Z5 war absolut fantastisch. Mit drei davon konnte man 2-3 Tage ohne Aufladung auskommen, und wenn man den Akku etwas schont, zum Beispiel, in dem man das Display nicht ausklappt, halten sie noch wesentlich länger.”

"Zimbabwe’s Forgotten Children" zeigt, was es bedeutet im heutigen Simbabwe aufzuwachsen. Überall in Simbabwe kann es sehr schwer sein zu drehen. Für diesen Dokumentarfilm musste das Team jedoch offen in den Straßen von Harare filmen. Die Produzentin Xoliswa Sithole erhielt eine Sondererlaubnis der Regierung einen Film über ihre Kindheit zu drehen, der das Land feiern sollte, in dem sie groß geworden war. Das war die Tarnung für den kritischen Dokumentarfilm, der in 12 Wochen erstellt wurde.

„Wir mussten zwei Filme drehen. Einen über Xoliswas Kindheit und einen zweiten über das, was wir wirklich sahen” meinte Neumann. „Mit der Z5 konnte ich alles, was zu unserem offiziellen Film passt, auf Band aufzeichnen. Alles, was ich für etwas kontroverser hielt, speicherte ich auf der Karte

„Die Möglichkeit, schnell vom Band zur Karte oder beiden zu wechseln, war unabdingbar. So konnte ich immer ein Band mit harmlosem Material in der Kamera haben. In den meisten Ländern ist die Polizei bei Durchsuchungen zufrieden, wenn man ein Band übergibt. Dank des Designs der Z5 muss man wirklich vom Fach sein, um zu erkennen, dass sie auch über eine Kartenspeichereinheit verfügt.”

Aufzeichnung auf CompactFlash

Neumann zeichnete 1080/25p HDV auf eine Mischung aus 32GB und 16GB Sony und anderen CompactFlash-Karten auf. Der Ton wurde mit einem Sennheiser-Mikrofon von der Kamera aufgenommen. Zusätzlich wurden einige HDV-Bilder, hauptsächlich von Straßenkindern, die mit einem sehr diskreten Gerät aufgenommen werden mussten, mit einer HVR-A1E gedreht.

Sobald er ein sicheres Dach über den Kopf hatte, übertrug Neumann das neueste Material auf ein Macbook Pro, das mit Final Cut Pro ausgestattet war. Die Rushes wurden für Logging und einen Rohschnitt sofort auf DV downkonvertiert.

„Während der Dreharbeiten importierte ich alle 70 Stunden an Material in FCP und bereitete alle Bins so vor, dass ich zu Hause sofort mit dem Schnitt anfangen konnte,” erklärte er. „Da ich nicht warten musste, bis alles in Echtzeit heruntergeladen wurde, hatte ich viel mehr Zeit Timelines und Charaktersequenzen zu erstellen und hatte damit schon unterwegs ein organisiertes Ablagesystem.”

Nach seiner Rückkehr editierte Neumann, der den Film auch selbst schnitt, bis zur Picture-Lock-Stufe im DV-Format, verband die letztendliche Sequenz mit den ursprünglichen HDV-Dateien und konvertierte es zu Apple Pro-Res HD hoch, um es in HDCAM auszugeben.

Das wurde dann im Postproduktionshaus Molinare in London bearbeitet, wo HDCAM-Master für Projektion und Broadcast erstellt wurden. Die Broadcast-Version wurde dann auf Digital Betacam down-konvertiert und an BBC Four geliefert, wo der 90-minütige Film im März seine Premiere erlebte. Die HDCAM-Projektionsversion wurde für Vorführungen bei Festivals erstellt, was zum ersten Mal bei der BAFTA umgesetzt wurde.

Mit den Graufiltern kommt der strahlend blaue Himmel gut zur Geltung.

Bildqualität auf einer großen Leinwand

„Als ich die Aufnahmen sah, dachte ich, das wird auch auf einer großen Leinwand absolut fantastisch aussehen,” sagt er. „Das fest verbaute G-Objektiv der Z5 verfügt über einen 20fachen optischen Zoom und drei Ringen am Objektiv, die eine akkurate Steuerung des Zooms, des Fokusses und der Blende ermöglichen. Wir drehten auch mit der MatteBox von Chrosziel mit denen ich Graufilter und einen Polarisationsfilter nutzen konnte, die für Drehorte, an denen die Sonne sehr hell scheint, wichtig sind.

Mit den Graufiltern kommen der strahlend blaue Himmel und die fantastischen Aussichten gut zur Geltung. Auch lassen sich damit dunkelhäutige Gesichter besser einfangen, was im hellen Sonnenlicht sonst problematisch sein kann.”

Children of Gaza

Das Material wurden von den eigentlichen Karten gelöscht, die wiederverwendet wurden. „Ein diszipliniertes und sicheres Back-Up-System ist unabdingbar,” rät Neumann, der mit drei 500GB-Festplatten von Western Digital unterwegs war. „Man kann sich nicht nur auf eine Festplatte verlassen. Ein Laufwerk lasse ich in einem sicheren Haus im Land und nehme ein weiteres Laufwerk mit. So kann ich sicher sein, dass, auch wenn mein mitgenommenes Laufwerk defekt wird oder das Laufwerk an der Grenze konfisziert wird, ich noch auf eine Kopie zugreifen kann und die Rushes nicht verloren sind.”

Neumann schloss vor kurzem ein Folgeprojekt ab, in dem er das Leben einer Gruppe von Kindern im Gaza ein Jahr lang dokumentierte. "Children Of Gaza – Dispatches" (C4/Truevision) wurde ebenfalls auf HDV mit einer HVR-Z5E und einem ähnlichen Workflow gefilmt. Dieses Mal hat Neuman jedoch den Dual-Recording-Modus genutzt, um gleichzeitig auf die Speicherkarte und auf Band als Back-up aufzuzeichnen.

"Zimbabwe’s Forgotten Children" wurde von TrueVision TV produziert und wird von der C4 Digital Rights Group verteilt.

Seite speichern mit

Verwandte Produkte

Folgen Sie uns