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Filmaufnahmen mit der PDW-F350

XDCAM zeichnet Crashtests auf

„Es spielt keine Rolle, ob ich die PDW-F350 oder die PMW-EX1 verwende. Ich kann die Szenen direkt nach ihrer Aufzeichnung mit dem Kunden ansehen und mit ihm besprechen, ob ein weiterer Testdurchlauf erforderlich ist.“

 

Die MPP Studios in Wolfenbüttel haben mit der XDCAM HD und der XDCAM EX eine Reihe spektakulärer Hochgeschwindigkeits-Cashtests gefilmt.

MPP Studios hat sich unter anderem auf die Erstellung von Videodokumentationen für die Eisenbahnindustrie spezialisiert. Erst kürzlich zeichnete MPP eine Reihe von Hochgeschwindigkeits-Crashtests auf, bei denen Züge und Waggons extremen Belastungen ausgesetzt werden. Für diese Aufnahmen wählten Sie die Camcorder PDW-F350 XDCAM HD und PMW-EX1 XDCAM EX.

„Meine Kunden interessiert, was geschieht, wenn ein Zug in eine Schneewehe fährt, wie etwa in Skandinavien bei Außentemperaturen von -40 °C”, erzählt Frank Langer, geschäftsführender Kameramann der MPP Studios. „Der Schnee bildet eine feste, meterhohe Masse. Und wenn die Verwehungen über Nacht stark vereist sind, ist es gut zu wissen, dass der Zug, der morgens durch die Schneewand fahren muss, diese Anforderung auch bewältigt.“

Filmaufnahmen in Skandinavien

Eisige Temperaturen

MPP Studios war eines der ersten Unternehmen in Europa, die das filebasierte Aufzeichnungsformat XDCAM HD verwendeten, das sie heute für eine Vielzahl von Anwendungsgebieten einsetzen. Bei den Crashtests werden die Kameras extremen Bedingungen wie eisigen Temperaturen oder starken Erschütterungen ausgesetzt.

„Während der Dreharbeiten in Skandinavien herrschte eine Außentemperatur von -14 °C“, berichtet Langer. „Die technischen Daten der PDW-F350 erlauben maximal -5 °C. Aber es traten keine Probleme auf, auch nicht bei eisigem Wind. Dabei war die Kamera nicht einmal eingepackt. Natürlich waren die Objektivringe etwas schwergängiger als bei wärmeren Temperaturen, aber das ist normal. Damit muss man immer rechnen.“

Bei Hochgeschwindigkeits-Crashtests müssen die XDCAM-HD-Kameras in der Regel starke Erschütterungen verkraften. „Die Tests werden mit Zügen durchgeführt, die noch nicht fertig gestellt sind. Der Innenausbau hat noch nicht stattgefunden, und das Fahrgestell liegt frei. Während der Testfahrten werden heftige Stöße auf den Aufbau auch auf die Kamera übertragen“, erklärt Langer.

Einer der Tests mit einem Hochgeschwindigkeitszug wurde mit einer XDCAM HD aufgezeichnet, um zu sehen, wie das Software-Management-System des Zugs bei einer Geschwindigkeit von rund 120 km/h auf einen Aufprall reagiert. In einem anderen Test ließ man zwei Tankwaggons mit 80 Tonnen Wasser miteinander kollidieren.

„Bei diesen Crashtests arbeiten wir mit drei oder vier XDCAM HD-Kameras“, erläutert er die Dreharbeiten. „Eine Kamera wird im 90-Grad-Winkel zum Kollisionspunkt aufgestellt, die andere im 45-Grad-Winkel. Beide Kameras befinden sich auf Augenhöhe, sodass bei der Wiedergabe des Films eine natürliche Perspektive entsteht. Die dritte Kamera wird auf einem Spezialstativ aufgestellt, und filmt aus 3,5 m Höhe im 45-Grad-Winkel.“

PDW-F350

Slow-Motion-Aufnahme

Bei diesen Aufzeichnungen spielt die Slow-Motion-Aufnahme eine wichtige Rolle. Eine Funktion, die die PDW-F350 sehr gut beherrscht. „Wir benötigen möglichst viel Licht, da die Belichtungszeit stark abnimmt, und eine möglichst hohe Anzahl Bilder pro Sekunde. In der Vergangenheit konnten wir nur mit 25 Bilder/s aufzeichnen, was für Slow-Motion immer ein Problem darstellte. Die F350 liefert hingegen 60 Bilder/s, womit wir gute Ergebnisse erzielen.“

MPP Studios verwenden auch den XDCAM EX Camcorder PMW-EX1. „Die Fahrerkabinen der Züge werden immer kleiner, und wir zeichnen nicht nur in Hochgeschwindigkeitszügen auf, sondern auch in Straßenbahnen und mechanisierten Systemen für Industrieanlagen. In solchen Umgebungen müssen wir uns so gut es geht einschränken. Wenn ich eine F350 verwende, benötige ich ein umfangreiches Objektivset. Dadurch entsteht eine Kameralänge von fast 80 cm, mit der es unmöglich ist, einen Fahrer in seiner beengten Fahrerkabine zu filmen.“

Mit der PMW-EX1 wird dieses Problem gelöst. „Sie ist die ideale Zusatzkamera. Sie ist nur 41 cm lang und sehr leicht zu bedienen. Sogar das Standard-Weitwinkelobjektiv ließ sich bestens einsetzen.“

Langer zufolge passen die Aufnahmen der PMW-EX1 und PDW-F350 sehr gut zueinander. „Beide Kameras sind Teil der XDCAM-Familie, wodurch das Material absolut kompatibel ist“, berichtet er.

PMW-EX1

Schnelle Einspielzeiten

Der dateibasierte Workflow der beiden Camcorder bietet Langer ebenfalls zahlreiche Vorteile. „Es spielt keine Rolle, ob ich die F350 oder die EX1 verwende. Ich kann die Szenen direkt nach ihrer Aufzeichnung mit dem Kunden ansehen und mit ihm besprechen, ob ein weiterer Testdurchlauf erforderlich ist. Unmittelbar nach den Aufnahmen kann ich die Bilder per USB oder i.Link auf einen Laptop übertragen. Mit der richtigen Software kann ich eine DVD für den Kunden erstellen, oder einen Teil einer Aufnahme als Vorschau per E-Mail senden. Da in den Unternehmen häufig unterschiedliche Abteilungen an unterschiedlichen Standorten an den Tests interessiert sind, besteht hier die Möglichkeit, alle sofort und gleichzeitig über die ersten Ergebnisse der Tests zu informieren.“

Zurück in den Büros von MPP Studios kann das Material sehr schnell in ein Produktionssystem importiert werden. „Es muss keine Zeit mehr für die Anmeldung aufgewendet werden. Sie können die Disc aus der Kamera nehmen, in den Computer einsetzen, die Daten herunterladen und umgehend mit der Arbeit am Schnitt beginnen. Und die Discs werden anschließend für die Archivierung verwendet.“

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