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UWP-Produkte von Sony

Test der Drahtlosmikrofone der UWP V-Serie von Sony

Alister Chapman, professioneller Kameramann und Broadcaster, erklärt in seinem Testurteil über die UWP-Produktserie, warum dieses Sony Equipment hohe Zuverlässigkeit auf lange Sicht bietet...

 

„Ich brauche einfach zu bedienendes, funktionelles Equipment...”

Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, die neuen Drahtlosmikrofone der UWP V-Serie von Sony zu testen. In mehr als 20 Jahren als Kameramann habe ich schon viele Funkmikrofonsysteme von verschiedenen Herstellern gesehen und benutzt. In den letzten 5 Jahren habe ich ein paar Funkmikrofone von einem anderen bekannten Hersteller verwendet und sie, ehrlich gesagt, sehr praktisch gefunden. Bei der Wahl meines vorhergehenden Equipments achtete ich vorrangig auf den Preis. Ich weiß zwar, dass ein Kameramann eine hochwertige Sound-Anlage braucht, habe aber selten Zeit, mich mit komplizierten Sound-Anlagen zu beschäftigen, deshalb brauche ich ein einfach zu bedienendes, funktionelles Equipment, das ich ohne großen Aufwand einfach einschalten und benutzen kann.

Ein Diversity-Empfänger bewirkt einen großen Unterschied

Beim Öffnen des UWP-Pakets bemerkte ich als erstes die beiden Antennen am tragbaren Empfänger. Da das UWP-Paket etwa gleich viel wie andere Funkmikrofonanlagen der unteren Preisklasse kostet, rechnete ich eigentlich nicht mit einem Diversity-Empfänger, aber da war er nun mal. Außerdem war mir nicht klar, was für einen großen Unterschied ein Diversity-Empfänger bewirken kann, dazu aber später mehr.

2 AA-Batterien - mehr braucht es nicht

UWP V-Serie - im Einzelnen

Schon beim Zusammenbau des Equipments fiel mir die hochwertige Verarbeitung auf. Sender, Empfänger und das optionale Handmikrofon bestehen alle aus robustem Druckgussmetall. Mein Audio-Equipment muss ganz schön viel aushalten. Ich kann gar nicht sagen, wie oft der Gürtelsender schon auf die Erde gefallen ist! Dieses Sony Equipment sieht langlebig aus und fühlt sich auch so an. Beide Gürtelsender verfügen über praktische, rasch zu öffnende Batteriefächer. Man drückt auf zwei Tasten, das Fach öffnet sich und die beiden AA-Batterien, die das Gerät versorgen, können schon gewechselt werden. Ich finde es gut, dass AA-Batterien zum Einsatz kommen, da sie billig und langlebig sind. Und der Umwelt zuliebe kann man heute schon gute, leistungsfähige,
wiederaufladbare Batterien verwenden.

An/Aus-Schalter

Einfache, praktische Schalter

Die Geräte werden über einen tiefer eingelassenen Schalter an der Seite ein- und ausgeschaltet. Bei meinem anderen Mikrosystem muss man eine Klappe öffnen und eine Taste gedrückt halten. Ohne auf das Display zu sehen, kann man nicht sagen, ob es ein- oder ausgeschaltet ist. Beim Sony-Modell weiß man: Wenn der Schalter oben ist, ist das Gerät an. Wollte man als Moderator den Sender unter seinem Sakko ein- oder ausschalten, kann man den Schalter "blind" ertasten und betätigen. Außerdem gibt es eine kleine LCD-Anzeige, von der sich Kanal, Batteriestand und Audio-Pegel ablesen lassen.

Einfache Buchse als Eingang

Perfekt für das Filmen von Live-Veranstaltungen

Als Eingang dient beim Gürtelsender eine 3,5 mm-Buchse mit Gewinde. Über einen einfachen Schiebeschalter kann man zwischen Mic- und Line-Pegel wechseln. Eine Zuspielung von einem Audio-Deck oder einem Mischer wird so zu einem Kinderspiel. Ich filme oft Konferenzen und andere Live-Veranstaltungen - das erleichtert meine Tätigkeit also um einiges. Auf der Oberseite des Senders befindet sich zudem eine LED-Anzeige, die rot leuchtet, sobald der Audio-Eingangspegel zu hoch ist. Eine weitere praktische Möglichkeit, die meine anderen Mikros nicht haben, ist die Möglichkeit, die Ausgangsleistung des Senders höher oder niedriger einzustellen. Stellt man die Ausgangsleistung niedrig ein, lässt sich die bereits sehr lange Lebensdauer der Batterie noch verlängern. Kanal-, Pegel- und Leistungsfunktionen werden über kleine Tasten an der Vorderseite des Geräts eingestellt.

Der Empfänger ist nur geringfügig größer als der Sender. Die Oberseite des Geräts ist voll besetzt, denn dort sind die beiden Antennen, eine 3,5 mm-Ausgangsbuchse mit Gewinde sowie eine zusätzliche Monitor-Buchse. Bei der ersten Konferenz, die ich mit diesen Mikrofonen drehte, war ein schreckliches Summen im Audio-Feed. Da war die Monitor-Buchse ein wahrer Segen. Ich nahm den Empfänger von der Kamera, schloss meine Kopfhörer an und konnte die Probleme bei den verschiedenen Audio-Anschlüssen und -Geräten beheben, ohne die Kamera herumschleppen zu müssen. Super!

Enorme Verbesserungen mit Sony

Wie auch beim Sender werden Frequenz und Pegel über kleine Drucktasten eingestellt, und von einer kleinen LCD-Anzeige lassen sich alle nötigen Infos ablesen, wie etwa Signalstärke und Audiopegel.

Kleine, übersichtliche LCD-Anzeige

Nachdem ich die Mikros bei einigen Drehs verwendet hatte, merkte ich, dass ich mit dem UWP-Paket viel weniger Tonstörungen hörte als mit meiner alten Anlage. Ein Dreh fand in einer großen Halle aus einer Stahlkonstruktion statt. Das letzte Mal, als ich in dieser Halle gedreht hatte, hatte ich zahlreiche Interferenzprobleme, insbesondere wenn der Moderator viel hin- und herging. Mit dem Sony-Paket lief es viel besser.

Vermutlich liegt das an der Funktionsweise des Diversity-Empfängers. Der Empfänger vergleicht das Signal von den beiden Antennen und schaltet sofort zur Antenne mit dem besten Signal um. In einem geschlossenen Raum wird das Signal vom Empfänger von Wänden und anderen festen Objekten reflektiert. Wenn das direkte und das reflektierte Signal beim Empfänger eintreffen, können sie phasenverschoben sein und einander schließlich aufheben. Das führt zu diesen furchtbaren Störungen, die man bei Funkmikros oft hört. Mit einem Diversity-Empfänger wird das vermieden, und die Verbesserung war für mich eindeutig hörbar.

Schluss mit dem störenden Mikrofonangeln

Das Handmikrofon war eine kleine Überraschung. Ich besitze zwar Handmikros, doch diese wurden immer mit der Kamera verkabelt. Dabei handelte es sich immer um Shotgun-Mikrofone, und das Mikro in Richtung des Interviewpartners zu halten, war immer mühsam. Entweder hält man es in der linken Hand und bedient gleichzeitig die Kamera, oder jemand anders hält das Mikro. Aber wenn ich ein Nierenmikrofon habe, kann ich es dem Interviewpartner einfach in die Hand geben. Da stören keine Kabel, der Empfänger muss nicht getrennt und nichts herumgewechselt werden. Und werden Leute interviewt, die keine Profis sind, finden sie es weniger einschüchternd, das Mikro selbst zu halten, als wenn ihnen jemand mit einem Mikrofonbügel vor das Gesicht fährt. Ab jetzt führe ich deshalb immer eines davon in meinem Sound-Paket mit.

Abschließender Kommentar

Alles in allem ist das UWP-Paket robust und einfach zu bedienen. Die Tonqualität ist mindestens so gut wie bei meiner alten Anlage, weist jedoch den zusätzlichen Vorteil eines stabileren Empfangs unter schwierigen Bedingungen auf. Nur dass die Antennen vom Empfänger nicht abnehmbar sind, stört mich ein wenig. Und weil sie relativ steif sind, brauche ich jetzt auch einen etwas größeren Koffer für meine Mikroanlage als zuvor. Die Vorteile, die der Diversity-Empfänger bringt, machen diesen äußerst kleinen Nachteil jedoch mehr als wett. Der Monitor-Ausgang am Empfänger ist ein eindeutiges Plus, wie auch die Möglichkeit, die Ausgangsleistung des Senders zu ändern. Wenn mich ein Kameramann fragen würde, welches preisgünstige Funkmikro er anschaffen solle, würde ich ihm dieses empfehlen.

Als nächstes muss ich mir die neuen Digitalmikrofon-Pakete von Sony ansehen. Erst gestern drehte ich an einer Veranstaltung in einem Konferenzzentrum und staunte nicht schlecht. Nachdem ich meine Funkmikro-Anlage eingerichtet hatte, konnte ich alles hören, was die Mikrofone auf den anderen Veranstaltungen im Zentrum empfingen. Dabei wurden auch äußerst sensible Angelegenheiten besprochen und übertragen!

Erfahren Sie mehr über die UWP-Serie

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