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Aufnahmen im Roten Meer mit der HVR-A1E

Erfahrene Unterwasser-Filmemacher rieten Williams dazu, sich die leichtesten und qualitativ hochwertigsten Kameras für seine Filmexpedition nach Ägypten auszusuchen. Seine Wahl fiel auf zwei Camcorder des Typs HVR-A1E, mit denen ihm beeindruckende, kristallklare Bilder gelangen.

 

Das Filmen unter Wasser im Roten Meer bot dem Engländer Brian Williams die Gelegenheit, sich ganz zwei seiner Leidenschaften zu widmen: dem Filmen von Videos und dem Tauchen. Anfang diesen Jahres hatte Williams einen einmonatigen Urlaub im beliebten ägyptischen Reiseziel Scharm El-Scheich am Roten Meer gebucht. Neben seiner Standard-Tauchausrüstung wie Tauchcomputer und Logbücher packte er auch zwei Camcorder des Typs HVR-A1E ein, die er unter Wasser testen wollte.

Ihm standen erfahrene Unterwasser-Filmemacher mit Ratschlägen zur Seite. So empfahl ihm der BBC-Kameramann John McIntyre, sich für "die leichtesten und qualitativ hochwertigsten Kameras" zu entscheiden. Williams wandte sich an den Sony Specialist Dealer ProAV, dessen Managing Director Neil Hart ihm zur HVR-A1E riet.

"Ich erwog die HDR-HC7, wollte allerdings nicht ein Consumer-Gerät kaufen, das ich anschließend mit einem besseren Modell ersetzen würde", erklärt Williams. "Die A1E bietet mehr Leistungsmerkmale. Außerdem sind das professionelle HDV-Format und das Sony Design stets eine gute Wahl. Auf Sony kann man sich immer verlassen." Williams hatte die Idee, andere Urlauber unter Wasser beim Tauchen zu filmen. "Bei meiner letzten Reise ans Rote Meer fiel mir ein Videofilmer auf unserem Boot auf und ich dachte mir, dass ich so etwas auch gerne einmal ausprobieren würde. Fotos und DVDs sind beliebte Erinnerungsstücke an den Urlaub. Dies gilt besonders für Aktivitäten wie Tauchausflüge, bei denen man sich auf das eigentliche Erlebnis unter Wasser und nicht auf das Fotografieren konzentrieren möchte."

In Scharm El-Scheich hielt er mit einer der HVR-A1E fest, wie die Taucher ihre Ausrüstung anlegten und auf dem Boot die Route planten. Die zweite HVR-A1E verstaute er in einem wasserdichten Gehäuse und folgte mit ihr den Tauchern ins Meer. Unter Wasser begleitete er die Taucher mit der Kamera, machte Nahaufnahmen von ihnen und hielt die Ereignisse fest, die ihnen unter Umständen entgingen bzw. an die sie sich später nicht mehr erinnern konnten — zum Beispiel eine seltene Fischart, eine Schildkröte oder ein Schiffswrack. Das Wrack des Frachtschiffes Thistlegorm – die Tauchattraktion in diesem Gebiet – bot eine fantastische Kulisse für seine Aufnahmen, während er die rund 65 Jahre alte Schiffsladung, darunter Bedford-Lastwagen, Motorräder und Jeeps, umschwamm.

Wasserdichtes Gehäuse

Das meerestaugliche Gehäuse der HVR-A1E wurde von dem Hersteller Greenaway Marine speziell auf Williams zugeschnitten. An dem Gehäuse befanden sich Tasten für Standardfunktionen wie Ein/Aus, Start und Videozoom. Darüber hinaus waren eine Standbildfunktion und ein Weißabgleich vorhanden. Williams hatte beunruhigende Geschichten von überfluteten Kameras gehört. Ihm blieben solch dramatischen Ereignisse jedoch erspart.

"Ich bin im Wesentlichen mit den Kameravoreinstellungen in die Tiefe getaucht. Den Weißabgleich habe ich die meiste Zeit in der Auto-Einstellung gelassen, was meiner Meinung nach sehr gut funktionierte. Es war aber dennoch nützlich, verschiedene Einstellungen auszuprobieren", erläutert Williams.

Trotz einer Sichtweite von 30 Metern, sogar bei einer Tiefe von 30 Metern, ist das größte Problem bei Unterwasseraufnahmen laut Williams, dass sich Farbe und Licht verschlechtern, je weiter man sich vom Objekt fortbewegt. Dies ist darauf zurückzuführen, wie das Licht unter Wasser gefiltert wird. "Nahaufnahmen gelingen am besten. Totale hingegen sollte man besser auf ein Minimum beschränken", rät er. "Glücklicherweise befinden sich die interessantesten Motive bei einer Tauchexpedition innerhalb von 20 Metern unter der Oberfläche. Für mich war das im Grunde genommen ein Probelauf: Ich wollte erfahren, was alles mit den Kameras möglich ist."

Die HVR-A1E für die Unterwasseraufnahmen wurde mit einem Blauwasserfilter ausgerüstet, mit dem ein Teil der absorbierten Farbe zurückgewonnen wird. Für dunklere Bereiche, wie z. B. in der Nähe von Wracks, verwendete Williams zusätzlich eine Beleuchtungsvorrichtung.

"Die Ergebnisse haben mich absolut beeindruckt", erklärt er. "Die Aufnahmen habe ich mir sofort auf dem LCD-Monitor angesehen. Als ich sie im Anschluss auf einem Laptop abspielte, sahen sie sogar noch besser aus. Zu Hause auf dem Fernseher haben mich die Bilder dann vollends überwältigt. Die Farben waren einfach fantastisch."

Sicherheit an erster Stelle

Bevor Williams mit den Aufnahmen begann, arbeitete er eine Woche lang mit einem Tauchlehrer an seiner Schwimmtechnik, damit er den Camcorder sicher handhaben konnte. "Ohne Beleuchtung und Akku ist die Kamera neutral. Sie treibt einfach vor einem im Wasser, selbst wenn man sie loslässt", erläutert er. "Mit Akku wiegt sie über ein Kilo. Das ist an sich kein Problem, allerdings schiebt sich dann das Gehäuse nach vorne. Ich habe mir schon etwas ausgedacht, wie ich das beim nächste Mal ausgleichen kann." Darüber hinaus hatte Williams einen Tauchcomputer an dem Camcorder-Gehäuse angebracht. Denn er sorgte sich darum, dass er zu sehr mit den Aufnahmen beschäftigt sein würde, um Tiefe und verbleibenden Sauerstoff mit der erforderlichen Sorgfalt im Blick zu behalten.

Williams nahm 18 Stunden an HDV-Material auf, das er derzeit in Final Cut Pro für einzelne Tauch-DVDs zurechtschneidet. Den musikalischen Hintergrund bilden lizenzfreie Musiksequenzen. Die Veranstalter der Tauchexkursionen in Ägypten waren so beeindruckt, dass sie Williams dazu einluden, nach seinem Urlaub noch länger zu bleiben. Aufgrund beruflicher Verpflichtungen musste er ablehnen. Im Oktober wird er jedoch für sechs Monate nach Scharm El-Scheich zurückkehren und dort während der belebten Weihnachtszeit als Inhouse-Videofilmemacher arbeiten.

"Ich bin der Überzeugung, dass die Bildauflösung durchaus mit der professioneller Unterwasser-DVDs mithalten kann", so Williams. "Die Bilder sind kristallklar – fast so, als ob ich an Land gefilmt hätte. Nur die Tatsache, dass sich die Fische bewegen, zeigt, dass man etwas unter Wasser sieht."

22. August 2007

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