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Das Fuel-Team beim Londoner Start der Gumball 3000

Figgis dreht einen Film im HDV-Format über die Gumball 3000 Rallye

Mike Figgis, Pionier im Bereich digitale Filmaufnahmen, verwendet für die Aufzeichnungen der 2007 Gumball 3000 Autorallye das HD-Format. Der Film zur Rallye hat sich zu einem echten Familienprojekt entwickelt, denn auch sein Sohn Arlen steht hinter der Kamera.

 
Mike Figgis zeichnet unter Verwendung des Fig Rig Kamerazubehör-Pakets ein Interview mit A1E auf.

Die Gumball 3000 hat sich fest im Kalender des internationalen Jet Sets etabliert. Seit das Rennen im Jahr 1999 zum ersten Mal durchgeführt wurde, versuchten die Organisatoren, durch die Kombination eines spannenden Autorennens einerseits und exquisiten nächtlichen Partys sowie Zwischenstopps in Luxushotels an ungewöhnlichen Orten andererseits, den Geist des legendären „Cannonball“ Rennens von New York nach Los Angeles wieder aufleben zu lassen.

Die Veranstaltung im Jahr 2007 war geplant als 80-Tage-Straßenrennen quer durch Europa - von Amsterdam nach Berlin über Istanbul, München, Venedig, Dubrovnik und Athen. Der überragende Erfolg der letztjährigen Rallye sowie der dazugehörigen DVD „3000 Meilen“ animierten den Veranstalter Maximillian Cooper, aus dem Gumball-Rennen eine echte Lifestyle-Marke zu machen.

Er beschloss, gemeinsam mit dem bekannten Filmemacher Mike Figgis einen Film über die Rallye 2007 zu drehen. Das Projekt wurde als Koproduktion von Gumball 3000 Films und Figgis' Gesellschaft Red Mullett geplant.

Nach Aussage des Produzenten Patrick Fischer „veränderte sich Aussage und Form des Films, je näher der Start der Rallye heranrückte. Anstelle eines üblichen von Interviews getragenen Dokumentarfilms war Mike fasziniert von der Idee einer spannenden Erzählung, die sich um die Teilnehmer desRennens spinnt.”

Die Londoner Pall Mall als Kulisse für den Start der Gumball Rallye 2007.

Mit HDV näher und intensiver am Geschehen

Fischers und Figgis entschieden sich für HDV und die HVR-A1E als Hauptformat bzw. Camcorder.

„Ich wollte unbedingt in HD produzieren", so Fischer. „Zum HD-Format gab es keine Alternative, denn wir planten, aus dem Material einen Film, eine DVD und eine TV-Serie herzustellen. Aber wir wollten auch eine nicht zu schwere Kamera, die bei minimaler Ausleuchtung und Vorbereitung schnell und unkompliziert hochklassige Aufnahmen liefern kann.”

Figgis ist ein Vorreiter auf dem Gebiet des digitalen Films. Eins seiner aktuellsten Projekte ist der Film „Co/Ma“, in den er 19 Absolventen der Europäischen Filmakademie einband, um in nur sieben Tagen 90-minütige Features herzustellen. Er liebt sowohl die Regiearbeiten als auch die Kameraführung, aber er wollte auch unbedingt Momentaufnahmen aus unterschiedlichen Perspektiven einfangen, um die Schnittarbeiten wie bei einem normalen Spielfilm durchführen zu können. Mikes Sohn Arlen drehte beim Gumball mit einer zweiten HVR-A1E und übernahm auch die Offline-Bearbeitung des Materials.

„Statt eines Werbefilms oder einer einfachen Dokumentation haben wir mit zwei Kameras und zwei Radiomikrofonen einen eher traditionellen, erzählerischen Film gedreht“, erklärt Arlen Figgs. Arlen sammelte während der Dreharbeiten auch Material für einen Film, der zeigt, was „hinter den Kulissen“ läuft. Er führte zu diesem Zweck Interviews mit seinem Vater und dem Produktionsteam. Ein Teil des Materials wird wahrscheinlich auch in der Endfassung zu sehen sein.

„Da die Kamera so unauffällig ist und fast wie eine private Handycam aussieht, sind die Leute nicht so gehemmt und zurückhaltend, wie sie sich normalerweise bei einer großen Kamera zeigen“, sagt er. „Man kommt dichter an die Gesichter der Menschen heran und kann auf diese Weise spontane Gefühlsregungen besser einfangen. Außerdem kann man einfach ungestörter in die Menge filmen.“

Ideal für das Ein-Mann-Filmteam.

Die HVR-A1E bietet für Audioaufnahmen ein integriertes Stereomikrofon sowie zwei XLR-Audioeingänge für den Anschluss eines externen Mikrofons. „Weil sie über ein hochwertiges Mikrofon verfügt, können die Aufzeichnungsarbeiten von nur einer Person erledigt werden, was für dieses rasante Szenario geradezu ideal ist “, so Fischer.

Arlen fügt hinzu, dass die HVR-A1E, die über ein Objektiv vom Typ Carl Zeiss Vario-Sonnar verfügt, mit allen Lichtverhältnissen hervorragend zurecht kommt. Besonders beeindruckt gab er sich von der Aufnahmequalität bei Nacht. „Ich habe die Linse weit geöffnet, sie hat jedes Detail hervorragend erfasst. Sie hat in so gut wie allen Lichtverhältnissen scharfe, kontrastreiche Bilder aufgezeichnet. Ich habe immer lieber das manuell ausklappbare Fenster als den Sucher (ein 2,7" LCD-Bildschirm im 16:9 Bildformat) benutzt. Ohne Übertreibung: Eine fantastische Kamera, mit der man eine ganze Stunde statt nur 40 Minuten auf eine Kassette aufnehmen kann, deren Batterien ewig halten und die außerdem so kompakt und leicht ist, dass man sie einfach in einer Tasche verstauen kann.“

Flexibel anpassbares Filmskript

Mike Figgis hatte immer die Absicht, zu improvisieren und die Drehabläufe den tatsächlichen Geschehnissen anzupassen. Niemand konnte jedoch den tragischen Unfall während des Rennens voraussehen, bei dem in Mazedonien zwei Menschen ihr Leben verloren. Nach diesem Unfall wurde das Rennen kurzfristig abgebrochen und das Ziel von Berlin nach Bratislava verlegt.

„Wir hatten als Basiskonzept ein Skript, das als Übersicht für den täglichen Dreh diente, aber wir passten uns den Abläufen der Rallye an und mussten das Drehbuch immer wieder angleichen und umschreiben“, erzählt Arlen.

Neben den 30 Stunden an HDV-Material, das Vater Mike und Sohn Arlen selbst aufnahmen, können sie außerdem auf verschiedene Hubschrauber-, Auto- und Modeaufnahmen zurückgreifen, die von anderen Personen des Gumball-Teams zusammengetragen wurden. Obwohl sich die Idee noch in der Entwicklungsphase befindet, wird daran gedacht, einen filmähnlichen Stil mit einer observierenden Fernseh-Dokumentation zu verbinden. „Die Bildqualität ist gut genug, man könnte das Material interessant verarbeiten, man kann es aber auch genau so lassen und die Dokumentar-Athmosphäre erhalten“, sagt Arlen.

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